Flusskrebs-Curry mit Avocado und Grapefruit – dazu Pasta

Ihr Lieben,

meine Freundin Alwy und ich hecken etwas aus. Etwas Weihnachtliches. Ohne jetzt mehr verraten zu wollen 🙂

Na ja, auf jeden Fall habe ich dafür mal wieder in der Küche experimentiert – auf Basis eines Rezepts, das ich mal aus einer Zeitschrift ausgerissen und mit dem Smartphone abfotografiert hatte. Und dann hab ich einfach hier ein bisschen was geändert und dort etwas anderes gemacht… Und herausgekommen ist ein durchaus gesellschaftsfähiges Gericht. 🙂

Ihr braucht (für 4 Personen):

2 Avocados

1 Grapefruit

1 Bio Zitrone

1 Bund Frühlingszwiebeln

1 Stück Ingwer (in etwa so groß wie eine Knoblauchzehe)

1 (besagte) Knoblauchzehe

2 Päckchen Flusskrebsfleisch

1 Becher Sahne

1 TL Curry (ein paar Chiliflocken nach Belieben)

1 Paket Nudeln

etwas Basilikum

Das Wasser für die Nudeln aufsetzen und sie nach Packungsanweisung al dente kochen.

Die Grapefruit filettieren (mit dem Messer schälen, bis die weiße Haut komplett entfernt ist und dann die Filets herausschneiden). Die Avocados in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Beides in eine Schüssel geben, den Saft einer halben Zitrone dazugeben, beiseite stellen.

Die Frühlingszwiebeln in feine Scheibchen schneiden, den Knoblauch und den Ingwer fein hacken (oder durch eine Presse drücken), in einer Pfanne mit Olivenöl alles andünsten.

Das Flusskrebsfleisch dazugeben, kurz mitbraten, dann den Curry und ggf. den Chili dazugeben und kurz anrösten, bis er duftet. Mit Weißwein ablöschen und einreduzieren lassen, dann mit Sahne aufgießen.

Einmal aufkochen lassen, dann die Avocados und Grapefruit dazugeben. Ein paar Esslöffel von dem Nudelwasser dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Nudeln in die Pfanne mit der Sauce geben, alles vermengen und mit gehacktem Basilikum garnieren. Voila 🙂

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Ich hatte mich übrigens für Frischei-Nudeln aus dem Kühlregal entschieden, was aber gar nicht so einfach war, da ich ein „Keine-Eier-aus-Bodenhaltung“-Prinzip habe.

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Bei einer einzigen Sorte wurden statt Bodenhaltungs-Eiern Freiland-Eier verwendet. Bio wäre zwar noch idealer, aber na ja. Jedenfalls musste ich jede einzelne Sorte aus dem Regal nehmen und die Rückseite durchlesen. Warum kann man so eine Info nicht auf die Vorderseite schreiben? Jedenfalls erspare ich Euch die Suche, die Marke heißt Steinhaus 🙂

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Lasagne wie beim Italiener

Lasagne ist eigentlich kein Sommeressen. Sie ist mir einfach zu gehaltvoll, zu mächtig für heiße Tage. Wenn die Temperaturen wie zur Zeit jedoch nicht über die 20 °C hinauskommen, darf das Essen auch im Sommer schon mal etwas kräftiger sein. Und ich freue mich über die zusätzliche Wärme, die der Backofen abgibt! Früher habe ich mich gescheut, dieses überaus beliebte Gericht selbst zu kochen, denn es ist schon etwas aufwändig zuzubereiten. Doch mit etwas Planung und ein wenig Übung ist es gar nicht so schlimm.
Bei meiner Familie lande ich damit jedenfalls immer einen Volltreffer.
Ich hatte diesmal aus 800 g eine Sauce Bolognese gekocht, die ich zunächst klassisch zu Spaghetti servierte. Den Rest habe ich aufbewahrt. Sie schmeckt ja auch aufgewärmt sehr gut. So brauchte ich am nächsten Tag nur noch die Bechamel-Käsesauce zu kochen, wobei mir der Thermomix immer eine große Hilfe ist. Der Rest war dann ein Kinderspiel.
Wenn ihr gute Esser seid, braucht ihr für eine 4-Personen-Lasagne:
Sauce Bolognaise:
gut 500 g Hackfleisch (ich nehme reines Rindergehacktes)
1 Zwiebel, in Würfelchen geschnitten
1 1/2 Pckg. passierte Tomaten (750 g)
Salz, Pfeffer, 1 geh. Teel. gekörnte Brühe (natürlich ohne Geschmacksverstärker und all dem anderen künstlichen Zeug)
Bechamel-Sauce:
50 g Butter
40 g Mehl
200 g Sahne
200 g Milch
100 g geriebener Käse (Gouda, Parmesan, Emmentaler etc., auch gemischt)
Salz und Pfeffer
1 Prise geriebene Muskatnuss
1/2 Pckg. fertige Lasagneplatten (die man natürlich auch selbst herstellen kann. Aber dann solltet ihr insges. einen halben Tag Zeit einplanen.)
eine Handvoll geriebenen Käse zum Bestreuen
Für die Sauce Bolognaise wird das Hackfleisch in einer Pfanne kräftig angebraten (das geht am besten in einer großen Edelstahlpfanne oder -kasserole). Sobald ich es das erste Mal gewendet habe, füge ich die Zwiebelwürfel hinzu und brate es unter Rühren weiter, bis es eine schöne braune Kruste hat. Dann erst würze ich mit gekörnter Brühe, Pfeffer und Salz. Zum Schluss kommen die passierten Tomaten dazu. Das Ganze lasse ich unter Rühren aufkochen, löse dabei die Röststoffe vom Pfannenboden und lasse es bei kleiner Hitze einige Minuten köcheln. Am Ende schmecke ich noch einmal ab. Die Sauce Bolognaise sollte etwas flüssiger sein als für Spaghetti Bolognaise, denn die Nudelplatten saugen sehr viel Flüssigkeit auf.
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In der Zwischenzeit kocht mein Thermomix die Bechamel-Käsesauce 🙂
Selbstverständlich kann man sie auch auf dem Herd zubereiten, und das geht so:
Die Butter in einem Topf zerlassen, das Mehl zugeben und hell anschwitzen, bis es duftet. Mit Sahne und Milch aufgießen, ständig rühren und 3–4 Minuten köcheln lassen. Den Käse unterrühren. Würzen und 2–3 Minuten weiterköcheln lassen.
Dann werden beide Saucen und die Lasagneplatten in eine feuerfeste Auflaufform (meine ist etwa 20 x 30 cm groß) geschichtet, und zwar folgendermaßen: Der Boden der Auflaufform wird zunächst etwa 1/2 cm hoch mit Bolognaise-Sauce bedeckt. Darauf kommt eine Lage Lasagneplatten. Falls sie nicht genau passen, breche ich sie zurecht. Hierauf verstreiche ich etwa die Hälfte der Bolognaise-Sauce schön gerade. Als nächstes kommt die Hälfte der Bechamel-Sauce. (Wer möchte, kann etwas geriebenen Käse darüber streuen.) Nun folgt wieder eine Lage Nudelplatten; darauf die restliche Bolognaise und noch eine Lage Nudelplatten. Die oberste Schicht bildet die zweite Hälfte der Bechamel-Sauce und geriebener Käse.
Die Lasagne darf nun für etwa 1 Stunde bei 180 °C im Ofen backen, bis sie goldbraun ist.
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Natürlich kann man für die Sauce Bolognaisse auch frische oder Dosentomaten verwenden sowie Kräuter und Gemüse nach Belieben hinzufügen. Hier sind eurer Kreativität wahrscheinlich nur durch die Abneigungen eurer Mit-Esser Grenzen gesetzt.
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