Elisenlebkuchen de luxe – ohne Mehl

Medaillon Mama
Endlich bin ich dazu gekommen, meine geliebten Elisenlebkuchen zu backen. Sie gehören für mich zum Feinsten, was Weihnachtsgebäck anbelangt. Bisher hatte ich sie mir jedes Jahr in sehr guter Qualität bestellt. Aber ich war immer davon überzeugt, dass man sie mindestens genauso gut selbst backen kann. Auf der Suche nach einem Rezept, das mir zusagt, bin ich nun tatsächlich fündig geworden, habe es ausprobiert  – und das Ergebnis kann sich wirklich schmecken lassen.
Das Grundrezept habe ich auf www.rezeptschachtel.de gefunden und natürlich wie immer ein wenig abgewandelt. Die Zubereitung ist wirklich ganz einfach, so dass ich mich frage, wieso ich sie nicht schon früher selbst gebacken habe. Da der Teig einige Stunden oder sogar über Nacht in Ruhe gelassen werden darf, kann man sich die Zeit gut einteilen. Das ist perfekt für mich. Und natürlich habe ich für dieses feine Gebäck nur die besten Zutaten verwendet.
Zutaten für den Teig:
100 g Zitronat
100 g Orangeat
200 g gemahlene Haselnüsse
200 g gemahlene Mandeln
50 g gehackte Walnüsse
1 TL gutes Lebkuchengewürz
2 TL Ceylon-Zimt
1 Pckg. Marzipanrohmasse
5 Bio-Eier
300 g (Kokosblüten)-Zucker
1 TL echten Vanillezucker
1 Prise Salz
1 abgeriebene Bio-Zitronenschale
1 Pckg. runde Backoblaten ø 70 mm
Für die Glasur:
150 g Zartbitter-Kuvertüre
50 g Vollmilch-Kuvertüre
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Zubereitung:
Zitronat und Orangeat sehr klein hacken. (Ich habe sie vorher ins Gefrierfach gelegt und gefroren in der Küchenmaschine zerkleinert.)
Die Nüsse mit den Gewürzen mischen.
Die Marzipanrohmasse auf der Küchenreibe grob raspeln.
Die Eier mit dem Zucker, dem Vanillezucker, dem Salz und der Zitronenschale mit einem Rührgerät solange schaumig schlagen, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Die Nussmischung dazugeben und unterrühren. Zum Schluss noch Zitronat, Orangeat und Marzipan daruntermischen.
Den Teig einige Stunden, am besten über Nacht abgedeckt kühl stellen.
Am nächsten Tag den Backofen auf knapp 190 °C vorheizen. Ein oder mehrere Backbleche mit Backpapier belegen und die Backoblaten darauf auslegen. Darauf achten, dass ein Abstand von 2 cm dazwischen bleibt.
Hände anfeuchten. Den Teig mit einem Esslöffel portionsweise aus der Schüssel nehmen, auf die feuchte Hand geben und zu einer Kugel formen. Diese Kugel auf die Oblaten legen und flach drücken. Einen etwa 1/2 cm Rand freilassen: der Teig läuft beim Backen noch auseinander. Die Hände zwischendurch immer wieder anfeuchten und solange fortfahren, bis das ganze Backblech voll ist. Die Lebkuchen etwa 20 Minuten nicht zu dunkel backen, herausnehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen. Bei mir wurden es genau 39 Lebkuchen.
Die Kuvertüre im Wasserbad erwärmen und schmelzen lassen. Das Wasser darf nicht kochen, sonst wird die Kuvertüre nicht glänzend! Die Lebkuchen mit der flüssigen Kuvertüre bestreichen und trocknen lassen.
Wer möchte, kann die heißen Lebkuchen stattdessen mit einer Glasur aus 150 g Puderzucker, 1 TL Zitronensaft und ein wenig Wasser bestreichen. Da ich keinen Zuckerguss mag, gibt es bei mir nur schokolierte Elisenlebkuchen.
Die Lebkuchen schmecken am besten, nachdem sie einige Tage in einer geschlossenen Dose aufbewahrt wurden. Dann erst haben die Gewürze ihr ganzes Aroma entfaltet.
lebkuchen
Sollte jemand kein Zitronat und Orangeat oder kein Marzipan mögen: Meinem lieben Mann schmecken die Lebkuchen sehr gut, obwohl er diese Dinge hasst. Ich habe ihm allerdings auch nicht verraten, was alles darin ist 😉