Kürbis-Maronen-Quiche mit Dinkelmehlboden

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

was war das wieder für ein Sommer! Wochenlang gab es keinen Tropfen Regen und ich kam aus dem Wässern nicht mehr heraus. Neben den Blumenrabatten hatte ich etwa 10 Tomatenpflanzen in Töpfen, die, wollte ich Früchte ernten, natürlich ebenfalls versorgt werden mussten. Sie dankten es mir mit einer reichen Ernte. So kochte ich daraus Sugo und Ketchup, verarbeitete ich geschenkte Äpfel zu Gelee und Mus. Ebenfalls geschenkte Feigen wurden zu köstlichen Konfitüre-Mischungen, und was von den Himbeeren nicht direkt verschmaust wurde, ergab einen herrlich aromatischen Essig. Und sollte ich der Meinung gewesen sein, die Vorräte für den Winter würden nun ausreichen, so belehrte mich Tatjana in dieser Woche eines Besseren: Wir hatten uns doch vorgenommen, wieder Sauerkraut einzulegen. Nun liegen auch noch 6 gehobelte, eingesalzene und eingestampfte Kohlköpfe in unserem kleinen! Sauerkrautfass, in dem es bereits zu blubbern beginnt. Dabei bin ich gedanklich schon bei der Weihnachtsbäckerei. Nächste Woche will ich mich an einen Weihnachtsstollen wagen.

Bevor es nun aber damit losgeht, möchte ich heute erst noch ein anderes Rezept mit Euch teilen. Denn bei all dem Anlegen von Vorräten muss der Mensch ja schließlich jeden Tag essen. Kürbisse und Maronen sind im Supermarkt zur Zeit nicht zu übersehen und bieten sich geradezu als Zutaten für ein saisonales Gericht an. Ich hatte vor einiger Zeit beim Stöbern im Internet ein Rezept damit entdeckt, das sehr verlockend klang. Es stammt von dem Sternekoch Christian Jürgens. Davon ließ ich mich inspirieren und habe die Quiche nun für meine Familie gebacken. Für den Boden habe ich Dinkelmehl der Type 1050 verwendet, weil ich kein Freund des klassischen Mürbeteigs bin.

Hier die Zutaten

für den Mürbeteigboden:

250 g Dinkelmehl Type 1050

1 gestr. TL Salz

1 Prise Zucker

125 g weiche Butter

1 Ei + 1 Eigelb

evtl. etwas kaltes Wasser

für die Füllung:

250 g gekochte Maronen

2 geh. EL Aprikosenkonfitüre oder Apfelgelee

1 EL Wasser

1 Prise Zimt

1 Prise Salz

1/2 Hokkaido-Kürbis

Saft 1/2 Zitrone

1 Knoblauchzehe

200 g Schlagsahne

3 Eier

Salz, Pfeffer, Muskatnuss

2 EL gehackte Petersilie

150 g geriebener Käse

Zubereitung:

Die trockenen Zutaten für den Teig in einer Schüssel mischen. Die Eier und die Butter darauf geben. Mit den Knethaken kurz vermischen, dann mit den Händen schnell zu einem glatten Teig verkneten. Sollte er zu trocken sein, etwas kaltes Wasser dazugeben. (Das Dinkelmehl verlangt nach etwas mehr Flüssigkeit als normales Weizenmehl.) Den Teig in Klarsichtfolie 30 Minuten kalt stellen. Danach ausrollen und eine gefettete Quicheform damit auslegen. Überstehende Ränder abschneiden. Wieder kalt stellen.

In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten:

Maronen vierteln. In einem ausreichend großen Gefäß die Marmelade mit Wasser verrühren. Die Maronen dazugeben. Mit Salz und Zimt würzen und die Maronen unter vorsichtigem Rühren glasieren.

Den Hokkaido teilen, die Kerne entfernen (das geht am besten mit einem Eisportionierer; alternativ mit einem Esslöffel). Die Kürbishälften in dünne Spalten schneiden und in eine Schüssel geben. Den Zitronensaft darübergießen. Die Knoblauchzehe dazupressen. Alles vermischen.

Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Sahne mit den Eiern verquirlen. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskatnuss würzen. Petersilie unterrühren.

Quiche-Form aus dem Kühlschrank nehmen, Teigboden mehrmals mit einer Gabel einstechen (damit er sich nicht wölbt). Kürbisspalten und Maronen darauf verteilen. Die Sahnemischung darübergießen. Mit dem Käse bestreuen. (Kürbis und Maronen sind mild im Geschmack; deshalb darf der Käse ruhig kräftig sein.)

Die Quiche auf der untersten Leiste im Backofen für ca. 45 Minuten backen, bis die Sahne-Ei-Masse gestockt ist. Falls der Käse schon vorher gebräunt ist, die Quiche noch einige Minuten im ausgeschalteten Backofen stehen lassen.

Dazu habe ich einen Krautsalat und eine Schmandcreme serviert, die ich mit Salz,  Pfeffer, Zitronensaft und -schale, einer Prise Zucker sowie gemischten Kräutern abgeschmeckt habe.

Ein leckeres und sättigendes Gericht, genau richtig für diese Jahreszeit. Guten Appetit!

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Shiitake-Pilze in Sahnesauce

Hallo, Ihr Lieben,

es wird langsam wärmer, im Garten sprießt und gedeiht alles, und ich komme kaum nach mit Pflanzen, Jäten und Schneiden. Deshalb habe ich mich nun länger nicht gemeldet.

Bis vor kurzem kannte ich Shiitake-Pilze nur aus der asiatischen Küche und in getrockneter Form. Als mein Schatz und ich sie jedoch im letzten Urlaub auf einem Salat frisch gebraten aßen, waren wir begeistert. Das Besondere an diesen Pilzen ist der Umami-Geschmack, also das, was wir als „herzhaft“ bezeichnen. In ihren Ursprungsländern China und Japan gelten Shiitake sogar als Heilpilze und werden dementsprechend häufig gegessen. Als sie nun in einem Supermarkt als Frischware angeboten wurden, konnte ich nicht widerstehen:

Je ein 150-g-Körbchen mit Kräutersaitlingen und Shiitake-Pilzen sollten ein vegetarisches Hauptgericht für uns beide werden. Um nichts falsch zu machen, habe ich aber erst einmal nachgelesen, wie man mit sie behandelt.

Es ist ganz einfach: Ich habe sie einzeln kurz unter kaltes, fließendes Wasser gehalten und dann in einem Sieb abgelegt. Da sie so nur oberflächlich nass wurden, trockneten sie innerhalb kurzer Zeit von selbst wieder und ich konnte sie weiterverarbeiten. Es waren relativ kleine, zarte Pilze, so dass ich nur die trockenen Stielenden abzuschneiden und sie in etwa gleich große Stücke zu teilen brauchte. Dasselbe tat ich auch mit den größeren Kräutersaitlingen, nachdem ich sie mit einem feuchten Küchentuch abgewischt hatte.

Dann stellte ich mir die weiteren Zutaten zurecht.

Ich nahm für zwei Personen außer den 300 g Pilzen:

1 Zwiebel

ca. 20 g Butter

1 Schuss Sojasauce

1 Schuss Weißwein

Salz, Pfeffer

1 Prise gemahlenen Kümmel zur besseren Verdaulichkeit

etwas abgeriebene Zitronenschale

1 EL Speisestärke (ich bevorzuge Pfeilwurzelmehl)

1/2 Becher Sahne

100 g Schmand

1 EL oder mehr gehackte Petersilie

evtl. etwas Zitronensaft oder milden Essig zum Abschmecken

Zunächst schnitt ich die Zwiebel in feine Würfel und dünstete sie in einer großen Pfanne bei niedriger Temperatur in der Butter an.

Sobald sie zu bräunen anfingen, gab ich die Pilze dazu, schaltete die Temperatur hoch und ließ alles ein paar Minuten unter häufigem Wenden anbraten.

Dann wurden sie mit Salz, Pfeffer und Kümmel gewürzt und mit der Sojasauce abgelöscht. Nun schaltete ich die Herdplatte herunter. Sobald die Sojasauce eingekocht war, gab ich den Weißwein dazu und ließ ihn ebenfalls verdampfen.

Als die Temperatur heruntergefahren war, verteilte ich Zitronenschale und Speisestärke auf den Pilzen und vemischte alles.

Nun rührte ich die Sahne unter den Schmand, gab sie zu den Pilzen und ließ die Sauce unter Rühren leicht aufkochen und dann nur noch so eben weiterköcheln.

Daneben garten bereits die Nudeln. Als ich sie abgoss, verdünnte ich die etwas dick gewordene Sahnesauce mit ein wenig Nudelkochwasser, bis sie schön sämig war.

Nach dem Abschmecken fehlte nur noch die frische Petersilie, dann konnte serviert werden.

Natürlich könnt Ihr jeden Speisepilz auf diese Art zubereiten, doch falls Ihr frische Shiitake bekommt, solltet Ihr sie auf jeden Fall probieren.

 

 

Bunter Bulgur-Salat

Am vergangenen Wochenende hatten wir Besuch von unseren Freunden aus Neuseeland. Um während der kurzen Zeit, die die junge Familie bei uns war, nicht ständig in der Küche stehen zu müssen, bereitete ich so viel wie möglich vor. Sehr gut eignen sich dazu ja immer Salate. Damit es nicht der obligatorische Kartoffel- bzw. Nudelsalat sein musste, entschied ich mich neben zwei Krautsalatvarianten auch für den bewährten und äußerst beliebten Bulgur-Salat, dessen Rezept ich von meiner Nachbarin bekommen habe. Die wiederum hat es von ihrer türkischen Kollegin und die wiederum …
Man benötigt dazu:
2 Gläser feinen Bulgur
4 Frühlingszwiebeln
3 Paprikaschoten (je bunter, desto besser)
1 Salatgurke
2 Tomaten
1 Bund Petersilie
1-2 EL Tomatenmark
ca. 1/2 Glas Öl
den Saft einer Zitrone
2 EL Granatapfelsirup
1 TL schwarzer Pfeffer
Salz
gemahlenen Chili nach Geschmack
Den Bulgur in eine Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen, so dass er gerade bedeckt ist. Die Schüssel zudecken.
Nach 10 Minuten den Bulgur durchrühren und erkalten lassen.
In der Zwischenzeit die Paprikaschoten entkernen und in Würfel schneiden. Die Salatgurke längs durchschneiden, mit einem Teelöffel die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch ebenfalls in Würfel schneiden. Die Tomaten quer durchschneiden, die Kerne entfernen und wiederum in Würfel schneiden. Die Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden. Die Petersilie hacken. Alles unter den Bulgur heben und mit den restlichen Zutaten würzen. Einige Stunden durchziehen lassen und servieren.
Der Salat eignet sich gut als Beilage zum Grillen, für ein Picknick oder auch für eine Party. Er sieht nicht nur appetitlich aus, sondern schmeckt auch noch hervorragend. Nach dem gleichen Rezept kann man übrigens auch einen Couscous-Salat zubereiten. Einziger Unterschied ist, dass der Couscous kurz aufgekocht werden muss.
Couscous
Wie immer hatte ich natürlich viel zu viel vorbereitet, so dass wir noch Tage, nachdem unsere Freunde abgereist waren, zu essen hatten.

Linsensalat

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

so langsam wird es Zeit für die Weihnachtsbäckerei. Doch hier, wie versprochen, zunächst noch mein Vorschlag für einen Linsensalat. Dazu lässt sich prima ein Rest Linseneintopf, z.B. dieser, verwerten, aber natürlich kann man die Linsen auch speziell dafür kochen.

Mein Rezept ist ausreichend für eine Portion als Hauptmahlzeit; für mehrere Esser nimmt man entsprechend mehr von allem. Die Mengen der einzelnen Zutaten dürfen je nach Geschmack variieren.

Ich nahm:

2 gehäufte EL gekochte Linsen, fertig gewürzt

1 EL eingelegte rote Bete, kleingewürfelt

1/2 Apfel, geschält und kleingewürfelt

1 Frühlingszwiebel oder ein Stück Porree (vom weißen Teil), kleingeschnitten

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Für das Dressing habe ich

2 EL weißen Balsamico,

1 Prise Salz,

1 Prise Zucker,

1 TL geriebener Meerrettich

mit etwas Wasser herzhaft abgeschmeckt, dann

4 EL Rapsöl daruntergerührt

und alles gut vermischt.

Etwas durchziehen lassen, und schon hat man einen sättigenden Salat als Hauptgericht oder Beilage, ganz wie gewünscht.

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Rote-Bete-Hummus

Medaillon Mama

Hallo, Ihr Lieben,

mein runder Geburtstag ist nun schon einige Wochen her, aber mit meinen Töpfer-Kolleginnen, die schon sehr lange dieses Hobby mit mir teilen, hatte ich noch nicht gefeiert. Das wurde nun endlich mit Sekt und Knabbereien nachgeholt.

Zusätzlich zur Lachs-Frischkäse-Creme für meine kleine Feier wollte ich noch einen Hummus-Dip  anbieten. Der gewöhnliche Hummus ist hierzulande nicht jedermanns Sache und schmeckt außerdem manchmal ein bisschen muffig. Also suchte ich nach einer anderen Zubereitungsart. Ganz häufig findet man im Internet Hummusrezepte mit roten Beten, allerdings meist mit gekochten. Veronika von „Carrots for Claire“ nimmt rohe rote Bete, und das gefiel mir sehr.

Die Zutaten waren leicht zu bekommen. Ich nahm:

etwa 300 g gekochte Kichererbsen aus der Dose. (Man kann sie auch selbst kochen. Sie schmecken besser, müssen allerdings vorher eingeweicht werden.)

1 rote-Bete-Knolle

4 Snackmöhren (die sind leichter zu „zermusen“)

Saft je einer halben Orange und Limette

2 TL Tahin (das ist Sesampaste)

1 Knoblauchzehe

etwas Agavensirup zum Abschmecken (Zucker geht natürlich auch)

Salz, Pfeffer

1 EL Olivenöl

je eine Prise Cumin und gemahlenen Koriander (nach Geschmack auch mehr)

Für die Zubereitung benötigt man einen sehr guten Mixer oder Pürierstab:

Die Kichererbsen abgießen, in einem Sieb mit klarem Wasser abspülen und gut abtropfen lassen.

Rote Bete schälen und in grobe Würfel schneiden. (Weil sie stark färben, geht das am besten mit Einmalhandschuhen).

Die Möhren ebenfalls grob würfeln.

Rote Bete und Möhren im Mixer oder mit dem Pürierstab zu Brei zerkleinern, Orangen- und Limettensaft zugeben, daruntermixen. Die Kichererbsen ebenfalls daruntermixen. Tahin hinzufügen, die Knoblauchzehe dazupressen und das Püree würzen. Weitermixen, so dass eine schöne sämige Masse entsteht. Abschmecken und am Schluss das Olivenöl darunterrühren.

Bei den Gewürzen braucht Ihr euch nicht genau an die Mengen zu halten. Hauptsache, das Ergebnis schmeckt Euch 😉

Wie Ihr seht, hatte das fertige Hummus eine appetitliche, leuchtend rote Farbe. Ganz frisch und überhaupt nicht muffig schmeckt es zum Dippen mit Kräckern, Gemüsechips, Radieschen, Grissini u.v.m.

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Weil ich nur eine große Dose Kichererbsen in meinem Vorrat hatte, verarbeitete ich den Rest zu Falafeln. Sie ergaben mit dem übrig gebliebenen Hummus eine sättigende vegetarische Mahlzeit.

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Leichter Sommer-Sattmacher: Süßkartoffelsalat mit Avocado

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Ihr Lieben,

kalendarisch ist es noch nicht ganz Sommer, aber das scheint der Frühling nicht mitbekommen zu haben und fährt sein schönstes Wetter auf. Es ist warm, es ist sonnig, ein Traum 🙂

Und bei der Wärme bleibt der Ofen am besten kalt (in meiner Dachgeschosswohnung sowieso).

Dieser Salat ist perfekt für heiße Tage geeignet. Er ist leicht und gesund und macht trotzdem satt.

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Ihr braucht:

1 Lauchzwiebel

2 Süßkartoffeln

Saft von 1/2 Zitrone

ca. 1 Handvoll Champignons

1 Avocado

2 gekochte oder pochierte Eier

Salz, Pfeffer

Olivenöl

Pesto nach Wahl (zum Beispiel dieses hier)

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Die Süßkartoffeln in Scheiben schneiden und entweder auf einem Blech mit Olivenöl beträufelt oder in etwas Kokosöl in der Pfanne weich rösten.

In der Zwischenzeit die Eier hart kochen und vierteln. Die Champignons putzen und in Scheiben schneiden. Die Avocado ebenfalls in Scheiben schneiden. Die Frühlingszwiebel habe ich in Ringe geschnitten und mit etwas Olivenöl in der Mikrowelle kurz angedünstet (ich vertrage rohe Zwiebeln einfach nicht).

Aus dem Zitronensaft, Olivenöl und Salz und Pfeffer ein Dressing anrühen.

Wenn die Süßkartoffeln weich sind, alles schön auf einem Teller anrichten, das Dressing und etwas Pesto darauf träufeln.

Vegetarisch, lowcarb und (trotzdem) richtig lecker 🙂

 

Grüner Spargel aus der Pfanne mit Süßkartoffel

Medaillon Mama

Deutschland ist wieder im Spargelfieber. Gemeint ist der weiße Spargel, der jetzt bei Vielen mehrmals wöchentlich auf den Tisch kommt. Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich verständnisloses Kopfschütteln ernte, wenn ich hier bekenne: Der weiße Spargel gibt mir nichts. Da ich aus einem bekannten Spargelgebiet stamme,  weiß ich natürlich, wie viel Aufwand sein Anbau erfordert. Bei der Ernte muss jede einzelne Spargelstange von Hand gestochen werden. Und Spargel für eine 4-köpfige Familie zu schälen, ist ja nicht gerade mal eben getan. Weißer Spargel ist also durchaus immer noch ein sehr edles Gemüse, was sich auch an seinem Preis zeigt.

Dennoch bevorzuge ich den grünen, weil er aus meiner Sicht mehr Charakter, sprich Geschmack besitzt. So greife ich denn auch gerne zu, wenn ich frische Stangen sehe. Appetitlich grün müssen sie sein, fest und glatt, und nicht zuletzt müssen sie auch den Geruchstest bestehen. Sobald die feinen Köpfe anfangen zu verderben, beginnen sie nämlich richtiggehend zu stinken. Sollte der grüne Spargel meine Ansprüche erfüllen, schlage ich zu. Stehend wie ein Blumenstrauß in einem Glas bleibt er von einem Tag auf den anderen relativ frisch. Am liebsten aber schäle und blanchiere ich ihn gleich. In einem gut schließenden Gefäß hält er sich gut im Kühlschrank. Meine Spargelpfanne ist dann am nächsten Tag schnell fertiggestellt.

Die Zutaten für 2 Personen

für die Süßkartoffeln:

3-4 Süßkartoffeln

Rapsöl und 1 Stich Butter

1 Bund Frühlingszwiebeln

1 Schuß dunkler Balsamico-Essig

Salz, Pfeffer

für meine Spargelpfanne:

1 Bund grüner Spargel

4 Flaschentomaten

Rapsöl und 1 Stich Butter

1 Zweig Rosmarin

1 TL gekörnte Gemüsebrühe (wie immer natürlich ohne Geschmacksverstärker und sonstige künstliche Zusatzstoffe)

Salz, Pfeffer

Sumach (den bekommt man im türkischen Geschäft)

evtl. eine Prise Rauchsalz

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Zubereitung:

Ich beginne mit den Süßkartoffeln. Sie werden geschält und längs in Viertel geschnitten, die Frühlingszwiebeln in dünne Ringe.

In einem Topf erwärme ich ein wenig Öl und einen Stich Butter bei mittlerer Hitze. Darin werden die Zwiebelringe ganz kurz angeschwitzt, dann kommen die Süßkartoffelstücke dazu. Alles mit Salz und Pfeffer würzen und gut vermischen. Deckel auflegen und die Herdplatte auf kleinste Stufe zurückstellen.

Spargel:

Den holzigen Teil der Spargelstangen breche ich ganz einfach ab. Grüner Spargel hat eine „Sollbruchstelle“, d.h. er bricht automatisch genau oberhalb des holzigen Teils. Die unteren Drittel der Spargelstangen werden dann geschält. Den Spargel in etwas kochendem Salzwasser ein paar Minuten bissfest blanchieren und abgießen. Gut abtropfen lassen. (Das alles kann man auch schon am Vortag erledigen.)

Die Tomaten waschen und vierteln. Den grünen Blütenansatz entfernen. In einer Pfanne etwas Öl mit der Butter nicht zu heiß werden lassen. Rosmarinzweig und Spargel in die Pfanne geben und leicht braten. Die Tomaten dazugeben. Granulierte Gemüsebrühe hinzufügen, mit je einer Prise Pfeffer, Sumach und, wenn man den Rauchgeschmack mag, mit ganz wenig Rauchsalz würzen. Mit ca. 50 bis 100 ml Wasser ablöschen. Sobald der Spargel heiß ist, falls nötig mit Salz abschmecken. Die Fertigstellung dauert wirklich nur ein paar Minuten, und schon kann man den Spargel zusammen mit den Süßkartoffeln servieren.

Nichtvegetarier essen dazu ein Stück Fleisch oder Fisch.

Erdbeer-Spargelsalat mit Quinoa

Medaillon Mama
Zu besonderen Zeiten darf es auch einmal etwas Außergewöhnliches sein. Die Erdbeer- und Spargelsaison ist so eine besondere Zeit. Was liegt da näher, als Spargel und Erdbeeren auf den Tisch zu bringen? Wer es noch nicht probiert hat: die Beiden passen hervorragend zusammen, zum Beispiel in unserem Erdbeer-Spargelsalat, der eine feine Vorspeise oder zusammen mit Quinoa ein sättigendes vegetarisches Hauptgericht ist.
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Für 2 Portionen als Hauptgericht oder 4 Portionen als Vorspeise benötigt Ihr:
(1 Tasse Quinoa)
500 g Spargel
500 g Erdbeeren
1 Avocado
einige Blättchen Basilikum, grob geschnitten
Salz
eine Prise Zucker
1 Avocado
Für das Dressing:
2 EL Himbeeressig
1/2 TL Salz
1 Prise Zucker
2 EL Rapsöl
Zubereitung:
(Den Quinoa in einem Sieb abspülen und mit knapp der doppelten Menge Wasser und einer Prise Salz aufkochen und leise köchelnd weich garen.)
Spargel schälen, in etwa 3 – 4 cm lange Stücke schneiden und in ganz wenig Salzwasser, dem man eine Prise Zucker zufügt, bissfest kochen. Spargel abgießen und etwas abkühlen lassen.
Die Erdbeeren waschen und je nach Größe halbieren oder vierteln. Die Stücke sollen in etwa so groß sein wie die Spargelabschnitte.
Aus den Zutaten für das Dressing eine herzhafte Vinaigrette rühren.
Spargel, Erdbeeren und evtl. den etwas abgekühlten Quinoa vorsichtig mit der Vinaigrette vermischen.
Ansprechend anrichten.
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Die Avocado in Stücke schneiden, zum Salat geben. Das Ganze mit dem Basilikum bestreuen.
Noch edler wirkt der Salat, wenn man ihn mit Granatapfelkernen bestreut.
Als Vorspeise macht Ihr damit bei Euren Gästen bestimmt Eindruck!

Vegetarische Blumenkohl-Puffer

Endlich sind die Gemüseregale wieder voll von heimischem Gemüse. Ich lasse mich jetzt allzu gerne von all dem Frischen verführen, kaufe reichlich ein und mache mir meist erst hinterher Gedanken, wie ich alles verwerte. Für Reste habe ich einige Rezepte in petto, so dass wir fast nie etwas wegwerfen müssen. Ich finde es nämlich ganz schrecklich, Lebensmittel wegzuwerfen! Gestern waren noch bissfest gegarte Blumenkohlröschen im Kühlschrank, wir waren nur zu zweit zum Abendessen und da bot es sich an, wieder einmal Blumenkohl-Puffer zu machen. Ich hatte das Rezept irgendwann einmal in der Sweet Paul gefunden und wandle es nun immer entsprechend der Zutaten ab, die ich gerade im Haus habe. Diesmal durfte eine Handvoll gegarter Maiskörner mit hinein.
Und so habe ich es gemacht:
Die gegarten Blumenkohlröschen (es war etwa 1/2 Blumenkohl) habe ich nicht allzu fein geschnitten und
zusammen mit dem Mais in eine Schüssel gegeben,
Frühlingszwiebeln und eine rote Zwiebel wurden kleingehackt und kamen zum Gemüse,
dazu etwa 60 g geriebener Käse (ich nahm mittelalten Gouda und Parmesan),
2 Esslöffel Mehl,
Eier,
Salz, Pfeffer und eine Prise Muskatnuss.
Dann habe ich alles zusammen mit dem Kochlöffel vermischt und den Teig anschließend in einer Pfanne in heißem Öl portionsweise ausgebacken.
Wer mag, isst dazu einen sommerlichen Salat und/oder Zaziki.
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Spargel vom Grill mit Holunderblüten

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Und schon folgt der zweite Beitrag unseres Holunderblüten-Specials. Nachdem der letzte Post einen Klassiker enthielt, geht es heute nun mit etwas Neuem weiter.

Ich hatte mich gefragt, ob man Holunderblüten auch in herzhaften Gerichten verwenden kann. Und die Antwort ist ein klares Ja!

Dieses Gericht eignet sich toll als Beilage beispielsweise zu einem gegrillten Lammkotelett (wie in unserem Fall) oder natürlich auch als vegetarische Grill-Alternative für diejenigen, die kein Fleisch essen.

Und was mir grade durch Zufall auffällt: Vegan ist es auch noch. Unbeabsichtigt zwar, aber schaden kann es ja auch nicht. 🙂

Die knackige Frische des Spargels mit der Säure der Zitrone harmoniert super zu dem leicht süßen, vanilligen Aroma der Holunderblüten.

Und noch dazu ist es ganz schnell und einfach – und mit ganz wenigen Zutaten – gemacht.

Ihr braucht:

Je ein Bund grünen und weißen Spargel

1/2 Zitrone

Olivenöl

2 Zehen Knoblauch

Salz und Pfeffer

2 Dolden Holunderblüten

Den weißen Spargel komplett und den grünen an den holzigen Stellen schälen.

Zwei große Blätter Alufolie abreißen und den Spargel gleichmäßig darauf verteilen – übrigens: Die matte Seite der Alufolie gehört beim Grillen nach außen, die glänzende nach innen. So sammelt sich die Hitze im Alufolien-Päckchen 🙂

Den Spargel mit Olivenöl beträufeln, mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Zitronen in Achtel schneiden, auf den Spargel legen. Den Knoblauch schälen, die Zehen halbieren und je eine Zehe ebenfalls zu dem Spargel geben.

Die Holunderblütendolden kräftig ausschütteln, nach Insekten auslesen und auch oben auf den Spargel legen.

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Dann die Alufolie-Päckchen gut verschließen und ca. 15 bis 20 Minuten grillen. (Alternativ lassen sie sich natürlich auch im Ofen zubereiten.)

Und dann genießen 🙂

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Ach ja, die gegrillten Holunderblüten nimmt man vor dem Essen ab. Mitessen ginge bestimmt auch, schmeckt aber vielleicht ein bisschen trocken und bitter 😉