Osterlämmchen aus Nusskuchen mit (selbstgemachtem) Eierlikör

medaillon tatjana

Frohe Ostern, liebe Leser!

In unserem letzten Beitrag haben wir Eierlikör selbst gemacht – und dann einen Teil direkt zum Backen verwendet.

Ich hatte im Internet ein Rezept für Nusskuchen mit Eierlikör gefunden und was lag näher, als, eine Woche vor Ostern, ein Lämmchen zu backen.

Ihr braucht:

100g Mehl

50g Speisestärke

1 Pck. Backpulver

200g Nüsse

5 Eier

200g Butter

180g Zucker

1 Pck. Vanille-Zucker

1 Prise Salz

1 Tasse (200ml) Eierlikör

2 EL weißen Rum

100g Raspel-Schokolade (dunkel)

Den Ofen auf 175°C vorheizen. Unsere Lämmchen-Formen sind aus Weißblech, also haben wir mit Umluft gebacken. Die modernen Antihaft-Förmchen sind in der Regel für Ober-/Unterhitze gemacht. Stellt den Ofen also entsprechend eurer Form ein.

Die Förmchen gründlich buttern und mit Paniermehl auskleiden.

Mehl, Stärke, Nüsse und Backpulver in einer Schüssel verrühren und beiseite stellen.

In einer Rührschüssel die Eier, Butter, Zucker und Salz schaumig rühren. Dann den Eierlikör und den Rum dazugeben und kurz verrühren.

Die Mehl-Nuss-Mischung unterheben, bis ein glatter Teig entsteht. Zum Schluss noch die Raspelschokolade unterrühren.

Den Teig in die vorbereiteten Förmchen geben und bei 180°C ca. 45 Minuten backen. Die Länge ist von der Größe Eurer Form abhängig, also immer mal wieder nachschauen und die Stäbchen-Probe machen.

Vor dem Servieren das fertige Lämmchen mit reichlich Puderzucker bestäuben.

 

Schnelle Blaubeerschnittchen

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

eigentlich sollte an dieser Stelle – saisongemäß – ein Rezept für eine Spargelquiche stehen. Tatjana hat sich gestern bei der Zubereitung große Mühe gegeben und nach Anleitungen aus dem Internet gearbeitet. Geschmacklich war die Quiche in Ordnung, aber der Spargel hat gesaftet und dadurch die Sahne-Eier-Masse verwässert, d. h. sie muss die Zubereitung erst noch optimieren. Deshalb stelle ich Euch heute die Heidelbeerschnittchen vor, die ich kürzlich gebacken habe.

Nach dem Mittagessen trinken wir gewöhnlich eine Tasse Kaffee, meist ohne Kuchenbegleitung. Manchmal jedoch steht uns der Sinn nach etwas Gebackenem. Und da kommen die Blaubeerschnittchen ins Spiel. Heidelbeeren, und zwar die wilden, liebe ich seit meiner Kindheit. Ich verbinde mit ihrem Geschmack die Erinnerung an Sonntagsspaziergänge mit meinen Eltern und Geschwistern in den nahegelegenen Wald, wo wir immer nach Walderdbeeren und -heidelbeeren Ausschau hielten. Meist reichte unsere Ausbeute zwar nur für ein halbes Schälchen pro Kind (wir waren sechs Geschwister!), die wir mit Milch und etwas Zucker löffelten. Aber was war das für ein Genuss! Meist habe ich heute Waldheidelbeeren im Gefrierschrank, denn ich mag Blaubeerkonfitüre, Blaubeerkuchen – eigentlich alles aus Blaubeeren. Kulturheidelbeeren, die man jetzt fast immer und überall bekommt, können da geschmacklich überhaupt nicht mithalten.

Die Heidelbeerschnittchen sind schnell zubereitet, nicht allzu süß, haben durch die Haferflocken ordentlich Biss und lassen sich prima portionsweise einfrieren.

Ich habe ein Backblech von 30 x 25 cm verwendet. Auf einem größeren könnt Ihr diese Fläche mit einem doppelt gefalteten Streifen Alufolie abtrennen.

Meine Zutaten für den Boden und die Streusel:

150 g Butter

100 g grobe Haferflocken

150 g Weizenmehl oder Dinkelmehl Type 630

1 TL Backpulver

100 g gemahlene Mandeln

150 g Zucker

1 Ei

außerdem:

300 – 350 g Waldheidelbeeren (frisch oder TK)

2 EL Zitronensaft

100 g Zucker

1 Prise Salz

1 EL Speisestärke

Zuerst die Butter vorsichtig schmelzen und etwas abkühlen lassen.

Das Backblech mit Backpapier belegen.

Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die trockenen Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben und vermengen. Die geschmolzene Butter und das Ei darunterrühren, bis eine krümelige, aber homogene Masse entsteht. Knapp 2/3 davon auf dem Backblech verteilen und mit den Händen oder einem Esslöffel grob festdrücken (es muss keine ebene Fläche sein).

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Den Rest Teig für die Streusel kühl stellen.

Die (gefrorenen) Heidelbeeren mit den übrigen Zutaten vermischen. Auf dem Teig verteilen. Mit der Hand dicke Streusel darüberkrümeln.

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Bei 175 °C etwa 40 – 45 Min. backen, bis die Streusel schön gebräunt sind. Keine Angst: die Speisestärke bindet den austretenden Saft, so dass der Teig nicht durchweicht.

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Mit den Blaubeerschnittchen habe ich jetzt immer ein Stück Kindheit im Gefrierschrank, und ich genieße sie, so oft mir danach ist – und mindestens ein Mit-Esser ebenfalls 🙂

Rüblikuchen – ohne Gluten mit viel Genuss

medaillon tatjana

Frohe Ostern, Ihr Lieben 🙂

Diesen Rüblikuchen habe ich letzte Woche für die Kollegen gebacken und da das Rezept gut ankam, am Samstag gleich noch mal für unsere Oster-Gäste und den Blog.

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Für den Teig braucht ihr:

450g Möhren

250g gemahlene Mandeln

200g Haselnüsse (ganz oder gemahlen)

1 TL Backpulver

1 TL Zimt

6 Eier

1 Prise Salz

200g Zucker

50ml Öl

 

Die Möhren schälen und fein raspeln. In ein Sieb geben oder leicht mit den Händen ausdrücken. Wenn ihr ganze Haselnüsse verwendet, diese mahlen. Die Möhren mit den geriebenen Mandeln, Haselnüssen, dem Zimt und dem Backpulver mischen.

Die Eier trennen. Das Eiweiß mit einer Prise Salz zu Eischnee schlagen, die Eigelbe mit dem Zucker und Salz ebenfalls schaumig schlagen. Die Eigelb-Masse und das Öl unter die Möhren rühren und den Eischnee unterheben.

Den Teig in eine gefettete 26er Springform geben und im vorgeheizten Ofen mindestens 50 Minuten bei 175°C backen. Der Kuchen ist sehr saftig und braucht ggf. ein bisschen länger. Stäbchenprobe machen!

Den fertigen Kuchen auskühlen lassen.

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Für das Frosting habe ich ein 300g Paket Frischkäse mit einigen Esslöffeln Zitronensaft und Puderzucker glatt gerührt. Die Masse soll streichfähig sein, aber nicht zerfließen. Den Puderzucker dosiert ihr ganz nach eurem Geschmack.

Den Kuchen durchschneiden, den unteren Boden, sofern vorhanden, mit einer passenden Marmelade (Aprikose, Orange etc.) bestreichen, eine geringe Menge des Frischkäse-Frostings daraufgeben und ebenfalls glatt streichen. Den oberen Boden darauflegen und mit dem Rest des Frischkäse-Frostings bestreichen.

Mit Marzipan-Möhrchen dekorieren.

 

Traditioneller Apfelkuchen

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Der Herbst ist meine liebste Jahreszeit. Ich liebe die Fülle an frisch geerntetem Obst und Gemüse, Kräutertees und warme Socken. Und ich habe viel mehr Lust, in der Küche zu werkeln.

Für unseren Kaffeeklatsch-Besuch habe ich daher einen ganz traditionellen Apfelkuchen gebacken – ohne Exotik, ohne Schnickschnack, aber mit den ganz frisch geernteten Boskop-Äpfeln einfach superlecker.

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Ihr braucht:

50g gemahlene Mandeln

50g Dinkel-Vollkornmehl

100g Weizenmehl

2 gestrichene TL Backpulver

125g Butter

125g brauner Zucker

eine Prise Salz

2-3 Eier

ein paar EL Milch

Zitronenabrieb oder ein paar Tropfen Zitronenöl

500-750g Äpfel

wp_20161002_10_29_35_proEine 26er Springform fetten, beiseite stellen. Den Ofen auf 175°C vorheizen.

Die Äpfel schälen, entkernen, vierteln und mehrfach der Länge nach einschneiden, sodass sie beim Backen schön auffächern. Die Äpfel mit Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden.

Die Butter mit dem Zucker und dem Salz schaumig rühren, anschließend die Eier eins nach dem anderen unterrühren, den Zitronenabrieb oder das Zitronenöl dazugeben. Die Mandeln, das Mehl und das Backpulver vorsichtig unterheben. Wenn der Teig zu zäh ist, ein paar EL Milch einrühren.

In die Springform geben und grob verteilen. Die Apfel-Viertel mit der eingeschnittenen Seite nach oben kranzförmig auf den Teig legen.

Den Kuchen 40-50 Minuten bei 175°C backen.

Vor dem Servieren noch mit Puderzucker bestäuben. Et voilà.

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Marmor-Quark-Kuchen

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Einer meiner Lieblingskuchen ist Käsekuchen. Das Einzige, was mir daran immer nicht so sehr gefallen hat, ist der Mürbeteig drumherum. Erstens verarbeite ich ihn nicht so gerne, und zweitens hat mein Magen wohl etwas gegen diese Verbindung von Butter, Zucker und Mehl. Deshalb habe ich schon lange nach einer Alternative für den herkömmlichen Mürbeteigboden gesucht – und bin kürzlich fündig geworden: Auf http://www.essen&trinken.de entdeckte ich nämlich einen Quark-Kuchen, der nicht nur außerordentlich lecker aussah, sondern mit einem Schoko-Rührteigboden gebacken war. Und weil Marmorkuchen ein Favorit unserer ganzen Familie ist, kam mir die Idee, ihn in einen Marmor-Rührteigboden abzuwandeln. Wegen meiner Laktoseintoleranz habe ich laktosefreien Quark genommen. Frischkäse und saure Sahne sind für mich kein Problem. Das Ergebnis? Unser neuer Familienlieblingskuchen.

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Die Zutaten

für die Quark-Füllung:

200 g Doppelrahmfrischkäse

250 g Magerquark

250 g saure Sahne

110 g Zucker

10 g Vanillezucker

25 g Speisestärke

2 Eier

für den Boden:

100 g weiche Butter

2 Eier

100 g Zucker

1 Prise Salz

160 g Mehl

1 TL Weinsteinbackpulver

1 gehäufter EL dunkles Kakaopulver

1 EL Rum

Zubereitung:

Eine Springform von 26 cm ø fetten.

Die Füllung ist schnell vorbereitet: Zunächst den Frischkäse in einer Schüssel mit dem Schneebesen glatt rühren, Quark, saure Sahne, Zucker, Speisestärke und die beiden Eier hinzufügen und solange rühren, bis der Zucker gelöst ist. Füllung beiseite stellen.

Für den Teig die Butter verrühren, Zucker und Salz hinzufügen und mit den Quirlen des Handrührgerätes schön schaumig schlagen. Jedes Ei einzeln dazugeben und unterrühren, bis eine homogene Masse entstanden ist. Das Mehl mit dem Backpulver darübersieben und zügig mit der Eimasse vermischen.

Die Hälfte des Teiges mit einem Esslöffel in die Springform füllen, ohne ihn zu verstreichen. Unter den restlichen Teig den Kakao und den Rum rühren, ebenfalls in die Springform geben und grob glätten. Die Quarkmasse darübergeben.

Im nicht vorgeheizten Backofen auf der untersten Schiene bei 175 °C Ober-/Unterhitze ca. 60 – 65 Minuten backen, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist. Auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen. Erst dann aus der Springform lösen.

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Meine Springform hat übrigens einen Glasboden, so dass ich immer kontrollieren kann, wie hell oder dunkel der Boden ist.

Ihr möchtet gerne unser Familienrezept für den Marmorkuchen? Lasst es uns einfach wissen.

Apfel-Holunderkuchen: Glutenfrei, ohne Weißmehl und ohne Zucker

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… und trotzdem sehr lecker 🙂

Diesen Kuchen gab es für meine Kollegen anlässlich meines Geburtstags. Leider ohne Foto, dazu bin ich nicht gekommen.

Alle wissen, dass ich gerne süß backe (und esse), daher dachte ich, ich überrasche sie mal mit etwas anderem. Deswegen habe ich mich für zwei Kuchen aus dem Buch Kuchenwunder von GU entschieden. Zum Einen gab es einen Pumpkin Cheesecake und zum anderen diesen Apfel-Holunder-Kuchen. Regelmäßige Auf die gute (alte) Art-Leser wissen, dass Holunder zu meinen absoluten Lieblingen gehört. Daher stand dieses Rezept schon lange auf meiner Nachback-Liste. Abgewandelt wurde das Rezept natürlich trotzdem 🙂

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Ihr braucht:

(Für den Teig):

3 Eier

1 Prise Salz

4 EL Ahornsirup

75g Buchweizenmehl

(Für den Belag und die Garnitur):

200 g Creme Fraiche

3 EL Ahornsirup

750 g Boskop-Äpfel

200ml Apfelsaft

1/4 l Holundersaft

Zimt, Nelken

1 Pkg. Vanillepuddingpulver

Backofen vorheizen und eine 28er Springform fetten.

Für den Biskuit die Eier mit dem Salz und dem Ahornsirup sehr cremig aufschlagen (je länger ihr schlagt, desto mehr schöner wird Euer Biskuit). Das Buchweizenmehl ganz sanft und vorsichtig unter die Eiermasse heben.

Im Ofen bei 180°C ca. 15 Minuten backen.

Die Äpfel schälen und vierteln. Den Apfel- und den Holundersaft mit den Gewürzen aufkochen. Dann die Äpfel dazugeben und ca. 5 Minuten im heißen Saft weichwerden lassen.

Dann die Äpfel herausfischen und abtropfen, den Saft braucht ihr noch. Im Originalrezept wird der Saft nicht weiter gesüßt, ich habe aber noch einen guten Spritzer Ahornsirup dazugegeben. Insgesamt brauchen wir 450ml Saft, falls ihr zu wenig habt, mit Holunder- oder Apfelsaft aufgießen.

Während die Äpfel und der Saft auskühlen, die Creme Fraiche mit 3 EL Ahornsirup verrühren und gleichmäßig auf den Biskuitboden streichen. Die Äpfel darauf verteilen.

Für den Guss das Puddingpulver nach Gebrauchsanleitung statt mit Milch mit dem Holundersaft zubereiten.

Diese Masse wird dann über die Äpfel verteilt. Achtet darauf, dass die Äpfel bedeckt sind und arbeitet schnell, der Guss hat bei mir sofort anfangen, fest zu werden.

Dann den Guss erkalten lassen.

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Im Originalrezept wurde Apfeldicksaft verwendet, wahrscheinlich stimmten bei mir deshalb die Mengenangaben nicht genau. Wenn Ihr Ahornsirup verwendet, achtet daher darauf, dass ihr bei allen Teilschritten probiert, ob Euch die jeweilige Masse süß genug ist. Mir war das Originalrezept an vielen Stellen nicht süß genug und ich habe nachgesüßt. Aber das ist natürlich Eurem persönlichen Empfinden überlassen 🙂

Beeren-Kokos-Kuchen mit Streuseln

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Oft verbinden wir mit bestimmten Bildern, Gerüchen oder Geschmäckern ganz besondere Erinnerungen. So ergeht es mir, wenn ich jetzt über den Markt gehe und die vielen verschiedenen Beeren sehe: Meine Schulfreundin Martina und ich sehen uns sehr selten. Sie wohnt nämlich in München und ich am Niederrhein. Deshalb ist es immer etwas ganz Besonderes, wenn wir uns wieder einmal treffen. Bei meinem letzten Besuch bei ihr empfing mich der Duft von frisch gebackenem Kuchen, und er schmeckte einfach unvergleichlich aromatisch nach Beeren, wie er da noch warm auf meinem Teller lag: süß-säuerlich frisch, saftig und gleichzeitig knusprig. Natürlich musste sie mir das Rezept geben. Bei unserem Familientreffen vor ein paar Wochen hatte ich dann endlich die Gelegenheit, ihn selbst zu backen, denn es sind schon einige Esser nötig, ein ganzes Blech voll Kuchen zu schaffen. Frisch gebacken oder sogar noch leicht warm schmeckt er nämlich tatsächlich am besten.
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Im Originalrezept werden Boden und Streusel getrennt zubereitet. Ich habe einfach etwas mehr Teig gemacht und etwa 1/3 davon für die Streusel zurückbehalten. So hält sich der Aufwand einigermaßen in Grenzen, denn es muss außerdem noch die Quarkmasse zusammengerührt werden.
Doch nun zum Rezept:
Zutaten für Boden und Streusel:
450 g Mehl
1 gehäufter TL Backpuler
300 g Butter
250 g Puderzucker
1 Pckg. Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Ei
zusätzlich für Streusel und Belag: 200 g Kokosflocken
Zutaten für den Belag:
150 g Johannisbeer- oder eine andere säuerliche Marmelade
100 g Kokosflocken
600 g gemischte frische Beeren wie Johannisbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Jostabeeren etc.
(oder TK-Beeren)
500 g Magerquark
50 g zimmerwarme Butter
120 g Puderzucker
1 Pckg. Vanillepuddingpulver
2 Eier
1/4 l Schlagsahne
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Zubereitung für den Teig:
Mehl mit Backpulver vermischen und mit den übrigen Zutaten rasch zu einem glatten Teig verkneten.
2/3 davon auf ein gefettetes Backblech geben. Unter das übrige Drittel 100 g Kokosflocken mischen und kalt stellen.
Den Teig auf dem Backblech mit Frischhaltefolie bedecken und ihn mit einem Löffelrücken glattstreichen. Kühl stellen.
In der Zwischenzeit die Quarkmasse zubereiten:
Quark mit Butter und Puderzucker glattrühren. Vanillepuddingpulver und Eier, am Schluss die flüssige Sahne darunterrühren.
Frischhaltefolie vom Teigboden abnehmen 😉 und den Boden mit Marmelade bestreichen, mit den restlichen Kokosflocken bestreuen und die Beeren darauf verteilen.
Quarkmasse auf die Beeren geben und vorsichtig verstreichen. Den gekühlten Streuselteig darüberbröseln.
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Im vorgeheizten Backofen bei 175 °C auf der ersten Schiene etwa 40 Minuten backen, bis die Streusel goldbraun sind.
Kurz abkühlen lassen, evtl. mit Puderzucker bestreuen – und genießen!

Kirschenmichel auf Französisch – Clafoutis aux Cerises mit karamellisierten Mandeln

medaillon tatjana

Am Donnerstag bin ich seit langer Zeit einmal über den Stadtmarkt in Krefeld geschlendert, habe das frische Obst und Gemüse bewundert und mir einen frisch gepressten Orangen-Granatapfel-Saft gegönnt. An den frischen deutschen Süßkirschen konnte ich schließlich nicht vorbei gehen und habe ein Pfund mit zu meinen Eltern genommen.

Dort… hatte meine Mom ebenfalls ein Pfund Kirschen gekauft. Tja, wie sagt man? Zwei Doofe, ein Gedanke 🙂

Also musste ein Kilogramm Kirschen verarbeitet werden. Bei einer Freundin in München hatte ich vor einigen Jahren einmal einen französischen Auflauf mit Kirschen gegessen, den wollte ich jetzt nachbacken. Meister Google hat ein schönes Rezept vorgeschlagen, das habe ich wie immer ein bisschen abgewandelt. Der Butteranteil ist, typisch französisch, sehr hoch. Möchtet Ihr den Auflauf weniger mächtig, reduziert die Butter einfach 🙂

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Ihr braucht:

600g Süßkirschen, entsteint

150g Butter

180g brauner Zucker

75g Mehl

150g gemahlene Mandeln

Salz

1 TL gemahlener Piment

Mark einer Vanilleschote

2 Eier

150ml Milch

50g Mandelblättchen

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80g Butter zerlassen und leicht bräunen. Abkühlen lassen.

Mehl, 100g Zucker, gemahlene Mandeln, eine Prise Salz, Piment und Vanillemark in einer Schüssel vermischen. Die Eier mit der Milch verquirlen, mit der geschmolzenen Butter unter die Mehlmasse geben und zu einem glatten Teig rühren.

Eine Auflaufform fetten und ggf. dünn mit Zucker ausstreuen. Die Kirschen hineingeben, den Teig darüber verteilen.

Die restliche Butter schmelzen, mit dem Rest Zucker und den Mandelblättchen vermischen und auf dem Clafoutis verteilen.

Im vorgeheizten Ofen bei ca. 180°C backen. Laut Originalrezept braucht er 20-30 Minuten. Meine Form war allerdings höher und ich hatte ihn fast 45 Minuten im Ofen. Am besten zwischendurch mit der Stäbchenprobe überprüfen, ob der Teig noch klebt. Tut er das nicht und ist schön gebräunt, ist Euer Clafoutis fertig 🙂

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Abkühlen lassen oder warm genießen 🙂

Erdbeerkuchen à la Famille‏

Medaillon Mama
Erdbeerkuchen ist doch immer wieder lecker. Sobald die ersten roten Früchtchen aus der Region gekostet und für gut befunden wurden, verlangt die Familie nach „unserem“ Erdbeerkuchen. Es muss genau dieser sein. Ausgerechnet zu der Zeit gibt es aber auch besonders viel im Garten zu tun. Schließlich schießt und sprießt das Grün und will im Zaum gehalten werden. Wie froh bin ich da, dass sich der Aufwand bei der Zubereitung einigermaßen in Grenzen hält! Wenn wir dann den ersten Bissen genießen, ist der Aufwand sowieso vergessen. Und wenn ein Kuchen süchtig macht, dann dieser! Da bei uns am Niederrhein die Erdbeersaison dank neuer Züchtungen und Techniken seit einigen Jahren ganze 6 Monate dauert, werde ich in den nächsten Wochen und Monaten noch des Öfteren die Gartenschere mit dem Rührgerät tauschen – Gartenarbeit hin oder her.
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Doch nun zu unserem Familienrezept:
Für den Tortenboden benötigt ihr:
1 EL Essig
2 EL Öl
3 Eier
4 gehäufte EL Zucker
5 gehäufte EL Mehl
1 TL Backpulver
1 Pckg. Vanillezucker
1 Prise Salz
Backofen auf 175 °C vorheizen.
Die Eier zusammen mit Essig, Zucker, Vanillezucker und Salz mit dem Handrührgerät zu einer cremigen Masse schlagen, bis der Zucker sich aufgelöst hat.
Das Mehl mit dem Backpulver mischen. Die Hälfte des Mehls unter die Eimasse heben, dann das Öl und das restliche Mehl hinzufügen und alles zügig, aber vorsichtig vermischen.
Den Teig in eine gebutterte Obstkuchenform füllen. (Am besten eignet sich dazu eine beschichtete Form.) Bei 175 °C im vorgeheizten Backofen etwa 15 Minuten goldbraun backen. Herausnehmen, kurz auf einem Gitter abkühlen lassen. Aus der Form stürzen und vollständig erkalten lassen.
Creme:
1 Becher Sahne (200 ml)
1/2 Pckg. Paradiescreme Vanille oder Zitrone
Sobald der Tortenboden erkaltet ist, die Sahne mit dem Handrührgerät auf Stufe 2 kurz anschlagen, das Paradiescreme-Pulver hinzufügen und weiterschlagen, bis eine cremige Masse entstanden ist. Creme auf den Tortenboden streichen.
500 g Erdbeeren waschen, abtropfen lassen, versäubern und den Kuchen damit belegen.
Ein Päckchen Tortenguss nach Anweisung kochen, auf den Erdbeeren verteilen. Sobald er fest geworden ist, kann der Kuchen auch schon gegessen werden.
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Übrigens: das Öl im Tortenbodenteig verhindert ein Durchweichen. Man kann den Boden natürlich auch mit jedem anderen Obst belegen, ob mit oder ohne Creme. Unbelegt lässt er sich wunderbar einfrieren, so dass man immer ganz schnell einen Obstkuchen auf dem Tisch hat. Ich werde jedenfalls dafür sorgen, dass ich immer einen auf Vorrat habe.

After-Easter-Möhrenkuchen

Medaillon Mama
Wir hatten zu Ostern Besuch von lieben Verwandten. Passend zum Fest habe ich einen Möhrenkuchen nach einem „uralten“, bewährten Rezept gebacken. Der Kuchen ist herrlich saftig und hat ein ausgeprägtes Nussaroma. Wer gerne Nusskuchen isst, für den ist dieser Kuchen genau das Richtige.
Die Zutaten:
3 Eier
200 g Zucker
1 Vanillezucker
1/2 TL Salz
200 g Weizen- oder Dinkelmehl
1 TL Backpulver
200 g fein geriebene Möhren
100 g gemahlene Haselnüsse
1/8 l Rapsöl
Zubereitung:
Eine Springform von 26 cm ø einfetten.
Den Backofen auf 175 °C vorheizen.
Das Mehl mit dem Backpulver und den Nüssen mischen.
Die Eier verrühren, Zucker und Salz einrieseln lassen und die Masse schlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat und eine feinporige, hellgelbe Creme entstanden ist.
Die Mehl-Nuss-Mischung vorsichtig unterheben, dann die geriebenen Möhren und das Öl ebenso vorsichtig daruntermischen.
Den Teig in die Springform füllen und glattstreichen.
Auf der untersten Schiene etwa 40 Min. backen. Mit einem Holzstäbchen prüfen, ob der Kuchen durchgebacken ist.
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Er entfaltet sein Aroma am besten nach einem Tag, kann also gut im Voraus zubereitet werden. Vor dem Servieren kann man ihn ganz einfach mit Puderzucker bestäuben und pur genießen. Schon so schmeckt er vorzüglich. Man kann ihn auch, ganz klassisch, dick mit Johannisbeer-Gelee bestreichen. Eine Preiselbeersahne passt ebenfalls hervorragend dazu.
Oder Ihr füllt ihn wie ich mit einer Sahnecreme. Lasst Eurer Kreativität einfach freien Lauf, und dann: Guten Appetit!