Leichter Sommer-Sattmacher: Süßkartoffelsalat mit Avocado

medaillon tatjana

Ihr Lieben,

kalendarisch ist es noch nicht ganz Sommer, aber das scheint der Frühling nicht mitbekommen zu haben und fährt sein schönstes Wetter auf. Es ist warm, es ist sonnig, ein Traum 🙂

Und bei der Wärme bleibt der Ofen am besten kalt (in meiner Dachgeschosswohnung sowieso).

Dieser Salat ist perfekt für heiße Tage geeignet. Er ist leicht und gesund und macht trotzdem satt.

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Ihr braucht:

1 Lauchzwiebel

2 Süßkartoffeln

Saft von 1/2 Zitrone

ca. 1 Handvoll Champignons

1 Avocado

2 gekochte oder pochierte Eier

Salz, Pfeffer

Olivenöl

Pesto nach Wahl (zum Beispiel dieses hier)

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Die Süßkartoffeln in Scheiben schneiden und entweder auf einem Blech mit Olivenöl beträufelt oder in etwas Kokosöl in der Pfanne weich rösten.

In der Zwischenzeit die Eier hart kochen und vierteln. Die Champignons putzen und in Scheiben schneiden. Die Avocado ebenfalls in Scheiben schneiden. Die Frühlingszwiebel habe ich in Ringe geschnitten und mit etwas Olivenöl in der Mikrowelle kurz angedünstet (ich vertrage rohe Zwiebeln einfach nicht).

Aus dem Zitronensaft, Olivenöl und Salz und Pfeffer ein Dressing anrühen.

Wenn die Süßkartoffeln weich sind, alles schön auf einem Teller anrichten, das Dressing und etwas Pesto darauf träufeln.

Vegetarisch, lowcarb und (trotzdem) richtig lecker 🙂

 

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Hurra – es ist wieder Bärlauch-Zeit!

Endlich ist es soweit! Ich kann mir wieder Kräuter aus meinem Garten holen. Ja klar, einige konnte ich auch im Winter ernten: Rosmarin, Thymian und sogar Salbei, der im vergangenen milden Winter beschloss, einfach weiter zu wachsen. Aber Schnittlauch, Petersilie, meine diversen Minzsorten und Basilikum hatten sich wie in jedem Herbst zurückgezogen. Der Bärlauch verschwindet sogar schon im späten Frühjahr, sobald er geblüht hat. Es sind also jedes Jahr nur ein paar Wochen, in denen man das frische Kraut genießen kann. Nun habe ich die ersten Blätter in den Beeten entdeckt und sogar schon einige geerntet. Viel ist es noch nicht, aber wenn die Temperaturen so bleiben, dauert es nur noch ein paar Tage und durch den Garten weht der bekannte Knoblauchduft. Das bedeutet für mich: der Frühling ist nun endgültig da! Meine Familie schmeckt das dann auch, denn ich gebrauche Bärlauch dann oft und gerne.
Wusstet Ihr, dass der Bärlauch, der ja sozusagen direkt vor unserer Haustür wächst, noch gesünder ist als sein (eigentlich asiatischer) Verwandter, der Knoblauch? Schon die alten Römer, Gallier und Germanen kannten seine heilsame Wirkung bei verschiedenen Erkrankungen. Später geriet dieses Wissen allerdings in Vergessenheit. Doch in den letzten Jahren hat man diese Pflanze für die Küche und, nicht zuletzt durch die Forschungsergebnisse der modernen Medizin, auch als Heilpflanze wiederentdeckt. Die meisten Menschen, die Knoblauch nicht vertragen, haben übrigens bei Bärlauch keine Probleme.

Bärlauch ist gesund, denn
er reguliert den Blutdruck,
wirkt blutbildend,
hält die Blutgefäße frei von Ablagerungen,
schützt vor Herzinfarkt, Schlaganfall und Thrombose,
reinigt das Blut und auch den Darm,
regt den Stoffwechsel, die Magensaft- und Gallebildung an,
hilft bei Eisenmangel,
wirkt sich positiv bei Gicht und Diabetes aus,
lindert Entzündungen wie Bronchitis
und soll sogar Wechseljahresbeschwerden positiv beeinflussen, u.v.a.m.
Er eignet sich also ideal für eine Rundum-Frühjahrskur!
Wo bekommt man Bärlauch?
Bärlauch wächst in feuchten Wäldern, gerne unter Buchen. Da die Blätter aber denen des giftigen Maiglöckchens sehr ähnlich sehen, ist eine Verwechslungsgefahr nicht ausgeschlossen. Ein sicheres Erkennungsmerkmal von Bärlauch ist der knoblauchartige Geruch.
Man kann ihn auch im Garten anbauen. Dort wächst er an humusreichen schattigen und feuchten Stellen, die nicht umgegraben werden, so dass die Pflanzen sich in Ruhe ausbreiten können. Ich habe vor Jahren ein paar Zwiebelchen geschenkt bekommen und finde ihn nun an immer wieder neuen Plätzen in meinem naturnahen Garten.
Wer keinen Garten hat, kann ihn im Frühling immer häufiger auf dem Wochenmarkt oder sogar in der Gemüseabteilung gut sortierter Supermärkte kaufen.
Wie kann man Bärlauch verwenden?
Am gesündesten ist die Pflanze, wenn sie roh verwendet, also kleingeschnitten oder -gehackt über Salat, Gemüse oder Suppen gestreut bzw. in Dipps oder Butter gerührt wird. Man kann auch ein Pesto daraus zubereiten, die Blätter wie Spinat dünsten, Suppe davon kochen usw. usw.  Im Internet lassen sich unzählige Rezepte finden.
Um Bärlauch zu konservieren, kann man
die ganzen oder gehackten Blätter in einer Plastikdose oder einem Gefrierbeutel einfrieren;
fein gehackten Bärlauch mit wenig Wasser oder Öl vermischen und portionsweise in einem Eiswürfelbereiter einfrieren;
fein gehackte oder in Öl pürierte Blätter mit Öl bedeckt in ein Schraubglas füllen und im Kühlschrank aufbewahren;
Bärlauchöl, Bärlauchbutter, Bärlauchsalz herstellen.
Zu medizinischen Zwecken ist er auch in Kapselform erhältlich.
Nach der trockenen Theorie möchte ich Euch nun mit meinem Lieblingsrezept Lust machen, Bärlauch doch selbst einmal auszuprobieren. Ich habe es vor einiger Zeit im Internet auf http://www.chefkoch.de entdeckt:
1 Portion Pizzateig (ich mache ihn selbst; es geht natürlich auch fertig gekaufter) mit Schmand bestreichen,
mit Salz und Pfeffer würzen,
etwa 1 Handvoll in Streifen geschnittenenen Bärlauch darauf verteilen,
3 – 4 Scheiben in Streifen geschnittenen Schinken ebenfalls darauf verteilen,
mit 150 – 200 g geriebenem Käse bestreuen,
bei 175 °C etwa 20 Minuten backen, bis die Ränder appetitlich braun sind.
Guten Appetit!

Schmeckt wie Frühling am Mittelmeer – Orangenminz-Pesto

Woher ich weiß, wie Frühling am Mittelmeer schmeckt? Ich weiß es nicht 🙂
Aber auch hier sieht es ja bereits verdächtig nach Frühling aus. Damit beginnt auch für die Gärtnereien die Saison. Überall sieht man Frühlingsblüher; aber auch die ersten Kräuter werden schon angeboten. Zum Auspflanzen ist es für die meisten von ihnen zwar noch zu früh, aber für die Planung ist jetzt genau die richtige Zeit und man kann sich schon die ersten Anregungen holen. Letztes Jahr habe ich noch kurz vor Saisonende supergünstig einen Topf mit Orangenminze erstanden. Auf dem Blumenstecker stand ein Rezept für ein Orangenminz-Pesto. Ich habe es ausprobiert und war so begeistert von dem herrlichen Aroma, dass die beiden Gläschen in Nullkommanix leer waren.
Ich möchte Euch das Rezept nicht vorenthalten: vielleicht bekommt Ihr ja auch Lust, Euch Orangenminze in den Garten zu holen. Allerdings findet man sie wohl nur in gut sortierten Gärtnereien. Ich habe sie im Topf zu überwinten versucht; hoffentlich ist mir das gelungen. Andernfalls weiß ich ja jetzt, wo ich sie bekomme.
Hier also das Rezept:
1 Tasse geröstete Cashewkerne
1 Tasse Basilikum-Blätter
1 Tasse Orangenminz-Blätter
1 Tasse gutes Olivenöl
abgeriebene Schale von einer Bio-Orange
Salz, Pfeffer
Alles zusammen in einem hohen Gefäß mit dem Schneidstab pürieren und abschmecken – das Öl nach und nach zugeben. Das Pesto in ein Schraubglas füllen. Darauf achten, dass es immer mit Olivenöl bedeckt ist. Gut verschlossen in den Kühlschrank stellen. Für Nudeln, Salatsaucen, Gemüsegerichte, Dips etc., etc.
P.S. Heute habe ich die allerersten Blättchen Bärlauch in meinem Garten geerntet. Darüber demnächst mehr.