Nachgemacht! Cremigstes Oreo-Eis – ohne Eismaschine!

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Für unseren Topmodels-Abend bei mir habe ich nach einem Dessert gesucht, das ich am Tag vorher vorbereiten kann und das, obwohl einfach und schnell gemacht, richtig was hermacht.

In Kochmädchen’s Blog bin ich schnell fündig geworden. Oreo-Eis sollte es werden.

Ich habe das Rezept minimal abgewandelt, weil meine Dose gezuckerte Kondensmilch 400g statt 380g enthielt und meine Flasche Sahne 500g statt 450. Und da ich so Mini-Reste doof finde,  habe ich einfach alles komplett verwendet.

Ihr braucht also:

500g Sahne

400g Milchmädchen

1 TL Vanillepaste

1 Packung Oreos

Eis

Die Oreos grob hacken – ich liebe diese Stückchen im Eis 🙂

Um sicherzustellen, dass Eure Sahne schön fest wird, sollten alle Zutaten richtig kalt sein. Inklusive Schlagbesen und Schüssel.

Die Sahne also steif schlagen, dann die Kondensmilch und die Vanillepaste dazu geben und vorsichtig unterrühren.

Dann die Oreos unterheben und einfrieren. Es muss nicht zwischendurch gerührt werden, das Eis wird durch das Milchmädchen auch so schön cremig und kristallisiert nicht.

Zum Anrichten habe ich ein paar frische Beeren dazugegeben. Et voilà 🙂

Traditionell hausgemachtes Sauerkraut

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Brigitte: In meiner Kindheit hat noch so mancher Haushalt sein Sauerkraut selbst gemacht. Wenn im eigenen Garten im Spätsommer und Herbst beeteweise Kohlköpfe herangereift waren, wurden sie zum Teil im eigenen Keller eingelagert oder eben gehobelt und mit Salz in Gärtöpfe geschichtet.
Später griff man zur Konservendose oder Vakuumpackung im Supermarkt, sollte man gelegentlich Appetit auf Sauerkraut haben. Überhaupt aß man nicht mehr viel selbst Eingelegtes oder Eingekochtes – und wunderte sich gleichzeitig, warum Allergien und Zivilisationskrankheiten zunahmen. Heute beginnt glücklicherweise ein Umdenken, weil sich langsam die Erkenntnis durchsetzt, dass Ernährung und Gesundheit mehr miteinander zu tun haben, als lange bekannt war. Die Milchsäure- und andere Bakterien spielen dabei eine große Rolle, und der Mensch nutzt sie schon seit Jahrtausenden zum Haltbarmachen von Gemüse. Das heißt dann Fermentation. Nicht nur Gemüse kann man fermentieren, sondern es gibt auch andere fermentierte Lebensmittel, wie z.B. Joghurt, Käse, Sauerteigbrot, Hefegebäck, Essig, Bier, Wein, Sekt (ja, auch Champagner ist fermentiert!) und viele andere mehr. Auch mein Kombucha ist ein fermentiertes Getränk.
Doch Tatjana wollte unbedingt einmal selbst traditionell Sauerkraut herstellen. Wie gut, dass ich in unserem Keller noch einen 5-Liter-Gärtopf stehen hatten, der schon seit Jahren nicht mehr in Gebrauch war! Ich habe also 5 Kilo Sauerkraut von unserem Biobauern besorgt, und dann konnte es am Samstag losgehen. Aber das wird Tatjana Euch selbst erzählen.
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Tatjana: Stimmt. Ich liebe, liebe, liebe Sauerkraut! Und der Gedanke, einfach im Keller eine Wochenration aus dem Fässchen nehmen zu können, ist mehr als verführerisch.
Also haben Mama und ich unsere Termine abgeglichen und dieses Wochenende passte es endlich.
Zunächst heißt es: Alles sorgfältig sterilisieren. Eine kleine Unaufmerksamkeit, das Sauerkraut beginnt zu schimmeln und die ganze Arbeit war umsonst.
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Daher alle Arbeitsflächen, Utensilien und Geräte mit kochendem Wasser abbrühen, mit frischen Geschirrtüchern trocknen und natürlich auch die Hände gründlich, aber ohne Seife, waschen!
Dann kann es losgehen. Eine Lake aus abgekochtem Wasser und Salz herstellen und abkühlen lassen.
Vom Weißkohl die oberen Blätter abnehmen.
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Unser schöner Sauerkrauthobel erwies sich nach kurzer Testphase als stumpf, daher sind wir auf unseren normalen Küchenhobel umgestiegen.
Den Kohl in eine Schüssel hobeln, nach ca. einem Kilo einen gehäuften Teelöffel Salz dazu geben und den Kohl kräftig mit den Händen kneten, bis er Wasser zieht. Dann in das Sauerkraut-Fässchen umfüllen und mit einem Kartoffelstampfer schön fest drücken.
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Diese Schritte wiederholt ihr so lange, bis der Kohl alle ist.
Um das Sauerkraut zu beschweren und unter der Flüssigkeit zu halten, verwendeten wir zwei halbrunde Holzbrettchen und einen großen, schweren Stein – diese wurden im Vorhinein natürlich auch sterilisiert.
Auf das möglichst fest gestampfte Sauerkraut auflegen und so lange Salzlake einfüllen, bis der Stein bedeckt ist.
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Den Deckel auf das Fässchen legen und den Rand mit Wasser füllen – dadurch kommt keine Luft an das Sauerkraut, entstehende Gase im Innern des Fässchens können aber entweichen.
Es empfiehlt sich, das Fässchen schon vor dem Füllen der Lake an einen kühlen Ort zu stellen, sonst lässt es sich nicht mehr heben 😉
Und dann heißt es, Geduld haben! Vier Wochen dürfen wir das Fässchen nicht öffnen. Aber dann, aber dann…
Man kann übrigens ganz viele Gemüsesorten milchsauer einlegen, und was ich besonders toll finde: es funktioniert auch portionsweise in Gläsern. Doch davon ein anderes Mal mehr.

Noch ein herbstliches Schmankerl – Kürbis-Ravioli

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Einmal im Monat bin ich in der Regel mit meinen Mädels bei Vapiano – nämlich immer dann, wenn Ladies Night ist und es kostenlos einen Aperitif und ein Dessert und ein Goodie-Bag gibt. 🙂 Letztes Mal gab es grandiose Kürbis-Ravioli – und immer, wenn ich irgendwo anders etwas Grandioses probiere, muss ich es zu Hause nachkochen.

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Also habe ich mir ein Rezept aus dem Internet gesucht und einfach losgelegt 🙂 In diesem Fall habe ich ein Rezept von Lea Linster gefunden.

Ihr braucht:

150g Mehl

1 Ei

2 Eigelb

1 EL Olivenöl

Gebt das Mehl in eine Schüssel, formt in der Mitte eine kleine Mulde, gebt die restlichen Zutaten dazu und dann heißt es kneten, kneten, kneten, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist.

In Frischhaltefolie eingewickelt mindestens eine Stunde, am besten aber über Nacht, kaltstellen.

Für die Füllung brauchen wir:

1 Hokkaido-Kürbis

1 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1 Stück Ingwer (in etwa so groß wie die Knoblauchzehe)

1 Stich Butter

60g frisch geriebener Parmesan

1 Eigelb

Muskat, Salz und Pfeffer

Den Kürbis abschrubben, entkernen und in etwa 2x2cm große Würfel schneiden. Beim Hokkaido kann man die Haut mitessen, jeder andere Kürbis muss geschält werden.

Die Butter in einem Topf erlassen und die gewürfelte Zwiebel glasig andünsten. Dann die Kürbiswürfel dazugeben und bei kleiner Hitze weich dünsten. Den Topf offen lassen, die Flüssigkeit muss verdunsten können.

Wenn der Kürbis weich ist, mit dem Stabmixer pürieren und kurz abkühlen lassen. Dann den Parmesan dazugeben, mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken und das Eigelb unterrühren.

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Dann können unsere Ravioli geformt werden. Mit dem Nudelholz oder der Nudelmaschine den Teig ganz dünn ausrollen und kreisförmig ausstechen. Wenn ihr keinen runden Ausstecher habt, nehmt einfach ein Wasserglas oder eine Tasse 🙂

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Mit einem Teelöffel ein bisschen Füllung in die Mitte geben, den Rand mit ein bisschen Wasser bepinseln, zusammenklappen und festdrücken.

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Wenn ihr nicht alle Ravioli auf einmal verbrauchen möchtet, wendet sie einfach in Mehl, stapelt sie in Tupper und friert sie weg. 🙂

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Dann ganz normal kochen und mit ein bisschen Salbei-Butter genießen.

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Ich hatte mich für eine Kürbis-Lauch-Sauce dazu entschieden, das Rezept findet Ihr hier 🙂 Den Ricotta habe ich weggelassen (bzw. vergessen) 🙂 Aber es war auch ohne grandios.

Laktosefreier Joghurt selbst gemacht

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Schon als Kind mochte ich keine Milch, obwohl wir auf dem Land wohnten und sie immer frisch gemolken direkt vom Bauern holten. Dann wurde sie abgekocht, und wir Kinder tranken zum Frühstück ein gesüßtes Kakaogetränk, das damals in Mode war und sich „… der Plantagentrank“ nannte. Manch einer von Euch erinnert sich bestimmt noch daran. Das liebte ich, aber ansonsten mied ich die Milch. Später bekam ich Durchfall, wenn ich Kaffee mit Milch getrunken hatte. Am schlimmsten war es während der Schwangerschaft: Da hatte ich oft Heißhunger auf Käsekuchen; doch immer wenn ich ein Stück gegessen hatte, lag ich wenig später mit Bauchkrämpfen auf der Couch. Es dauerte aber noch etliche Jahre, bis mir klar war, dass ich eine Laktoseintoleranz habe, also keinen bzw. nur wenig Milchzucker vertrage. Das ist keine Krankheit und auch keine Allergie: Heute weiß ich, dass mein Körper einfach nicht genung von dem Enzym produziert, das den Milchzucker im Dünndarm aufspaltet. Dadurch gelangt er in den Dickdarm und wird dort von Bakterien verarbeitet. Die Folge sind Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit, ein aufgedunsener Bauch etc.
Bis vor einigen Jahren wusste man noch nicht viel darüber, obwohl hierzulande mindestens 15 % aller Menschen von einer Laktoseintoleranz betroffen sind.( In Asien übrigens ist es die Mehrzahl.) Mittlerweile gibt es viele laktosefreie Milchprodukte, sinnvolle und unsinnige, so dass eine ganze Industrie davon lebt. Butter oder die meisten Hartkäse zum Beispiel enthalten so wenig Laktose, dass ich sie problemlos essen kann. Die extra mit „laktosefrei“ beworbenen Produkte sind schließlich um einiges teurer. Normalen Joghurt kann ich ebenfalls ab und zu essen, ohne gleich Schwierigkeiten zu bekommen. Außerdem habe ich festgestellt, dass ich biologische Milchprodukte generell besser vertrage als herkömmliche. Doch laktosefreie Bioprodukte sind nicht so ganz einfach zu bekommen. Im Bioladen habe ich einige gefunden, aber laktosefreien Bio-Quark beispielsweise gibt es auch dort nicht.
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Als ich neulich herausfand, dass man laktosefreien Joghurt ganz einfach selbst herstellen kann, habe ich meinen alten Joghurtbereiter aus dem Keller geholt und es einfach mal probiert. Es hat prima geklappt und nun bereite ich mir meinen laktosefreien Joghurt in Bio-Qualität selbst zu.
Dazu braucht man:
1 Liter Bio H-Milch (keine laktosefreie!)
1 Bio-Joghurt pur (ebenfalls nicht laktosefrei)
1 elektr. Joghurtbereiter
Milch und Joghurt ein paar Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen, damit sie in etwa die gleiche Temperatur annehmen. Beides in ein Gefäß geben und mit dem Schneebesen gut verrühren. In den Joghurtbereiter füllen, anschalten.
Bis hierhin ist es eine Anleitung für einen ganz normalen Joghurt. Der Unterschied, damit es ein laktosefreier Joghurt wird, besteht darin, dass man ihn 24 Stunden im Joghurtbereiter lassen muss. In der Zeit baut sich der Milchzucker fast vollständig ab.
Die Zubereitung im elektrischen Joghurtbereiter empfiehlt sich deshalb, weil die Temperatur von ca. 45 °C konstant 24 Stunden lang gehalten werden muss. „Normaler“ Joghurt kann auch im Backofen, in einer Thermobox, auf der Heizung etc. zubereitet werden. Dazu gibt es zahlreiche Anleitungen im Internet.
Gegen Milch, auch laktosefreier, habe ich immer noch eine Abneigung. Joghurt jedoch esse ich besonders jetzt im Sommer hin und wieder ganz gerne, zum Beispiel zusammen mit meiner Erdbeer-Holunderkonfitüre. Das ist so lecker; da kann kein industriell hergestellter Fruchtjoghurt mithalten!
Nachtrag:
Mittlerweile habe ich herausgefunden, dass man auch aus laktosefreier H-Milch (ich nehme auch da die Bio-Variante) laktosefreien Joghurt herstellen kann. Ich hatte zufällig noch laktosefreie Milch, die dringend verarbeitet werden musste; also habe ich, wie oben beschrieben, damit Joghurt angesetzt, ihn aber nur über Nacht im Joghurtbereiter gelassen. Es hat prima geklappt. Manchmal sollte man vielleicht zuerst nachdenken, bevor man die Kollegin Suchmaschine zu Rate zieht!

Frikadellen, Fleischpflanzerl, Buletten – oder doch lieber falscher Hase?

Manchmal muss es einfach Hausmannskost sein. Ein Klassiker ist Hackbraten. Auch Frikadellen werden immer gern gegessen, besonders, wie mir scheint, von Männern. Meine beiden – Ehemann und Sohn – bilden da keine Ausnahme. Je nachdem, wie viel Zeit mir zur Verfügung steht, gibt es entweder das eine oder das andere. Die Zubereitung des Fleischteigs ist dieselbe.
 
Für einen Hackbraten benötige ich etwa 800 g frisches Hackfleisch (ich verwende ausschließlich Rinderhackfleisch; doch man kann genauso gut gemischtes Hackfleisch nehmen).
 
Zunächst weiche ich ein Brötchen in eine Mischung aus halb Schlagsahne und halb Wasser ein, die ich vorher warm gemacht habe. (Es darf ruhig ein Brötchen vom Vortag oder sogar ein hartes Brötchen sein.)
 
Eine Zwiebel wird klein gewürfelt und in Rapsöl oder Butter glasig geschmort.
 
In der Zwischenzeit schneide ich Petersilie klein. Ich benötige etwa 2 gehäufte Esslöffel voll. Die gebe ich zu den glasigen Zwiebelwürfeln in die Pfanne und dünste beides zusammen noch einige Minuten weiter. Danach nehme ich sie von der heißen Platte und lasse sie abkühlen.
 
Jetzt wird der Backofen auf 225 °C vorgeheizt.
 
Ich würze das Hackfleisch mit reichlich SalzPfeffer und einem gehäuften Teelöffel getrocknetem Majoran, den ich zwischen den Fingern zerreibe. (Der Fleischteig „schluckt“ eine Menge Gewürze, deshalb nicht zu zaghaft würzen!)
Von dem eingeweichten Brötchen drücke ich etwa 3/4 gut aus und gebe sie zum Hackfleisch, ebenso wie die abgekühlte Zwiebel-Petersilien-Mischung, dann noch ein Ei – und das Ganze mit einer Hand gut durchmischen. (Wer nicht gern Fleisch anfasst, kann das mit einem Einmalhandschuh tun.)
 
HackbratenII
 
Schließlich schmecke ich die Masse ab. (Wenn man Probleme damit hat, rohes Fleisch zu essen, kann man einen kleinen Klops formen und ihn in der Pfanne oder in der Mikrowelle kurz garen. So hat man dann auch eine bessere Vorstellung, wie das fertige Produkt schmeckt.) Sollte der Geschmack noch nicht so sein, wie ich ihn mir vorstelle, wird nachgewürzt. Andernfalls forme ich einen Laib, den ich in eine passende feuerfeste Form setze – und dann ab damit in den Backofen (unterste Schiene).
 
Der Hackbraten sollte nach einer Stunde eine appetitliche Bräunung haben. Ich lasse ihn anschließend noch mindestens 15 Minuten im ausgeschalteten Backofen stehen, bevor ich ihn serviere.
 
Dies ist übrigens eines der wenigen Gerichte, die ich (fast) so zubereite, wie meine Mutter es getan hat. Sie lebt leider nicht mehr, so dass ich sie nicht nach weiteren fragen kann. Ich finde es schön, alte Familienrezepte zu bewahren und an meine Kinder weiterzugeben.
 
HackbratenVII
 
Aus demselben Fleischteig kann man auch Frikadellen braten, die schnell gar sind. Meine Familie isst gerne Salzkartoffeln und einen gemischten Salat zu beidem. Ganz besonders lecker schmeckt ein selbstgemachter Kartoffelsalat dazu, den man schon am Vortag zubereiten kann.