Unser erster Number Cake (Zahlenkuchen)

Medaillon Mamamedaillon tatjana

Ihr Lieben,

zum runden Geburtstag meiner lieben Nachbarin wollte ich ihr als Überraschung eine Torte backen. Bei meinen Recherchen stieß ich auf den „Number Cake“, also eine Torte in Ziffern. Das war die Idee! Aus Biskuitböden ausgeschnitten, mit Creme gefüllt und hübsch dekoriert, so stand sie mir vor Augen.

Zunächst musste eine passende Unterlage gefunden werden. Ich wählte dafür zwei Servierplatten aus Schiefer, die sich in meinem Fundus befinden, und hatte damit die Größen-Vorgabe für die Ziffern. Geeignete Schablonen-Vorlagen fand ich im Internet und ließ sie mir in der entsprechenden Größe auf Karton ausdrucken: nämlich ca. 35 x 27 cm. Ausgeschnitten passte eine Ziffer genau auf ein Backblech.

Zwei derselben Ziffer aufeinander bedeutete, insgesamt 4 Biskuitböden zu backen. Eine Zahl sollte in hellem, die andere in dunklem, also Schokoladenbiskuit sein. Die beiden Schokoböden bereitete ich einen Tag vorher zu, denn ich finde, dadurch entfaltet sich das Schokoladenaroma besser. Die hellen Tortenböden waren am Morgen des folgenden Tages an der Reihe. So konnten sie erkalten, bevor am Nachmittag „das Finish“ kam. Die Familie meiner Nachbarin stammt aus Griechenland; ihre Lieblingsfarben sind nach den griechischen Landesfarben weiß und blau. Weiß und blau sollte deshalb die Verzierung werden.

Ich rührte den Teig für jedes Backblech separat. Während ein Boden im Backofen war, hatte ich ausreichend Zeit, den Teig für den nächsten vorzubereiten.

Hier die Zutaten für 1 Schokobiskuit-Boden:

4 Eier

120 g Zucker

1 Vanillezucker

1 Prise Salz

130 g Weizenmehl

15 g (= 1 gehäufter EL) dunkler Kakao

(je eine Prise Zimt, gemahlene Gewürznelken und Muskatnuss verstärkt den Schokoladengeschmack)

1 gestrichener TL Backpulver

Die Zubereitung der Biskuit-Böden:

Backblech mit Backpapier belegen.

Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Heißluft vorheizen.

Eier mit Zucker, Salz und Vanillezucker auf höchster Stufe so lange schlagen, bis eine helle, feinporige Crème entstanden ist.

Mehl mit Kakao und Backpulver vermischen und unter die Eiermasse heben.

Teig auf das Backblech streichen und backen. Backzeit 10 – 12 Minuten.

Den fertigen Boden auf ein Kuchengitter stürzen. Backpapier mit einem feuchten Tuch bestreichen und vorsichtig abziehen. Boden vollständig erkalten lassen.

Den zweiten Boden ebenso backen.

Die Zutaten für 1 hellen Biskuitboden:

4 Eier

120 g Zucker

1 Vanillezucker

1 Prise Salz

150 g Weizenmehl

1 gestrich. TL Backpulver

Die beiden hellen Biskuitböden ebenso zubereiten wie die Schokoböden.

Die Zutaten für die Füllung:

6 Becher Sahne à 250 ml.

3  Pckg. Paradiescreme Vanille-Geschmack (ohne Kochen).

Für die Grundlage der Verzierung außerdem noch:

4 Becher Sahne

4 Päckchen Sahnesteif

4 Vanillezucker

(Soll die Crème länger standfest bleiben, 2 Pckg. Gelatine fix statt Sahnesteif verwenden. Achtung: nicht für Vegetarier geeignet!)

und jede Menge essbares Dekomaterial in Blau und Weiß, wie Blaubeeren, Brombeeren, Esspapier-Rosen und -Schmetterlinge, Zuckerstreusel, -perlen und -sternchen sowie essbarer Glitter!

Number cake

Fertigstellung:

Aus den Biskuitböden schnitt ich mit Hilfe der Schablonen und einem scharfen Messer je zweimal die entsprechenden Ziffern aus.

Die Sahne wurde kurz angeschlagen, die Paradiescreme während des Schlagens hinzugefügt und weitergeschlagen, bis eine Crème entstanden war. Je eine der ausgeschnittenen Ziffern legte ich auf die Unterlage und bedeckte die freien Ränder mit Backpapierstreifen. Gut 2/3 der Crème verteilte ich auf den Ziffern und verstrich sie gleichmäßig. Dann wurden die zweiten Ziffern deckungsgleich aufgelegt. Anschließend bestrich ich die Ränder dünn mit der übrigen Creme. Der Teig darf ruhig noch durchscheinen; das nennt man einen „Naked Cake“.

Die Verzierung überließ ich Tatjana. Ich schlug lediglich jeden Becher Sahne einzeln mit einem Tütchen Sahnesteif, vermischt mit 1 Vanillezucker, bis die Sahne fest war. So viel passte jeweils in den Spritzbeutel, mit dem Tatjana die Oberseite der Ziffern verzierte. Zum Schluss durfte sie, wie Ihr seht, ihrer Dekolust freien Lauf lassen.

Number

Fazit: Überraschung gelungen!

 

Coleslaw – Wintersalat mit Weißkohl

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

während andernorts noch Winter herrscht, steht bei uns der Frühling schon in den Startlöchern: die Schneeglöckchen und Krokusse blühen, was das Zeug hält. Bis die ersten, zarten Frühlingsgemüse zu haben sind, wird es allerdings noch dauern. Deshalb habe ich heute einen Salat für Euch, der schön farbig ist und bestimmt die Laune hebt im tristen Grau. Und eines versichere ich Euch: er schmeckt besser als der, den man in einem bekannten Schnellimbiss zu den Hähnchenteilen serviert bekommt. Die Rede ist von Coleslaw, was nichts anderes ist als ein bunter Krautsalat. Ich verwende am liebsten Spitzkohl dazu, denn er ist schön knackig und dennoch zart.

Coleslaw Zutaten

Ihr benötigt:

1 mittelgroßen Spitzkohl

3 Möhren

3 Stangen Staudensellerie

1 Apfel

Salz, Pfeffer

1 kleine Zwiebel

150 g Mayonnaise

150 g Crème fraîche

Zubereitung:

Spitzkohl vierteln und in dünne Streifen schneiden. Möhren raspeln. Sellerie in dünne Scheiben schneiden. Apfel raspeln. Alles mischen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Zwiebel fein würfeln. Mayonnaise und Crème fraîche verrühren, die Zwiebelwürfel daruntermischen. Unter das Gemüse heben. Etwas durchziehen lassen, abschmecken und servieren!

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Einen guten Appetit wünscht Euch

Brigitte

 

 

 

 

Lachs-Frischkäse-Creme

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

es ist noch nicht so lange her, da war Lachs in jeder Form eine edle Delikatesse und deshalb entsprechend teuer. Mit der Massenzucht sanken leider nicht nur die Preise, sondern oft auch die Qualität. Dennoch ist Lachs der Deutschen beliebtester Fisch geworden. Nun kann man in letzter Zeit feststellen, dass die Preise für Lachs stark angestiegen sind, und zwar schon um etwa ein Drittel. Mit schuld daran ist ein kleiner Parasit, der sowohl den wilden, besonders aber den Zuchtlachsbestand schädigt. Wo viele Fische auf engem Raum zusammen sind, kann sich die Lachslaus (Ja, sie heißt wirklich so!) rasant ausbreiten. In Norwegen mussten vereinzelt schon ganze Bestände getötet werden. In Chile ist es eine Algenplage, die den Züchtern zu schaffen macht. Somit scheint der Lachs wieder auf dem besten Weg zu einem teuren Leckerbissen zu sein. Ich werde weiterhein auf Bio- bzw. nachhaltige Wildqualität achten, den Fisch jedoch wohl hauptsächlich nur noch für besondere Gelegenheiten kaufen.

So habe ich kürzlich für eine kleine Feier eine Räucherlachs-Creme als Dip zu einem Glas Sekt gereicht. Ihre Zubereitung ist ganz einfach.

Die Zutaten (die Mengen könnt Ihr nach Bedarf und Geschmack variieren):

150 g Frischkäse, natur

50 g Naturjoghurt und/oder saure Sahne bzw. Crème fraîche

1 EL geriebener Meerrettich aus dem Glas

50 g Räucherlachs

Salz, Pfeffer, evtl. eine Prise Zucker

einige Spritzer Limetten- bzw. Zitronensaft

1 EL gehackter Dill (frisch oder TK)

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Die Zubereitung:

Frischkäse in eine Schüssel geben und glatt rühren. Joghurt und/oder saure Sahne/Crème fraîche daruntermischen, ebenso den Meerrettich.

Räucherlachs klein hacken, unter die Frischkäsemasse heben.

Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Zum Schluss den Dill unterheben.

Zum Dippen mit Kräckern, Tortilla-, Brot-, Gemüse- und anderen Chips oder Grissini. Die Creme schmeckt natürlich auch als Brotbelag, auf Kanapees etc.

Eine weitere Idee für einen Dip findet Ihr hier 🙂