Honigkuchen mit Roggenmehl und Gewürzen

Ihr Lieben,

der Advent naht mit großen Schritten. Und scheinbar gefallen Euch unsere Plätzchen-Rezepte, sie werden nämlich zur Zeit wieder fleißig gelesen 🙂 Danke dafür.

Um Euch die Suche zu erleichtern, haben wir all unsere Weihnachts-Rezepte auf einer Extra-Seite zusammengefasst – schaut mal hier.

Und damit wir Euch vor Weihnachten noch mit vielen neuen Rezepten versorgen können, haben wir dieses Jahr den Start unserer Weihnachtsbäckerei nach vorne verlegt.

Wir starten traditionell mit Printen- und Lebkuchenrezepten, weil diese besser schmecken, je länger sie liegen – und damit man sich nicht an brettharten Keksen die Zähne ausbeißt.

Mein absolutes Lieblingsbuch zu Weihnachten ist die Weihnachtsbäckerei von Rosenmehl. Alte Rezepte, eingereicht von mit Rosenmehl backenden Hausfrauen, über Jahrzehnte überliefert, nachgebacken und verfeinert. Oft werden die Rezepte begleitet von einer Anekdote oder Geschichte dazu. Ein Buch zum Schwelgen und sich in Weihnachtsstimmung versetzen zu lassen 🙂 Hier handelt es sich übrigens nicht um Werbung oder eine Kooperation, sondern um meine ganz private und unbeeinflusste Meinung. 🙂

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Aber es liegt natürlich nahe, dass auch das erste Rezept unserer diesjährigen Weihnachtsbäckerei aus diesem Buch stammt – und wie immer haben wir das Rezept ein bisschen abgewandelt.

Ihr braucht:

250g Roggenmehl (Type 1150)

250g Weizenmehl (Type 550 oder 405)

1/2 Päckchen Weinstein-Backpulver

125g Butter

250g Zucker

1/2 TL Salz

250g Honig (ich hatte eine 1:1 Mischung aus Tannenhonig und Blütenhonig)

2 Eier

100g Zitronat

200g Orangeat

65g gehackte Mandeln

65g gemahlene Mandeln

1 TL Zimt

1 TL gemahlene Nelken

1 TL gemahlenen Kardamom

ganze, abgezogene Mandeln nach Belieben

Zunächst ein Tipp: Orangeat und Zitronat sind eine klebrige Angelegenheit. Sie lassen sich besser verarbeiten, wenn sie gefroren sind. Für dieses Rezept brauchen wir möglichst fein gehacktes Zitronat und Orangeat, deswegen flog es bei uns im gefrorenen Zustand auf das laufende Messer des Thermomix. Ein guter Küchenmixer sollte das aber auch schaffen 🙂

Zunächst die Butter, den Zucker und den Honig in einem Topf vorsichtig auf dem Herd erhitzen, bis sich der Zucker gelöst hat, das gemahlene Zitronat und Oreangeat dazugeben, unterrühen und dann alles abkühlen lassen.

Das Mehl mit dem Backpulver in eine große Schüssel sieben, alle trockenen Zutaten (bis auf die gehackten und ganzen Mandeln) dazu geben und unterrühren.

Mit den Knethaken des Handrührers die Butter-Honig-Mischung unterkneten, die Eier dazu geben und zum Schluss die gehackten Mandeln unterrühren.

Laut Originalrezept soll der fertige Teig zunächst eine Stunde kalt gestellt, dann ausgerollt und auf ein Backblech gelegt werden. Ich konnte mir allerdings nicht vorstellen, dass sich diese zähe, klebrige Masse – egal bei welcher Temperatur – ausrollen lässt, also habe ich sie direkt auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gestrichen. Wenn man die Palette oder den Teigschaber (der bei uns seit jeher Schleck-Schleck heißt) immer wieder in Wasser tunkt, geht das sehr gut.

Dann habe ich mit einem Messer den Teig in ca 4x4cm große Würfel aufgeteilt (aber nur einritzen, nicht durchtrennen) und die einzelnen Stücke mit den abgezogenen Mandeln verziert.

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Dann das Blech ca. 1 Stunde lang kalt stellen und dann im auf 200°C vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten backen.

Wenn der Kuchen im Ofen ist, die Glasur vorbereiten: Dafür benötigt ihr:

3 EL Puderzucker

2 EL Zitronensaft

1 EL Rum

Daraus eine Glasur anrühren. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und noch heiß bestreichen.

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Abkühlen lassen, in Stücke schneiden und in Keksdosen lagern. Es lohnt sich, diese Plätzchen eine Weile durchziehen zu lassen, damit die Gewürze Zeit haben, sich zu entfalten.

 

 

 

 

Honigkuchen vom Feinsten

Medaillon Mama

Was macht man, wenn man zur Weihnachtszeit Honig geschenkt bekommt? Honigkuchen. Und was macht man, wenn man ganz viel Honig geschenkt bekommt? Ganz viel Honigkuchen. So geschehen Anfang dieser Woche. Ablehnen wollte ich den Honig nicht, weil Honigkuchen erstens köstlich schmeckt und sich zweitens hervorragend als Weihnachtsgeschenk eignet. Es war auch noch früh genug, damit er bis zum Fest gut durchziehen kann, so dass die Gewürze darin ihr volles Aroma entfalten. Also machte ich mich gleich ans Werk, und weil ich viel Honig hatte, habe ich das folgende Rezept verdoppelt. Für ein Blech oder eine große Kastenform reicht jedoch die angegebene Menge.

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Die Zutaten:

300 g milder Honig

150 g brauner Zucker

50 g Butter

1 Prise Salz

1 TL Instantkaffeepulver in wenig heißem Wasser aufgelöst

450 g Weizenmehl

50 g gemahlene Mandeln

1 Päckchen Backpulver

2 EL Kakao

1/2 TL gemahlene Nelken

1 geh. TL Zimt

1 Prise Muskat

abgeriebene Zitronenschale von einer halben Zitrone

2 Eier

1 EL Amaretto

50 ml Rum

2 TL Zitronensaft

Zubereitung:

Honig, Butter, Zucker und Salz bei geringer Hitze schmelzen und verrühren, bis sich der Zucker gelöst hat. Dann abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit die trockenen Zutaten in eine Schüssel geben und gut mischen.

Alle flüssigen Zutaten bereitstellen.

Den Backofen vorheizen.

Die Eier zur Mehlmischung geben, mit der abgekühlten Honigmasse und den flüssigen Zutaten von der Mitte aus zu einem sehr dickflüssigen Teig verrühren. Dazu eignen sich die Knethaken am besten.

Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und gut verstreichen oder in eine große gebutterte Kastenform füllen.

Auf dem Backblech benötigt der Honigkuchen auf der zweiten Schiene von unten bei 175 °C etwa 30 bis 40 Minuten.

In der Kastenform wird er bei 160 °C auf der untersten Schiene etwa 60 Minuten gebacken.

Stäbchenprobe nicht vergessen! Nur wenn kein Teig mehr am Stäbchen klebt, ist der Honigkuchen fertig.

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Honigkuchen kann man traditionell auf dem Blech backen, ihn vorher ausstechen oder nachher in ansprechende Stücke teilen. Es gibt aber auch einen ähnlichen holländischen Frühstückskuchen in Kastenform, der zwar sehr gut schmeckt, mir aber viel zu süß ist. Außerdem enthält er Zusatzstoffe, die ich nicht darin haben möchte. Nun hatte unser Discounter vor ein paar Wochen diverse Einmalbackformen für Kastenkuchen im Angebot. Ich habe zuerst mit mir gerungen, dann aber doch – ökologisch nicht ganz korrekt – einige Packungen gekauft. Die kamen nun zum Einsatz und so habe ich bei der doppelten Teigmenge 7 große und 3 kleine holländische Frühstücks-/Honigkuchen herausbekommen.

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Ich werde sie zusammen mit selbstgemachter Orangenbutter verschenken. Es ist aber noch zu früh, um die herzustellen. Deshalb kann ich Euch das Rezept natürlich erst später verraten 🙂

Ach ja, solltet Ihr auch noch Honigkuchen für Weihnachten backen wollen: es ist noch nicht zu spät!

 Und hier ist nun auch der Link für die Orangenbutter.