Osterlämmchen aus Nusskuchen mit (selbstgemachtem) Eierlikör

medaillon tatjana

Frohe Ostern, liebe Leser!

In unserem letzten Beitrag haben wir Eierlikör selbst gemacht – und dann einen Teil direkt zum Backen verwendet.

Ich hatte im Internet ein Rezept für Nusskuchen mit Eierlikör gefunden und was lag näher, als, eine Woche vor Ostern, ein Lämmchen zu backen.

Ihr braucht:

100g Mehl

50g Speisestärke

1 Pck. Backpulver

200g Nüsse

5 Eier

200g Butter

180g Zucker

1 Pck. Vanille-Zucker

1 Prise Salz

1 Tasse (200ml) Eierlikör

2 EL weißen Rum

100g Raspel-Schokolade (dunkel)

Den Ofen auf 175°C vorheizen. Unsere Lämmchen-Formen sind aus Weißblech, also haben wir mit Umluft gebacken. Die modernen Antihaft-Förmchen sind in der Regel für Ober-/Unterhitze gemacht. Stellt den Ofen also entsprechend eurer Form ein.

Die Förmchen gründlich buttern und mit Paniermehl auskleiden.

Mehl, Stärke, Nüsse und Backpulver in einer Schüssel verrühren und beiseite stellen.

In einer Rührschüssel die Eier, Butter, Zucker und Salz schaumig rühren. Dann den Eierlikör und den Rum dazugeben und kurz verrühren.

Die Mehl-Nuss-Mischung unterheben, bis ein glatter Teig entsteht. Zum Schluss noch die Raspelschokolade unterrühren.

Den Teig in die vorbereiteten Förmchen geben und bei 180°C ca. 45 Minuten backen. Die Länge ist von der Größe Eurer Form abhängig, also immer mal wieder nachschauen und die Stäbchen-Probe machen.

Vor dem Servieren das fertige Lämmchen mit reichlich Puderzucker bestäuben.

 

Traumpaar – Eierlikör und Tonkabohne

medaillon tatjana

Ihr Lieben,

Ostern ist bei uns Eier-Saison: gekochte Eier, bunte Eier, Kuchen… und natürlich Eierlikör.

In der letzten „essen & trinken“ war ein Rezept für einen Chai-Eierlikör; den wollten wir eigentlich ausprobieren. Da er durch die Gewürze aber zwei Tage in der Herstellung braucht und nicht pasteurisiert wird, haben wir ihn abgewandelt und unser eigenes Rezept kreiert.

Unser Rezept ist mit dem Thermomix in ein paar Minuten zusammengerührt; auf dem Wasserbad macht es ein wenig mehr Mühe. Wenn ihr frische Bio-Eier verwendet, könnt Ihr das Pasteurisieren auch auslassen, aber uns behagte der Gedanke nicht.

Ihr braucht:

100g Zucker

50g Puderzucker

7 Eigelb

75g Wasser

400ml weißer Rum

300ml Kondensmilch

1/2 Vanillestange

Abrieb ca. 1/4 Tonkabohne

Den Puderzucker mit dem Wasser  in einem kleinen Topf zu einem Sirup einkochen und dann abkühlen lassen. Den Rum in den abgekühlten Sirup rühren.

Wir haben die Eigelb im Thermomix pasteurisiert. Dafür den Schlageinsatz einsetzen, die Eigelb mit dem Zucker, dem Mark der Vanilleschote und dem Tonka-Abrieb bei 70°C 7 Minuten  auf Stufe 2 rühren.

Wer keinen Thermomix hat, kann das Pasteurisieren auch im Wasserbad machen. Auch hier das Wasser im Topf erhitzen und die Eigelb-Zucker-Gewürz-Mischung unter ständigem Rühren auf 70°C erhitzen.

Von der Hitze nehmen und unter Rühren erst die Kondensmilch und dann die Sirup-Rum-Mischung hinzugeben. Wir haben dies wieder im Thermomix gemacht und ihn ohne Hitze 4 Minuten auf Stufe 2 rühren lassen.

Die Masse schäumt ziemlich, daher am besten zunächst im Kühlschrank abkühlen lassen, immer mal wieder umrühren und den Schaum abschöpfen, bevor ihr den Eierlikör in sterilisierte Flaschen füllt.

Die Kombination mit der Tonkabohne hat sich als Traumpaar herausgestellt. Sie gibt eine leicht herbe, nussige Note und harmonisiert perfekt mit der cremigen Süße des Eierlikörs.

Eierlikör

Und jetzt wünschen wir Euch traumhaft schöne Ostertage!

 

 

Eierschecke à la Brigitte

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

Ostern naht mit Riesenschritten und wir überlegen bereits, was wir zu diesem Anlass backen werden. Da Eier ja traditionell zu Ostern gehören, spielen sie bei unseren Gedanken fast immer eine Rolle. Eierschecke, ein „Nationalgebäck“ Sachsens wie der Dresdner Stollen, steht schon längere Zeit auf meiner Wunschliste. Erich Kästner, der aus Dresden stammte, soll einmal gesagt haben: „Die Eierschecke ist eine Kuchensorte, die zum Schaden der Menschheit auf dem Rest des Globus unbekannt geblieben ist.“ Ich finde, das muss sich dringend ändern, und möchte hier meinen Teil dazu beitragen. 😉

Eierschecke ist ein Käsekuchen, der aus drei Schichten besteht: Der Boden kann aus Hefe- oder Mürbeteig sein; darauf kommt die Quarkschicht und darüber noch ein Guss, der reichlich Eier enthält. Wie immer gibt es unzählige Varianten – mit oder ohne Rosinen, mit oder ohne Mandeln, Mohn, Schokolade und, wer weiß, was noch …

Bei meiner Version besteht der Boden aus dünnem Hefeteig. Die mittlere Schicht ist eine Mischung aus Quark, Frischkäse und saurer Sahne, der ich einen zitronigen Touch gegeben habe. Das ist zwar nicht authentisch, schmeckt aber frisch und nimmt dem Kuchen etwas von der traditionellen Süße, die heutzutage meist nicht mehr erwünscht ist.

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Die Herstellung ist zugegebenermaßen etwas aufwändig. Wenn man den Hefeteig jedoch schon am Vorabend zubereitet und über Nacht im Kühlschrank reifen lässt, geht es am nächsten Tag recht schnell. In diesem Fall müsst Ihr die angegebene Hefemenge aber auf die Hälfte reduzieren.

Für ein tiefes Backblech oder einen rechteckigen Backrahmen (meiner ist 42 x 29 x 7 cm) werden folgende Zutaten benötigt:

Für den Hefeteig:

500 g Weizenmehl

1/2 Würfel Hefe

1 gehäufter TL Salz

50 g Zucker

1 Ei

250 ml Milch

50 g weiche Butter

Für die „Käseschicht“:

400 g Frischkäse

250 g Magerquark

200 g saure Sahne

200 g Zucker

1 Päckchen Vanillezucker

1 Zitrone (Saft und abgeriebene Schale)

3 EL Speisestärke

2 Eier

Für die Eierschicht:

1 Päckchen Vanillepuddingpulver

500 ml Milch

2 gehäufte EL Zucker

4 Eigelb

100 g feiner Zucker

1 gehäufter EL Speisestärke

4 Eiweiß

1 Prise Salz

Und so geht es:

Zunächst wird der Hefeteig aus den angegebenen Zutaten zubereitet. Eine Anleitung dafür findet Ihr hier. Er darf bei Zimmertemperatur gehen, bis er sich verdoppelt hat. Das dauert je nach Temperatur 1 bis 2 Stunden. (Oder Ihr wählt die Über-Nacht-Variante, s.o.).

Für die Eierschicht müsst Ihr jetzt aus Vanillepuddingpulver, Milch und Zucker nach Anleitung auf der Packung einen Pudding kochen und, mit Frischhaltefolie bedeckt, auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Für die „Käseschicht“ einfach alle Zutaten zusammenrühren, bis der Zucker sich aufgelöst hat und eine glatte Masse entstanden ist.

Das Backblech gut buttern.

Dann rollt Ihr den Hefeteig auf einem leicht bemehlten Backbrett dünn aus und belegt damit das Backblech. (Übrigen Hefeteig könnt Ihr z.B. zu Buchteln verbacken.)

Darauf verteilt Ihr gleichmäßig die „Käseschicht“.

Nun heizt Ihr den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vor.

Für die Eierschicht die Eier sauber trennen. Eigelb und Zucker mit dem Rührgerät so lange schlagen, bis der Zucker sich aufgelöst hat und eine feinporige, cremige Masse entstanden ist. Unter den abgekühlten Vanillepudding rühren. Die Schneebesen gut spülen. Eiklar und Salz zu Schnee schlagen, über die Eimasse geben, Speisestärke darübersieben und unterheben. Die Eiermasse vorsichtig auf die „Käseschicht“ geben und gleichmäßig verteilen.

Kuchen im Backofen auf der 1. Schiene von unten bei 175 °C in 55 – 60 Minuten backen. Im Backofen auskühlen lassen. Der Belag sinkt dabei etwas ein.

Am besten schmeckt die Eierschecke, wenn sie eine Nacht durchgezogen ist.

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Ich wünsche guten Appetit! 🙂

Ideen für den Oster-Brunch

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Ihr Lieben,

Ostern kommt, wie jedes Familienfest, jedes Jahr so plötzlich.

Und für ein paar Last Minute-Ideen dachten wir, wir erinnern Euch noch mal an einige Rezepte, die sich für einen schönen Oster-Brunch eignen.

Unsere gefüllten Eier – ganz nobel mit Kaviar 🙂

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Oder wie wäre es mit folgenden Brotaufstrichen?

Eiersalat

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Milder Avocado-Tzatziki

Tz.Sand

Schöne Salat-Ideen

Rote-Bete-Salat

rote bete salat

Heringssalat

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Wir wünschen Euch tolle Ostertage, ruht Euch aus, genießt die freie Zeit!

After-Easter-Möhrenkuchen

Medaillon Mama
Wir hatten zu Ostern Besuch von lieben Verwandten. Passend zum Fest habe ich einen Möhrenkuchen nach einem „uralten“, bewährten Rezept gebacken. Der Kuchen ist herrlich saftig und hat ein ausgeprägtes Nussaroma. Wer gerne Nusskuchen isst, für den ist dieser Kuchen genau das Richtige.
Die Zutaten:
3 Eier
200 g Zucker
1 Vanillezucker
1/2 TL Salz
200 g Weizen- oder Dinkelmehl
1 TL Backpulver
200 g fein geriebene Möhren
100 g gemahlene Haselnüsse
1/8 l Rapsöl
Zubereitung:
Eine Springform von 26 cm ø einfetten.
Den Backofen auf 175 °C vorheizen.
Das Mehl mit dem Backpulver und den Nüssen mischen.
Die Eier verrühren, Zucker und Salz einrieseln lassen und die Masse schlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat und eine feinporige, hellgelbe Creme entstanden ist.
Die Mehl-Nuss-Mischung vorsichtig unterheben, dann die geriebenen Möhren und das Öl ebenso vorsichtig daruntermischen.
Den Teig in die Springform füllen und glattstreichen.
Auf der untersten Schiene etwa 40 Min. backen. Mit einem Holzstäbchen prüfen, ob der Kuchen durchgebacken ist.
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Er entfaltet sein Aroma am besten nach einem Tag, kann also gut im Voraus zubereitet werden. Vor dem Servieren kann man ihn ganz einfach mit Puderzucker bestäuben und pur genießen. Schon so schmeckt er vorzüglich. Man kann ihn auch, ganz klassisch, dick mit Johannisbeer-Gelee bestreichen. Eine Preiselbeersahne passt ebenfalls hervorragend dazu.
Oder Ihr füllt ihn wie ich mit einer Sahnecreme. Lasst Eurer Kreativität einfach freien Lauf, und dann: Guten Appetit!

Eiersalat als Brot-Aufstrich

Brunch Special Banner

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

wie angekündigt haben wir jetzt wieder ein Special für Euch. Papa hatte Geburtstag und sich einen Brunch gewünscht.

Wir haben uns für das Thema „Skandinavien“ entschieden. Da die Rezepte gelungen sind, stellen wir sie Euch in unseren nächsten Blogposts vor.

Natürlich gehört zu einem skandinavischen Buffet Fisch. Wir entschieden uns für eine Fischplatte mit Räucherlachs und geräucherter Forelle sowie für einen Heringssalat. Passend zur Jahreszeit und zu dem Räucherlachs wollten wir auch einen Eiersalat als Brotaufstrich anbieten.
Dazu nahm ich:
6 hartgekochte Eier
6 EL gute Mayonnaise (50 % Fettgehalt)
etwa 6 Cornichons
1 kleine Schalotte
1 TL Dijonsenf
1 TL Ketchup
1 Spritzer Tabasco
1 TL weißen Balsamico
Salz, Pfeffer
1 Prise Zucker
Die Eier drückte ich einmal längs und einmal quer durch den Eierschneider und bekam so kleine Würfelchen.
Für die Cornichons hatte ich keine schnelle Lösung und schnitt sie deshalb per Hand in ebenso kleine Stücke: also zuerst in Scheiben, dann in Stifte und danach in Würfelchen. Da ich für die anderen Salate noch mehr benötigte, wurde gleich der Inhalt des ganzen Glases so verarbeitet und schon einmal beiseite gestellt.
Die Schalotte schnitt ich so fein, wie ich nur konnte.
Alle anderen Zutaten wurden gemischt und herzhaft abgeschmeckt, denn die Eier „ziehen“ eine ganze Menge Geschmack weg.
Zum Schluss wurde alles vorsichtig vermengt und zugedeckt über Nacht in den Kühlschrank gestellt.
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Auf Brötchen oder Baguette mit einer Scheibe Räucher- oder Gravadlachs ist es für mich der kulinarische Gipfel.
Natürlich ist der Aufstrich auch auf Sandwiches oder einfach pur auf Brot sehr lecker.
Und wenn man Eier und Gürkchen gröber schneidet, ergibt das einen klassischen Eiersalat.
Passt natürlich auch hervorragend zu einem Osterfrühstück 🙂

Retro-Oster-Idee – gefüllte Eier

Mein Vater ist letzte Woche 62 geworden und deswegen gab es am Sonntag einen großen Geburtstagsbrunch mit Freunden. Die Mama hatte eigentlich die Idee, eine Art russisches Buffet zu machen, mal was anderes zu den Frühstücksklassikern Salami und Nutella. Nachdem mein Vater sich aber nun Tiramisu und Marmorkuchen gewünscht hatte, passte das Thema Russland nicht mehr so richtig und so wurde umgeplant.

Die gefüllten Eier sind allerdings geblieben – und das zu Recht! Einfach und schnell gemacht und sehr, sehr lecker – und sie zaubern ein bisschen Retro-Feeling auf den Frühstückstisch 🙂

Und so gehts:

Eier hart kochen, abkühlen lassen, pellen und der Länge nach halbieren.

Den Dotter mit einem kleinen Löffel herauskratzen, in einer Schüssel auffangen. Dann Mayonnaise, Senf und kleingeschnittene Cornichons dazu geben, alles zu einer glatten Masse verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Eier schön auf einem Teller anrichten, mit der Creme füllen und mit Schnittlauch garnieren.

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Dazu gab es Kaviar – gut, zugegeben, es war nur Kaviar-Ersatz. Dieser ist aber durchaus eine günstige Alternative zu echtem Kaviar: Zum ersten wird er aus Makrelenfleisch gewonnen, außerdem werden weniger Zusatzstoffe beigegeben, als in (billigem) echten Kaviar, zum Dritten schmeckt er nicht so fischig und letztendlich überzeugt er natürlich auch vom Preis her.

Wenn man also nicht auf Beluga-Kaviar besteht, kann auch Kaviar-Ersatz durchaus eine gelungene Alternative darstellen.