Brombeerkonfitüre

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

nach wochenlanger extremer Hitze können wir heute ein wenig durchatmen. Geregnet hat es aber leider immer noch nicht. Das bedeutet, heute Abend ist wieder kräftiges Gießen angesagt. Wie gut, dass wir einen Brunnen haben, sonst würden unsere Wasserkosten ins Unermessliche schießen!

Da die Wohnung sich mittlerweile auch ziemlich aufgeheizt hat, vermeide ich es, so gut es geht, den Herd einzuschalten. Unsere gesammelten Wildbrombeeren habe ich ja zum Glück sofort zu Konfitüre verarbeitet:

Zunächst habe ich sie ganz kurz in eine große Schüssel mit Wasser gegeben, so dass sie gut bedeckt waren, damit etwaige Maden an die Oberfläche steigen. Glücklicherweise war es nur eine einzige. In einem großen Sieb durften die Beeren dann gut abtropfen.

Darauf bedeckte ich den Boden eines ausreichend großen Topfes mit Wasser und gab die Brombeeren hinein. Im geschlossenen Topf ließ ich sie nun kurz aufkochen.

Sobald sie wieder etwas abgekühlt waren, passierte ich sie portionsweise durch ein Sieb. Wen die Kerne nicht stören, der braucht sich die Arbeit nicht zu machen.

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Das Fruchtmark wog ich ab und fügte die gleiche Menge Zucker hinzu, aufgeteilt in 50% normalen Haushaltszucker und 50% Gelierzucker 1:1.

Nun sterilisierte ich die bereits sauberen Marmeladengläser: Sie wurden auf ein feuchtes Tuch gestellt und mit kochendem Wasser gefüllt. Danach goss ich das Wasser vorsichtig wieder aus, um mich nicht zu verbrühen.

Die Zucker-Frucht-Mischung wurde jetzt in einem ausreichend großen Topf unter Rühren zum Kochen gebracht und durfte bis zum Gelierpunkt kochen. Etwas Zitronensaft verfeinerte das Aroma zusätzlich. Der Gelierpunkt ist erreicht, sobald ein Tropfen Konfitüre nicht mehr vom Kochlöffel tropft, sondern hängenbleibt.

Dann musste die Konfitüre nur noch in die sterilen Gläser abgefüllt und gut verschlossen werden.

Tatjanas Freundin und deren Mutter, die gerade bei uns zu Besuch waren, nahmen gerne ein Glas mit nach Hause. Ich vermute, es hat nicht lange überlebt 🙂

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Übrigens: Ganz köstlich schmeckt die Konfitüre auch, wenn man den Brombeeren einige Himbeeren zufügt.

 

 

 

 

 

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The same procedure as every year – Aprikosenkonfitüre‏

Medaillon Mama
Zugegeben: es ist schon ein wenig verrückt, sich bei einer Außentemperatur von +38 °C an den Kochherd zu stellen, um Konfitüre zu kochen. Doch was sollte ich machen: am vergangenen Donnerstag fand ich die ersten passenden Aprikosen für meine Aprikosenkonfitüre. Dickfleischig müssen sie sein, und reif, fast schon überreif. Seltsamerweise hatte ich in diesem Jahr bis dato noch keine gefunden, die qualitativ und preislich auch nur annähernd in Frage kamen. Entweder sie waren hart wie eine Kartoffel oder sündhaft teuer. Bei einem Kilopreis von 7 Eure passe ich einfach.
Am Donnerstag nun entdeckte ich bei meinem Wocheneinkauf tatsächlich die perfekten Früchte zu einem annehmbaren Preis. 2 Kilo wanderten in meinen Einkaufswagen. Leider waren sie abgepackt und mit einem Netz umgeben, so dass ich erst zu Hause feststellte, wie reif sie bereits waren. Das bedeutete, sie mussten sofort verarbeitet werden, wollte ich nicht die Hälfte auf den Kompost werfen müssen.
Schwitzend stand ich also in der 28 Grad heißen Küche und ging ans Werk. Am Ende aber hatte ich 11 Gläschen voll köstlicher Aprikosenkonfitüre vor mir stehen, die sich zu dem Rest von 5 Gläsern letztjährigen gesellten. Dieselbe Menge noch einmal und unser Jahresbedarf dürfte wieder gedeckt sein. Ich hoffe nur, es muss nicht wieder an so einem heißen Tag sein!
Wie ich meine klassische Aprikosenkonfitüre zubereite, habe ich ja bereits im letzten Jahr beschrieben.

Erdbeerkonfitüre mit Holunderblütensirup

Medaillon Mama
Unter meinen 150 Kochbüchern ist auch eine Reihe von Time Life mit Rezeptklassikern aus der ganzen Welt. Hin und wieder nehme ich eines zur Hand, um einfach darin zu stöbern oder um ein bestimmtes Rezept zu suchen. Als ich neulich bei unserem Discounter eine Schale voll kleiner Erdbeeren sah, fiel mir eine Konfitüre aus einem Band der Reihe ein, in dem gerade die kleinen Früchte verarbeitet werden.
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Die Zubereitung unterscheidet sich von der herkömmlichen Art: Man kocht zunächst einen Zuckersirup und darin dann portionsweise die Erdbeeren. Durch jede Portion wird das Aroma des Sirups intensiver und ergibt laut Beschreibung eine Konfitüre, „die nicht zu süß ist, eine tiefrote Farbe und ein erstaunlich intensives Aroma hat“. Klingt doch gut, oder?
Außerdem steht noch eine Flasche von Tatjanas Holunderblütensirup in meinem Kühlschrank. Ebenfalls mit einem intensiven Aroma – nach Holunderblüten. Der ist im Originalrezept nicht angegeben. Doch wie wir von unserem Erdbeer-Holunderblüten-Sirup wissen, passen die beiden ausgezeichnet zusammen. Warum also nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und ein kulinarisches Experiment wagen? Im Originalrezept werden 5 Kilogramm(!) Erdbeeren verarbeitet. Ich habe es erst einmal mit 500 Gramm versucht und die weiteren Zutaten ebenfalls auf ein Zehntel heruntergerechnet.
Die Zutaten:
500 g möglichst kleine Erdbeeren (die größeren habe ich halbiert oder geviertelt)
100 g Zucker (das ist kein Tippfehler!)
100 ml Wasser
außerdem:
100 ml Holunderblütensirup
Saft einer Zitrone
evtl noch:
1 EL Vanillezucker
1 gestrichener EL Apfelpektin (aus dem Reformhaus oder Bioladen)
Ich habe die Erdbeeren vorsichtig gewaschen, versäubert und in 5 etwa gleich große Portionen aufgeteilt. (Die 5 kg im Originalrezept werden in 10 Portionen geteilt.) Außerdem stellte ich eine Schüssel bereit, über die ich ein Edelstahl-Sieb hängte. Und natürlich die Twist-off-Gläser für die fertige Konfitüre. (Es wurden 3 Gläser a ca. 200 ml.)
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In einem Edelstahl-Kochtopf mit dickem Boden löste ich das Wasser und den Zucker bei kleiner Hitze unter Rühren auf und ließ den Sirup anschließend bei stärkerer Hitze 1 Minute kochen.
Dann gab ich die erste Portion Erdbeeren dazu, die ich ebenfalls 1 Minute kochen ließ. Danach nahm ich die Erdbeeren mit einem Schaumlöffel heraus und gab sie in den Durchschlag über der Schüssel.
Darauf wurde die zweite Portion zum Sirup gegeben, ebenfalls 1 Minute gekocht und wieder herausgenommen, anschließend die dritte Portion usw.
Sobald die letzten Portion Erdbeeren aufgebraucht war, goss ich den Holunderblütensirup zusammen mit dem aufgefangenen Erdbeersaft in den Topf und ließ den Sirup wieder 1 Minute einkochen.
Schließlich gab ich die ganzen Früchte dazu. Dies alles wurde noch einmal etwa 10 Minuten bei schwacher Hitze gekocht. Hin und wieder rührte ich vorsichtig um und schmeckte die Konfitüre mit dem Zitronensaft ab.
Um festzustellen, ob sie gelierte, gab ich etwa 1 TL davon auf einen Teller und beobachtete, ob sich eine Haut darauf bildete. Als dies nicht geschah, mischte ich 1 EL Apfelpektin mit 1 EL Vanillezucker, rührte dies unter die heiße Masse und ließ alles noch 1 weitere Minute kochen. Man kann sie natürlich noch weiter einkochen, bis die Gelierprobe mit dem Teller klappt. Ich versuche die Garzeiten aber immer so kurz wie möglich zu halten, damit auch noch Nährstoffe erhalten bleiben.
Schließlich wurde die Konfitüre in die sauberen Twist-off-Gläser gefüllt, die auf einem feuchten Tuch standen.
marmelade 2
Dass sie trotz des Pektins nicht fest, sondern eher dickflüssig ist, stört uns nicht weiter. Dabei ist sie wirklich nicht zu süß, hat aber ein herrliches Erdbeer-Holunder-Aroma. Und die ganzen Früchte darin – einfach lecker!

Erntedank-Special – Holunder-Pflaumen-Marmelade

erntedank
Kürzlich kaufte ich eine Schale mit Pflaumen. Glänzend und beinahe schwarz hatten sie mich richtiggehend „angelacht“. Als ich sie jedoch zu Hause probierte, hätte ich sie am liebsten gleich wieder zurückgebracht. So etwas Geschmackloses war mir schon lange nicht mehr untergekommen. Vielleicht würden sie noch etwas nachreifen? Ich hätte es wissen müssen: Pflaumen, die nach gar nichts schmecken, werden auch nach ein paar Tagen nicht besser. Kompott? Mit etwas Zucker, Zimt und Zitronensaft gekocht, waren sie dann doch genießbar. Nun hatte ich aber immer noch einige der appetitlich aussehenden Früchte übrig. In Verbindung mit Holunderbeersaft als Konfitüre könnte es gehen. Holundersaft hatten wir noch genug im Gefrierschrank. Der muss sowieso entlastet werden, damit ich ihn demnächst abtauen kann.
Hol-Pfl.XIX
Ich entfernte den Stein aus den Pflaumen, schnitt sie in Stücke und wog sie ab. Es waren 500 g, die ich mit derselben Menge Gelierzucker und zwei EL Wasser verrührte und kurz aufkochen ließ.
Zu den 750 ml Holundersaft gab ich ebenfalls 500 g Gelierzucker, fügte die aufgekochten Pflaumen sowie ein etwa 3 cm langes Stück Zimtstange und ein Eckchen Sternanis hinzu. Dann kochte ich das Ganze auf und ließ es unter ständigem Rühren etwa 15 Minuten kochen. Zwischendurch schmeckte ich die Masse mit dem Saft einer halben Zitrone ab. Die Gelierprobe am Kochlöffel und auf einem Teller war allerdings nicht zufriedenstellend und wurde auch nach weiteren 5 Minuten nicht besser. Also verrührte ich 1 EL Zucker mit 2 EL Apfelpektin-Pulver und rührte dies unter die kochende Konfitüre. Nach einer weiteren Minute war ich mit der Gelierprobe zufrieden. Ich entfernte die Gewürze und füllte die Konfitüre in die mit kochendem Wasser sterilisierten und bereitgestellten Twist-off-Gläser.
Holunder-Pflaume
Und wer hätte das gedacht? Als wir die Konfitüre am nächsten Morgen probierten, da wusste ich: das wird in dieser Saison meine Lieblingsmarmelade!
Ob wohl noch welche für Geschenke übrig bleiben werden?

Aprikosenkonfitüre ganz klassisch

Am Montag entdeckte ich bei Aldi reife und aromatische Aprikosen zu einem für die Jahreszeit durchaus annehmbaren Preis. Mein Mann bekam leuchtende Augen, denn er liebt Aprikosenmarmelade. (Die korrekte Bezeichnung ist natürlich Aprikosenkonfitüre.) Also nahm ich ein Schälchen mit und kochte daraus die erste Aprikosenkonfitüre dieser Saison.
Das geht ganz einfach:
Einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen.
Die Aprikosen hineingeben und 1 – 2 Minuten darin lassen, dann herausnehmen und kurz mit kaltem Wasser abschrecken.
Nun lässt sich die Haut ganz leicht abziehen. Danach die Früchte halbieren, den Stein entfernen und das Fruchtfleisch in Stücke schneiden.
Das Fruchtfleisch wiegen und dieselbe Menge an Gelierzucker 1:1 dazugeben. Alles gut verrühren.
Die Masse in einem Topf zum Kochen bringen, 3 Minuten unter Rühren sprudelnd kochen lassen.
Ein Schuss frisch gepresster Zitronensaft, zum Schluss hinzugefügt, hebt das Aroma.
Die fertige Konfitüre in penibel saubere Twist-off-Gläser füllen und gut verschließen. Fertig.
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Ich koche während der kurzen Aprikosensaison immer einen ganzen Jahresvorrat, denn die selbstgemachte Aprikosenkonfitüre behält ihr Aroma etliche Monate lang und schmeckt außerdem viel besser als die gekaufte. Allerdings reicht unser „Jahresvorrat“ nie wirklich für ein ganzes Jahr, so dass wir jedes Mal schon ungeduldig auf die neue Ernte warten.
Mein Mann sah heute Morgen jedenfalls ganz glücklich aus, als er in sein Frühstücksbrötchen mit der neuen „Aprikosenmarmelade“ biss.

Küchlein am Stiel – Marmeladen-Schoko-Cakepops

Ihr Lieben,

das wird heute der letzte Beitrag meiner Geburtstagsbäckerei. Von meiner Freundin habe ich zu Weihnachten einen Cake-Pop-Maker geschenkt bekommen, der musste natürlich auch ausprobiert werden.

Im Internet habe ich dieses Rezept gefunden und wie immer etwas abgewandelt. So habe ich etwas weniger Milch genommen und den Rest der Flüssigkeit durch Rum ersetzt. Höhö 🙂

Der Prozess des Backens erfordert keine genaue Beschreibung. Den Teig in einen Spritzbeutel füllen, in die Mulden drücken, backen, rausnehmen, fertig. Super einfach, aber das Ergebnis war toll.

Jetzt mussten die kleinen Bällchen nur noch in Schokolade getaucht werden. Aber da das Motto der ganzen Backerei ja Beeren war, habe ich sie zunächst in selbstgemachte, erhitzte Pflaumen-Holunder-Marmelade getaucht. Das gibt einen schönen Ausgleich der Süße der Schokolade mit der Säure der Marmelade. Hmmmm.

Die Stiele habe ich ebenfalls in die Marmelade getaucht, damit die Cake-Pops halten. Dann die Marmelade fest werden lassen, in der Zwischenzeit die Schokolade schmelzen und die abgekühlten Cake-Pops hinein tauchen.

Mit ein bisschen Goldpuder garnieren und fertig 🙂

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