Herbstküche mit selbstgemachten Nudeln und Kürbis-Maronen-Sauce

medaillon tatjana

Ich habe eine italienische Nudelmaschine (von Mama geklaut). Aber irgendwie nutze ich sie so gut wie nie. Doch jetzt im Herbst habe ich immer Lust, mich in der Küche auszutoben. Außerdem hat eine meiner Freundinnen gerade ein Baby bekommen und eine andere hatte Geburtstag – und da selbstgemachte Nudeln das perfekte Gechenk sind, habe ich für einen Abend meine heimatliche Nudelmanufaktur eröffnet.

Nudelrezepte gibt es zu Tausenden im Internet. Ich habe mich für eines von Christian Rach entschieden und der Teig wurde perfekt. Geschmeidig, ohne zu kleben oder zu brechen. Übrigens: In den Nudelteig kein Salz geben, das entzieht den Nudeln die Flüssigkeit und lässt sie brechen.

WP_20150930_016

Für den Teig braucht ihr:

500g Mehl

4 Eier

6 Eigelb

2 EL Olivenöl

Die Menge reicht sicher für 8 Personen, daher einfach die Menge halbieren, wenn ihr nicht so viele braucht.

Das Mehl in eine Schüssel sieben, in der Mitte eine Mulde machen und die Eier sowie die Eigelbe hineingeben. Das Olivenöl dazu und dann kneten, kneten, kneten, bis ihr einen geschmeidigen Teig erhaltet.

WP_20150930_006

Der Teig sollte in Frischhaltefolie eingewickelt mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen.

Dann den Teig dünn ausrollen oder durch die Nudelmaschine schicken. Tagliatelle schneiden, diese ca. 30 Minuten hängend antrocknen (ich nutze dafür meinen Wäscheständer, Stuhllehnen eignen sich aber auch). Dann die Nudeln mit Mehl bestäuben, mit einer Gabel zu Nestern rollen und über Nacht offen liegen lassen.

WP_20150930_007

Wenn ihr die Nudeln nicht sofort verbrauchen möchtet, lassen sie sich entweder wegfrieren oder in dekorativen Gläsern stapeln.

Ich habe einen Teil der Nudeln mit zu meiner Freundin genommen und sie dort mit dieser fantastischen Kürbis-Maronen-Sauce zubereitet.

Noch ein herbstliches Schmankerl – Kürbis-Ravioli

medaillon tatjana

Einmal im Monat bin ich in der Regel mit meinen Mädels bei Vapiano – nämlich immer dann, wenn Ladies Night ist und es kostenlos einen Aperitif und ein Dessert und ein Goodie-Bag gibt. 🙂 Letztes Mal gab es grandiose Kürbis-Ravioli – und immer, wenn ich irgendwo anders etwas Grandioses probiere, muss ich es zu Hause nachkochen.

6tag_150915-185432

Also habe ich mir ein Rezept aus dem Internet gesucht und einfach losgelegt 🙂 In diesem Fall habe ich ein Rezept von Lea Linster gefunden.

Ihr braucht:

150g Mehl

1 Ei

2 Eigelb

1 EL Olivenöl

Gebt das Mehl in eine Schüssel, formt in der Mitte eine kleine Mulde, gebt die restlichen Zutaten dazu und dann heißt es kneten, kneten, kneten, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist.

In Frischhaltefolie eingewickelt mindestens eine Stunde, am besten aber über Nacht, kaltstellen.

Für die Füllung brauchen wir:

1 Hokkaido-Kürbis

1 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1 Stück Ingwer (in etwa so groß wie die Knoblauchzehe)

1 Stich Butter

60g frisch geriebener Parmesan

1 Eigelb

Muskat, Salz und Pfeffer

Den Kürbis abschrubben, entkernen und in etwa 2x2cm große Würfel schneiden. Beim Hokkaido kann man die Haut mitessen, jeder andere Kürbis muss geschält werden.

Die Butter in einem Topf erlassen und die gewürfelte Zwiebel glasig andünsten. Dann die Kürbiswürfel dazugeben und bei kleiner Hitze weich dünsten. Den Topf offen lassen, die Flüssigkeit muss verdunsten können.

Wenn der Kürbis weich ist, mit dem Stabmixer pürieren und kurz abkühlen lassen. Dann den Parmesan dazugeben, mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken und das Eigelb unterrühren.

WP_20150915_008

Dann können unsere Ravioli geformt werden. Mit dem Nudelholz oder der Nudelmaschine den Teig ganz dünn ausrollen und kreisförmig ausstechen. Wenn ihr keinen runden Ausstecher habt, nehmt einfach ein Wasserglas oder eine Tasse 🙂

WP_20150915_006

Mit einem Teelöffel ein bisschen Füllung in die Mitte geben, den Rand mit ein bisschen Wasser bepinseln, zusammenklappen und festdrücken.

WP_20150915_010

Wenn ihr nicht alle Ravioli auf einmal verbrauchen möchtet, wendet sie einfach in Mehl, stapelt sie in Tupper und friert sie weg. 🙂

WP_20150915_011

Dann ganz normal kochen und mit ein bisschen Salbei-Butter genießen.

WP_20150915_012

Ich hatte mich für eine Kürbis-Lauch-Sauce dazu entschieden, das Rezept findet Ihr hier 🙂 Den Ricotta habe ich weggelassen (bzw. vergessen) 🙂 Aber es war auch ohne grandios.

Bunter Nudelsalat für heiße Tage und Parties

Medaillon Mama
Momentan gehen die Temperaturen bei uns rauf und runter, d.h. an einem Tag ist es brütend heiß, am anderen erreichen sie noch nicht einmal die 20-Grad-Marke. Nach der vergangenen Affenhitze von fast 40 °C können wir so aber immer wieder ein wenig durchschnaufen. Und auch der Kochherd sowie der Backofen kommen zeitweise wieder zum Einsatz. Doch sobald die nächste Hitzewelle naht, stellt sich für uns wieder die Frage, was auf den Tisch kommen soll. Meine Männer brauchen da nicht lange nachzudenken: Nudelsalat ist immer willkommen. Ich kann ihn auf Vorrat herstellen und mit ein paar Würstchen, einem Schnitzel etc. braucht man nicht lange in der Küche zu stehen und zu schwitzen. Und ob ich will oder nicht: irgendwie kommt am Ende immer mehr heraus, als ich eigentlich machen wollte. Ich habe nichts dagegen, denn so lässt sich das Anschalten einer unnötigen Wärmequelle wie der Herdplatte für ein paar Tage vermeiden.
nudelsalat Die Mengenangaben zu diesem Rezept sind nur Vorschläge; man kann sie ganz nach Belieben verändern, weitere Zutaten hinzufügen oder weglassen. Normalerweise verwende ich gerne viel frisches oder TK-Gemüse; doch wenn es ganz schnell gehen muss, könnt Ihr auch auf Dosenware zurückgreifen.
Für ca. 6 Portionen braucht Ihr:
1/3 Pckg. Gabelspaghetti (das sind etwa 200 g)
je 1 Tasse voll Erbsen und Mais, sowie eine rote Paprikaschote (oder alternative 1 Dose „Mexiko Mix“ 425 g)
1/2 Tasse kleingewürfelte saure Gurken
für das Dressing:
ca. 100 g Delikatessmayonnaise
1 EL Tomatenketchup, Chilisauce oder einen anderen Ketchup (nach Geschmack)
1-2 EL milden weißen Balsamico
Salz, Pfeffer, evtl. 1 Prise Zucker
etwas Wasser zum Verdünnen der Salatsauce
Die Gabelspaghetti nach Anweisung bissfest kochen, abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken. Gut abtropfen lassen und in eine Schüssel geben.
Das Gemüse mit ganz wenig Wasser und etwas Salz dünsten, abgießen und zu den Spaghetti geben. Abkühlen lassen.
 Nudelsalat
Aus den restlichen Zutaten ein dickflüssiges Dressing mischen, herzhaft abschmecken (etwas kräftiger, also Ihr normalerweise würzen würdet) und über Gemüse und Nudeln geben. Alles vorsichtig vermischen und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen. Vor dem Servieren gegebenenfalls noch einmal abschmecken.
Wer mag, kann natürlich noch anderes Gemüse, gekochte Eier, kleingeschnittene Würstchen oder Fleischwurst, Kräuter, wie gehackte Petersilie, usw. dazugeben.
Der Salat schmeckt auch am zweiten oder dritten Tag noch.
Jetzt bleibt mir Euch und uns nur noch zu wünschen, dass wir alle die nächste Hitzewelle gut überstehen.