Wir begrüßen den Herbst – mit einer amerikanisch-deutschen Pumpkin Pie

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Ihr Lieben,

wir sind aus dem Urlaub und somit auch auf dem Blog zurück. Und es gibt so einiges zu feiern. Die Geburt eines kleinen neuen Erdenbürgers, zwei weitere Geburtstage und den Beginn der dritten Jahreszeit.

Wir feiern mit einer amerikanischen Pumpkin Pie, die wir ein bisschen eingedeutscht haben.

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Für den Teig habe ich einen typisch deutschen Mürbteig genommen. Und wie immer habe ich das Rezept der kaputt gegangenen Apfeltörtchen verwendet. Das funktioniert einfach immer, ist perfekt in der Konsistenz und im Geschmack: Nicht zu krümelig oder fettig und vor allem nicht zu süß.

Für die Füllung habe ich mich an Jamie Olivers Rezept versucht, dieses aber wie immer ein bisschen abgewandelt.

Zunächst braucht Ihr

einen Hokkaido, gewürfelt

etwas Muskat, Zimt, gemahlenen Ingwer und gemahlene Nelken

geriebene Zitronenschale und den Saft einer halben Zitrone

4 EL Ahornsirup

200g Creme Double oder Creme Fraiche

3 Eier

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Zunächst müssen wir das Kürbis-Pürree herstellen. Dafür den gewürfelten Kürbis in einem Topf mit einem bisschen Wasser (oder Honig-Met) 🙂 bei mittlerer Hitze weichkochen und abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit könnt ihr schon mal den kalten Mürbteig in eine Quiche-Form geben.

Den Ahornsirup und die Gewürze dem Kürbis hinzufügen und mit dem Stabmixer zu einem glatten Pürree verarbeiten, mit der Schale und dem Saft der Zitrone abschmecken.

Die Eier und die Creme Fraiche oder Creme Double unterrühren und gleichmäßig in der Quiche-Form verteilen.

Wenn ihr noch Teig übrig habt, könnt Ihr noch Blüten oder Herzen (oder beides) ausstechen und die Pie damit verzieren.

Bei 180°C ca. 45 Minuten backen.

Et voila! 🙂

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Wenn Ihr keine Laktose-Intoleranz habt (so wie wir), mit Schlagsahne genießen.

Schau mir in den Backofen, Kleines! …

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… denn es gibt eine waschechte (na ja, fast) amerikanische Blueberry Pie, die quasi auf den letzten Drücker noch an dem filmischen Blogevent von Becky’s Diner teilnimmt.

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Ich starte mit einem Zitat aus einem ganz wunderbaren Film: „…Aber, es bleibt immer ein ganzer Blueberry Pie übrig.“ – „Und was stimmt nicht mit dem Blueberry Pie?“ – „Es ist alles in Ordnung mit dem Blueberry Pie! Die Leute treffen nur eine andere Wahl. Der Blueberry Pie kann nichts dafür. Es will ihn nur keiner.“

Aber da hat er Unrecht, der nette (und ausnehmend hübsche) Jude Law.

Diesen Blueberry Pie will jeder, versprochen 🙂

Warum dieser Film ein Geheimtipp geblieben ist, ist mir ein Rätsel. Eine wunderschöne Geschichte, zauberhaft erzählt von Norah Jones, Jude Law und Nathalie Portman.

Aber vielleicht machen Euch der Trailer – und mein Blueberry Pie – ja Lust auf den Film.

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Los gehts 🙂

In der Regel wird für Blueberry Pie ein Mürbteig verwendet. Ich mag ihn allerdings nicht besonders und da ich zeitgleich eine Zwiebelquiche in Arbeit hatte (das Rezept gibt es dann demnächst), habe ich mich für Hefeteig entschieden. Das Rezept findet ihr beispielsweise hier. Mamas Rezept enthält Dinkelmehl, ich hatte nur Weizenmehl verwendet.

Während der Teig geht, können wir bereits die Füllung vorbereiten.

Dafür brauchen wir:

750 g Blaubeeren

50 g gehackte Walnusskerne

25 g Mehl

150 g Zucker + Vanillezucker

1 Prise Salz

Zimt (nach Belieben)

1 EL Orangensaft

15 g Butter

etwas Eigelb

Butter, Zucker, Mehl, Salz, Zimt und O-Saft verrühren, die Walnüsse und die gewaschenen und verlesenen Blaubeeren vorsichtig unterrühren – aber Vorsicht, sonst wird es Matsch. 😉

Den Backofen auf 220°C vorheizen, in der Zwischenzeit den Hefeteig teilen, die eine Hälfte dünn ausrollen und in eine gefettete Pie-Form geben (ich hab keine und hab mich daher für eine runde Auflaufform entschieden, das ging genauso gut). Den Boden mit Paniermehl bedecken (so wird die austretende Feuchtigkeit der Blaubeeren aufgesogen und der Boden weicht nicht so durch) und die Füllung darauf geben. Die Ränder des Teigs mit Eigelb bepinseln.

Aus dem restlichen Hefeteig eine dünne Platte rollen, diese als Deckel auf die Pie geben, zuschneiden und mit einer Gabel festdrücken.

Dann den Deckel ebenfalls mit Eigelb bepinseln, für einen schönen Glanz und im Ofen 10 Minuten backen. Dann auf 180°C zurück schalten und noch ca. eine halbe Stunde weiter backen. Haltet ihn im Auge, je nachdem wie dick ihr den Teig rollt, geht es schneller oder dauert länger.

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So, aber nun genug gequatscht – ab in die Küche. Und den DVD Player 🙂