Eierschecke à la Brigitte

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

Ostern naht mit Riesenschritten und wir überlegen bereits, was wir zu diesem Anlass backen werden. Da Eier ja traditionell zu Ostern gehören, spielen sie bei unseren Gedanken fast immer eine Rolle. Eierschecke, ein „Nationalgebäck“ Sachsens wie der Dresdner Stollen, steht schon längere Zeit auf meiner Wunschliste. Erich Kästner, der aus Dresden stammte, soll einmal gesagt haben: „Die Eierschecke ist eine Kuchensorte, die zum Schaden der Menschheit auf dem Rest des Globus unbekannt geblieben ist.“ Ich finde, das muss sich dringend ändern, und möchte hier meinen Teil dazu beitragen. 😉

Eierschecke ist ein Käsekuchen, der aus drei Schichten besteht: Der Boden kann aus Hefe- oder Mürbeteig sein; darauf kommt die Quarkschicht und darüber noch ein Guss, der reichlich Eier enthält. Wie immer gibt es unzählige Varianten – mit oder ohne Rosinen, mit oder ohne Mandeln, Mohn, Schokolade und, wer weiß, was noch …

Bei meiner Version besteht der Boden aus dünnem Hefeteig. Die mittlere Schicht ist eine Mischung aus Quark, Frischkäse und saurer Sahne, der ich einen zitronigen Touch gegeben habe. Das ist zwar nicht authentisch, schmeckt aber frisch und nimmt dem Kuchen etwas von der traditionellen Süße, die heutzutage meist nicht mehr erwünscht ist.

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Die Herstellung ist zugegebenermaßen etwas aufwändig. Wenn man den Hefeteig jedoch schon am Vorabend zubereitet und über Nacht im Kühlschrank reifen lässt, geht es am nächsten Tag recht schnell. In diesem Fall müsst Ihr die angegebene Hefemenge aber auf die Hälfte reduzieren.

Für ein tiefes Backblech oder einen rechteckigen Backrahmen (meiner ist 42 x 29 x 7 cm) werden folgende Zutaten benötigt:

Für den Hefeteig:

500 g Weizenmehl

1/2 Würfel Hefe

1 gehäufter TL Salz

50 g Zucker

1 Ei

250 ml Milch

50 g weiche Butter

Für die „Käseschicht“:

400 g Frischkäse

250 g Magerquark

200 g saure Sahne

200 g Zucker

1 Päckchen Vanillezucker

1 Zitrone (Saft und abgeriebene Schale)

3 EL Speisestärke

2 Eier

Für die Eierschicht:

1 Päckchen Vanillepuddingpulver

500 ml Milch

2 gehäufte EL Zucker

4 Eigelb

100 g feiner Zucker

1 gehäufter EL Speisestärke

4 Eiweiß

1 Prise Salz

Und so geht es:

Zunächst wird der Hefeteig aus den angegebenen Zutaten zubereitet. Eine Anleitung dafür findet Ihr hier. Er darf bei Zimmertemperatur gehen, bis er sich verdoppelt hat. Das dauert je nach Temperatur 1 bis 2 Stunden. (Oder Ihr wählt die Über-Nacht-Variante, s.o.).

Für die Eierschicht müsst Ihr jetzt aus Vanillepuddingpulver, Milch und Zucker nach Anleitung auf der Packung einen Pudding kochen und, mit Frischhaltefolie bedeckt, auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Für die „Käseschicht“ einfach alle Zutaten zusammenrühren, bis der Zucker sich aufgelöst hat und eine glatte Masse entstanden ist.

Das Backblech gut buttern.

Dann rollt Ihr den Hefeteig auf einem leicht bemehlten Backbrett dünn aus und belegt damit das Backblech. (Übrigen Hefeteig könnt Ihr z.B. zu Buchteln verbacken.)

Darauf verteilt Ihr gleichmäßig die „Käseschicht“.

Nun heizt Ihr den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vor.

Für die Eierschicht die Eier sauber trennen. Eigelb und Zucker mit dem Rührgerät so lange schlagen, bis der Zucker sich aufgelöst hat und eine feinporige, cremige Masse entstanden ist. Unter den abgekühlten Vanillepudding rühren. Die Schneebesen gut spülen. Eiklar und Salz zu Schnee schlagen, über die Eimasse geben, Speisestärke darübersieben und unterheben. Die Eiermasse vorsichtig auf die „Käseschicht“ geben und gleichmäßig verteilen.

Kuchen im Backofen auf der 1. Schiene von unten bei 175 °C in 55 – 60 Minuten backen. Im Backofen auskühlen lassen. Der Belag sinkt dabei etwas ein.

Am besten schmeckt die Eierschecke, wenn sie eine Nacht durchgezogen ist.

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Ich wünsche guten Appetit! 🙂

Marmor-Quark-Kuchen

Medaillon Mama

Einer meiner Lieblingskuchen ist Käsekuchen. Das Einzige, was mir daran immer nicht so sehr gefallen hat, ist der Mürbeteig drumherum. Erstens verarbeite ich ihn nicht so gerne, und zweitens hat mein Magen wohl etwas gegen diese Verbindung von Butter, Zucker und Mehl. Deshalb habe ich schon lange nach einer Alternative für den herkömmlichen Mürbeteigboden gesucht – und bin kürzlich fündig geworden: Auf http://www.essen&trinken.de entdeckte ich nämlich einen Quark-Kuchen, der nicht nur außerordentlich lecker aussah, sondern mit einem Schoko-Rührteigboden gebacken war. Und weil Marmorkuchen ein Favorit unserer ganzen Familie ist, kam mir die Idee, ihn in einen Marmor-Rührteigboden abzuwandeln. Wegen meiner Laktoseintoleranz habe ich laktosefreien Quark genommen. Frischkäse und saure Sahne sind für mich kein Problem. Das Ergebnis? Unser neuer Familienlieblingskuchen.

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Die Zutaten

für die Quark-Füllung:

200 g Doppelrahmfrischkäse

250 g Magerquark

250 g saure Sahne

110 g Zucker

10 g Vanillezucker

25 g Speisestärke

2 Eier

für den Boden:

100 g weiche Butter

2 Eier

100 g Zucker

1 Prise Salz

160 g Mehl

1 TL Weinsteinbackpulver

1 gehäufter EL dunkles Kakaopulver

1 EL Rum

Zubereitung:

Eine Springform von 26 cm ø fetten.

Die Füllung ist schnell vorbereitet: Zunächst den Frischkäse in einer Schüssel mit dem Schneebesen glatt rühren, Quark, saure Sahne, Zucker, Speisestärke und die beiden Eier hinzufügen und solange rühren, bis der Zucker gelöst ist. Füllung beiseite stellen.

Für den Teig die Butter verrühren, Zucker und Salz hinzufügen und mit den Quirlen des Handrührgerätes schön schaumig schlagen. Jedes Ei einzeln dazugeben und unterrühren, bis eine homogene Masse entstanden ist. Das Mehl mit dem Backpulver darübersieben und zügig mit der Eimasse vermischen.

Die Hälfte des Teiges mit einem Esslöffel in die Springform füllen, ohne ihn zu verstreichen. Unter den restlichen Teig den Kakao und den Rum rühren, ebenfalls in die Springform geben und grob glätten. Die Quarkmasse darübergeben.

Im nicht vorgeheizten Backofen auf der untersten Schiene bei 175 °C Ober-/Unterhitze ca. 60 – 65 Minuten backen, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist. Auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen. Erst dann aus der Springform lösen.

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Meine Springform hat übrigens einen Glasboden, so dass ich immer kontrollieren kann, wie hell oder dunkel der Boden ist.

Ihr möchtet gerne unser Familienrezept für den Marmorkuchen? Lasst es uns einfach wissen.