„Japanisches Kraut“: Butaniku no Shoga yaki

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

wusstet Ihr, dass in Düsseldorf die größte japanische Gemeinde Deutschlands lebt? Es gibt dort zahlreiche japanische Firmen und für deren Angestellte und ihre Familien, die weit weg von zu Hause sind, japanische Geschäfte und Restaurants. Der Japantag ist jedes Jahr ein ganz besonderes Event für alle Düsseldorfer sowie für viele Gäste aus dem Umland und endet immer mit einem spektakulären Feuerwerk.

Mittlerweile sind uns Gerichte und Zutaten aus der japanischen Küche nicht mehr ganz fremd. Das war vor einigen Jahren noch ganz anders. Wer wusste in den Sechziger-/Siebziegerjahren des letzten Jahrtausends denn schon, was Sojasauce ist? Sushi kennt heute jeder. Die meisten haben es zumindest schon einmal probiert.

Das Rezept, das ich euch heute vorstelle, habe ich vor mehr als drei Jahrzehnten in der Zeitschrift einer bekannten japanischen Automarke gefunden. Ich nehme deshalb an, dass es einigermaßen authentisch ist. Mittlerweile sind die Zutaten für dieses Gericht in fast jedem Supermarkt erhältlich. Ich finde, es ist eine Abwechslung zu unseren meist ziemlich biederen Weißkohlgerichten und schmeckt uns wirklich gut. Und einfach zuzubereiten ist es obendrein.

Japankohl

Für 2 – 3 Portionen braucht Ihr:

400 g mageres Schweinefleisch (ich nehme allerdings Kalbfleisch)

1 daumengroßes Stück frischen Ingwer

2 EL Sake oder trockenen Sherry

3 EL Sojasauce

1 TL Zucker

200 g Weißkohl (oder mehr)

neutrales Öl zum Anbraten

Die Zubereitung:

Das Fleisch in ca. 1/2 cm dicke Streifen schneiden.

Ingwer schälen und reiben, mit Sake oder Sherry, Sojasauce und Zucker mischen. Die Fleischstreifen darin mindestens 10 Minuten marinieren, dann gut abtropfen lassen. Die Marinade auffangen.

In der Zwischenzeit den Weißkohl ebenfalls in Streifen schneiden.

Öl in einer großen Pfanne erhitzen, das abgetropfte Fleisch kurz anbraten und aus der Pfanne nehmen.

Den Kohl bei starker Hitze ebenfalls anbraten. Er darf ruhig etwas bräunen. Die Hitze etwas zurücknehmen. Mit der Marinade ablöschen. Das angebratene Fleisch dazugeben und kurz zusammen angehen lassen. Bei ganz kleiner Hitze und aufgelegtem Deckel bis zur gewünschen Bissfestigkeit des Kohls garen lassen. Gegebenenfalls mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Vermutlich essen die Japaner Reis zu diesem Gericht. Ich finde jedoch, dass ein selbstgemachtes Kartoffelpüree unschlagbar gut dazu passt. Aber das müsst Ihr selbst herausfinden. 🙂