Rettich-Kimchi

Medaillon Mama

Hallo, Ihr Lieben,

jetzt ist es doch endlich Frühling geworden, und nach dem langen Winter sehnen wir uns alle nach frischer „Kost“. Bei uns gibt es sogar schon den ersten heimischen Spargel. Den lasse ich allerdings noch links liegen, da er erstens sehr teuer und zweitens in beheizten Beeten und unter Folie gezogen ist. Da essen wir doch lieber erst unsere fermentierten Vorräte auf, seien es die grünen Bohnen oder die grünen Tomaten.

Auch Chinakohl-Kimchi , den die ganze Familie liebt, habe ich noch einmal angesetzt. Danach hat man immer ein großes Stück Rettich übrig, und diesmal war der Rettich wirklich riesig gewesen. Wie es der Zufall wollte, war ich neulich in dem Blog „Wilde Fermente“ auf ein Rezept für Rettich-Kimchi gestoßen. Man benötigt zum Teil die gleichen Zutaten wie beim Chinakohl-Kimchi; die Zubereitung geht schnell und ist ganz einfach. So konnte ich den Rest des Rettichs auch gleich verwerten und es war, wie man bei uns sagt, „ein Tun“.

Zuerst wird der Rettich entwässert. Dazu nimmt man:

1 großen weißen Rettich

1 EL Meersalz

1 EL Zucker

Der geschälte Rettich wird in 2 – 3 cm große Würfel geschnitten, in einer Schüssel mit dem Salz und dem Zucker vermischt und darf dann 30 Minuten Wasser ziehen.

In der Zwischenzeit bereitet man die übrigen Zutaten vor:

2 cm Ingwer, schälen und fein hacken

2 – 3 Knoblauchzehen, schälen und ebenfalls fein hacken

2 Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden

2 EL Fischsauce

1 bis 3 EL koreanisches Chilipulver (hatte ich leider nicht, dafür nahm ich nur 1 TL Harissa-Pulver, damit der Rettich nicht zu scharf wird.)

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Sobald der Rettich Wasser gezogen hat, wird die Lake abgegossen und aufgefangen. Die Rettichwürfel mit den weiteren Zutaten sowie 3 EL der aufgefangenen Lake mischen und in ein genügend großes Bügelglas geben. Die Würfel sollen möglichst wenig Zwischenräume haben. Das Glas jedoch nicht bis ganz oben füllen, damit für den Gärprozess noch Platz bleibt. Das Glas verschließen und bei Raumtemperatur an einem dunklen Ort 4 – 5 Tage blubbern lassen. Anschließend in den Kühlschrank stellen und als gesunden Snack genießen.

 

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Carpaccio mit Rettich und Radieschen

medaillon tatjana

Es ist wieder soweit. Wie formulierte meine Freundin Alwy es letztens? Fröhliches Lästern mit Freunden des Unterschichtenfernsehens – aka Germany’s next Topmodel. Aber es ist und bleibt nun mal Tradition seit nunmehr 10 Jahren (puh), dass wir Mädels uns Donnerstags zum Kochen, Quatschen und Essen zu GNTM treffen. Und aus mir unerfindlichen Gründen ist es die einzige Zeit des Jahres, wo wir uns regelmäßig einmal die Woche treffen. Der Kreis erweitert sich manchmal, mal ist er wieder kleiner. Aber noch jedes Jahr kam und kommt er zustande.

Letzten Donnerstag war ich an der Reihe mit der Bewirtung – was bedeutet, dass ich schon Wochen vorher nach Rezepten Ausschau halte und Kochbücher wälze. Irgendwie war ich diesmal aber mit keinem Rezept so richtig glücklich und so entschied ich mich für eine Brotzeit – oder Brettljause, für alle unterhalb des Weißwurst-Äquators.

Meine Kollegin hat mir ein Jausenbrettl geliehen und ich habe mich auf hochwertige Produkte meiner Lieblingsbäckerei Herkules, der Bio-Metzgerei meines Vertrauens Gläser und Schicki-Micki-Bioladens TEMMA konzentriert.

Dips und Beilagen habe ich selbst gemacht, unter anderem dieses Rettich-Radieschen-Carpaccio.

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Ihr braucht:

Einen Rettich

Ein Bund Radieschen

Schnittlauch

Salz & Pfeffer

Olivenöl

einen hochwertigen weißen Balsamico

Den Rettich und die Radieschen hobeln und auf einem schönen Teller anrichten. Salzen, Pfeffern und kurz Wasser ziehen lassen. Mit Essig und Öl beträufeln und mit frisch geschnittenem Schnittlauch bestreuen.

Et voilà. So einfach wie hübsch ist dieses Gericht ein echter Hingucker auf jedem Brotzeit-Tisch.

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