Süßkartoffel-Chia-Brot

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Lange wollte ich nicht glauben, dass ein lange gereifter Hefeteig besser schmeckt als der herkömmliche, bis ich vor einiger Zeit ein Dinkelbaguette auf diese Weise gebacken habe – und es dann wirklich einsah. Auf der Suche nach einem Brotrezept für … Weiterlesen

Bunter Bulgur-Salat

Auf die gute (alte) Art

Am vergangenen Wochenende hatten wir Besuch von unseren Freunden aus Neuseeland. Um während der kurzen Zeit, die die junge Familie bei uns war, nicht ständig in der Küche stehen zu müssen, bereitete ich so viel wie möglich vor. Sehr gut eignen sich dazu ja immer Salate. Damit es nicht der obligatorische Kartoffel- bzw. Nudelsalat sein musste, entschied ich mich neben zwei Krautsalatvarianten auch für den bewährten und äußerst beliebten Bulgur-Salat, dessen Rezept ich von meiner Nachbarin bekommen habe. Die wiederum hat es von ihrer türkischen Kollegin und die wiederum …
Man benötigt dazu:
2 Gläser feinen Bulgur
4 Frühlingszwiebeln
3 Paprikaschoten (je bunter, desto besser)
1 Salatgurke
2 Tomaten
1 Bund Petersilie
1-2 EL Tomatenmark
ca. 1/2 Glas Öl
den Saft einer Zitrone
2 EL Granatapfelsirup
1 TL schwarzer Pfeffer
Salz
gemahlenen Chili nach Geschmack
Den Bulgur in eine Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen, so dass er gerade…

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Beerenauflauf mit Dinkelschrot nach Hildegard von Bingen

medaillon tatjana

Für ein mittelalterliches Krimidinner im Kollegenkreis sollte (bzw. wollte) ich ein Dessert mitbringen.

Also habe ich zunächst überlegt, was in Frage kommt. Ananas und Weißmehl standen im Mittelalter sicher nicht zur Verfügung.

Über google habe ich dann ein Rezept für einen Apfelauflauf mit Dinkelschrot gefunden und einfach saisonal in einen Beerenauflauf umgewandelt.

Dinkelschrot könnt ihr Euch übrigens im Bioladen Eures Vertrauens frisch schroten lassen, wenn Ihr (wie ich) keine Getreidemühle zu Hause habt.

Beerenauflauf 2

Ihr braucht:

ca. 2 Tassen frische Beeren

4 Eier

60 g Rohrzucker

100 g gemahlene Mandeln

60 g Dinkelschrot

1/2 TL Zimt

1 Prise Salz

Mandelblättchen und Puderzucker

ggf. ein Schuss Rum

Beerenauflauf 3

Die Eier trennen, das Eigelb, Salz und Zimt (und ggf. Rum) verrühren, mit dem Zucker schaumig schlagen. Dinkelschrot und Mandeln darunterrühren.

Die Eiweiß zu Eischnee schlagen und vorsichtig unter die Teigmischung heben.

Eine Auflaufform fetten und den Teig hineingeben. Die Beeren darüberstreuen und leicht in den Teig drücken.

Die Mandelblättchen darüber verteilen und mit ein wenig Puderzucker bestäuben.

Im auf 180°C vorgeheizten Ofen backen bis die Mandelblättchen goldbraun sind.

Noch warm servieren.

Wenn es nicht ganz so mittelalterlich sein soll, passt eine Kugel Vanilleeis bestimmt auch herrlich dazu.

Beerenauflauf 1

Das Rezept kann saisonal toll variiert werden. Ob geröstete Nüsse, Nektarinen oder Pfirsiche, oder im Herbst Äpfel oder Birnen… Tobt Euch aus🙂

 

Aprikosenkäsekuchen mit knusprigen Streuseln

Medaillon Mama

Es ist schon ein wenig verrückt, bei +28 °C Außen- und fast so viel Innentemperatur einen Kuchen zu backen. Aber was sollte ich machen? Die Aprikosen warteten darauf, verarbeitet zu werden, nachdem der Wetterbericht jeden Tag Abkühlung vorhergesagt hatte, die einfach nicht kommen wollte. Aprikosenmarmelade hatte ich genug im Keller und außerdem hatte ich sooo Appetit auf Aprikosenkuchen! Ein fruchtiger Käsekuchen sollte es sein. Ich ließ mich dabei von meinem Marmor-Quark-Kuchen inspirieren. Die Käsemasse auf Rührteigboden hatte uns allen sehr gut geschmeckt. Diesmal wollte ich allerdings einen hellen Rührteig als Boden und zur Freude meines Mannes knusprige Streusel als Krönung nehmen. Das Wochenende stand vor der Tür, also: frisch gewagt (auf das bisschen zusätzlich Schwitzen kam es schließlich auch nicht mehr an)!

Aprikosenkuchen

Die Zutaten

für die Quark-Füllung:

150 g Doppelrahmfrischkäse

150 g Magerquark

150 g saure Sahne

110 g Zucker

1 TL Zitronensaft

2 EL Speisestärke

1 Ei

für den Boden:

100 g weiche Butter

2 Eier

100 g Zucker

1 P. Vanillezucker

1 Prise Salz

1 TL abgeriebene Zitronenschale

160 g Mehl

1 TL Backpulver

für die Streusel:

100 g Butter

200 g Puderzucker

100 g Mehl

wer mag: 1 Prise Zimt

Und natürlich etwa 12 – 15 Aprikosen.

Zubereitung:

Eine Springform von 26 cm ø fetten.

Die Füllung vorbereiten: Zunächst Frischkäse, Quark und saure Sahne in einer Schüssel mit dem Schneebesen glatt rühren. Die restlichen Zutaten hinzufügen und so lange rühren, bis der Zucker gelöst ist. Füllung beiseite stellen.

Für den Teig die Butter verrühren, Zucker, Vanillezucker, Zitronenschale und Salz hinzufügen und mit den Quirlen des Handrührgerätes schön schaumig schlagen. Jedes Ei einzeln dazugeben und unterrühren, bis eine homogene Masse entstanden ist. Das Mehl mit dem Backpulver darübersieben und zügig mit der Eimasse vermischen.

Den Teig mit einem Esslöffel in die Springform füllen und mit dem Löffelrücken verstreichen. Die Quarkmasse darübergeben.

Jetzt schon einmal die Butter für die Streusel schmelzen und abkühlen lassen.

Die gewaschenen Aprikosen halbieren, Kern entfernen und mit der gewölbten Seite nach oben Quarkmasse damit belegen.

Alle Zutaten für die Streusel einschließlich der geschmolzenen Butter in eine Schüssel geben und mit dem Handrührgerät auf niedrigster Stufe zu einem krümeligen Teig verrühren. Auf dem Kuchen verteilen. (Falls es zu viele Streusel sind, friert sie einfach ein.)

Den Kuchen im nicht vorgeheizten Backofen auf der untersten Schiene bei 160 °C Ober-/Unterhitze ca. 60 – 65 Minuten backen, bis die Streusel schön braun sind. Auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen. Erst dann aus der Springform lösen.

Seit neuerdings selbst beim Discounter problemlos Dinkelmehl zu bekommen ist, backe ich fast ausschließlich damit. Auch diesen Kuchen habe ich mit Dinkelmehl gebacken. Es lässt sich genauso gut verarbeiten, hat aber gegenüber Weizenmehl einige Vorzüge – welche, findet Ihr hier:  Dinkel, ein altes Getreide mit vielen Vorzügen

Leber in Balsamico-Honig-Sauce

Medaillon Mama

Es gibt kaum etwas, das uns Esser so spaltet wie Leber. Für die einen ist sie eine Delikatesse, während die anderen sich allein bei ihrem Geruch schon schütteln. Mein Mann gehört zur ersten Fraktion. Ihm mache ich mit einem Lebergericht immer eine Freude. Allzu oft passiert das aber nicht, denn irgendwie ist immer noch in meinem Hinterkopf gespeichert, dass tierische Leber sehr belastet sei. Angeblich stimmt das nicht mehr, weil die Tiere heutzutage jünger geschlachtet werden als früher. Deshalb könnten sich auch nicht mehr so viele Schadstoffe darin anreichern. Um auf der sicheren Seite zu sein, achte ich bei Leber besonders auf Qualität, d.h. es kommt bei uns nur Kalbsleber und Hähnchenleber auf den Tisch, vorzugsweise in Bio-Qualität.

Unbestritten jedoch ist, dass Leber viel Eisen und Kalium enthält und darüber hinaus reichlich Vitamin A und verschiedene B-Vitamine liefert. Deshalb unterstützt sie unseren Muskelaufbau, hilft bei der Bildung von roten Blutkörperchen und stärkt das Immunsystem.

Nach diesem Rezept bereite ich sowohl Kalbs- wie auch Hähnchenleber zu – die ich jedoch unterschiedlich abschmecke: Kalbsleber lasse ich mild, während Hähnchenleber gerne etwas kräftiger süß-sauer sein darf.

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Die Zutaten für 2 Personen:

200-300 g Kalbs- oder Hähnchenleber

1 kleine Zwiebel

2 Bund Frühlingszwiebeln

1-2 TL Honig

1/2 Tasse Gemüsebrühe

2 EL Sojasauce

1-2 EL dunklen Balsamico

Salz

Pfeffer

Butter, Öl

2 EL Pfeilwurzelmehl (gibt es im Reformhaus oder Bioladen), notfalls geht auch ganz normale Speisestärke

Die Zubereitung:

Bevor die Leber in die Pfanne kommt, stelle ich mir alle Zutaten bereit, damit es nachher ganz zügig geht. Wenn die Leber zu lange gebraten wird, ist sie am Ende nämlich zäh und schmeckt nicht mehr.

Die Zwiebel schälen, klein würfeln und in etwas Butter glasig dünsten. Dann beiseite stellen.

In der Zwischenzeit die Kalbsleber in etwa 5 cm lange und 1 cm breite Streifen bzw. die Hähnchenleber in mundgerechte Stücke schneiden.

Die Frühlingszwiebeln putzen und ebenfalls in 2-3 cm lange Stücke schneiden.

Gemüsebrühe erwärmen und den Honig darin auflösen, Sojasauce und Balsamico darunterrühren. Probieren und nach Geschmack noch etwas mehr Honig und/oder Balsamico dazugeben.

Etwas Öl in einer genügend großen Pfanne erhitzen. Nicht zu heiß werden lassen!

Die Leberstücke mit dem Pfeilwurzelmehl vermischen und portionsweise in der Pfanne  kurz anbraten, bis sie leicht gebräunt sind. Sie müssen so viel Platz haben, dass sie nebeneinander liegen. Dank des Pfeilwurzelmehls nehmen sie schnell Farbe an. Leberstücke herausnehmen, leicht mit Salz und Pfeffer würzen und warm halten.

Zwiebelwürfel und Frühlingszwiebeln in die Pfanne geben und kurz zusammen anbraten. Mit der vorbereiteten Brühe-Sojasauce-Balsamico-Mischung ablöschen und aufkochen. Hitze auf kleinste Stufe schalten, die Leber hinzufügen und durchziehen lassen. Abschmecken und servieren!

Dazu passt, ganz klassisch, Kartoffelpüree, aber auch Reis, Nudeln etc.

Wenn es nach dem Liebsten ginge, könnte ich ihm ruhig jede Woche Leber servieren. Doch wir wollen ja nicht übertreiben …

Resteverwertung 2: Sauce Bolognese wird zu Blumenkohlgratin

Medaillon Mama

Heute verrate ich Euch wie versprochen eine weitere Art, übbriggebliebene Sauce Bolognese zu verwerten, und zwar zusammen mit Blumenkohl. Man kann natürlich auch sofort die doppelte Menge Sauce Bolognese kochen …

Noch vielseitiger als Sauce Bolognese ist Blumenkohl. Für sich alleine etwas langweilig lassen sich mit ein paar weiteren Zutaten wahre Köstlichkeiten aus ihm zaubern, sogar Kuchen, wie man mir gesagt hat (Probiert habe  ich das aber noch nicht.)  Blumenkohl mit übriggebliebener Sauce Bolognese und Raclettekäse ergibt jedoch fast im Handumdrehen ein herzhaftes Gratin.

Die Zutaten für 4 Personen:

1 mittelgroßer Blumenkohl

ein ordentlicher Rest Sauce Bolognese (mind. 2 Tassen voll)

200 g Raclettekäse nach Wahl (französischer Raclettekäse schmeckt mild, schweizer herzhaft)

Zubereitung:

Den Blumenkohl in Röschen teilen und in kochendem Salzwasser bissfest garen. Abgießen und gut abtropfen lassen.

Den Backofen auf 225 °C vorheizen.

Blumenkohl 1

Die Sauce Bolognese in eine Auflaufform geben. Blumenkohlröschen darauf verteilen. Raclettekäse in Streifen schneiden, den Blumenkohl damit belegen. Im Backofen auf der mittleren Einschubleiste überbacken, bis der Käse hellbraun ist.

Dazu passen Salzkartoffeln, Reis, Brot etc., etc.

Das Rezeptidee stammt übrigens aus „Das große Buch der Blitzrezepte“ von essen & trinken, das ich mir vor vielen Jahren gekauft habe. Auch heute hole ich mir daraus noch so manche Anregung, wenn es wieder einmal schnell gehen muss.

Blumenkohl 2

Kunterbunte Frühlingspfanne

Medaillon Mama

Endlich gibt es wieder reichlich frisches heimisches Gemüse. Ich finde ja, dass Kohlrabi zum Beispiel nie wieder so gut schmeckt wie im Frühjahr. Na ja, und heimischen Spargel gibt es sowieso nur jetzt. Was liegt da also näher, als alles zusammen in einer gemischten Gemüsepfanne zu genießen? Für die Farbe sorgt bunter Paprika. Die Mengen könnt Ihr je nach Lust, Laune und Appetit variieren.

Die Zutaten für ca. 4 Personen:

1 Zwiebel

etwas Butter zum Andünsten

Öl

2 Kohlrabi, die zarten Herzblättchen beiseitelegen

1 Bund grüner Spargel

6 Stangen weißer Spargel

je 1 rote und gelbe Paprikaschote

1 EL granulierte beste Gemüsebrühe (ohne Hefeextrakt oder sonstige Zusatzstoffe)

Frühlingspfanne

Zubereitung:

Die Zwiebel schälen und kleinschneiden. In einer hohen Pfanne mit etwas Butter bei kleiner Hitze dünsten.

In der Zwischenzeit die Kohlrabi schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Hitze ein wenig heraufschalten, die Kohlrabi zu den Zwiebeln geben, anschwitzen, zwischendurch umrühren.

Beim grünen Spargel die holzigen Enden abbrechen, das untere Drittel schälen.

Weißen Spargel ebenfalls schälen. Spargel in etwa 4 cm lange Stücke schneiden.

Die Paprikaschoten vierteln, entkernen und ebenfalls in Stücke schneiden.

Die Herzblättchen vom Kohlrabi kleinschneiden.

Herdplatte auf hohe Stufe stellen, das restliche Gemüse und die kleingeschnittenen Herzblättchen in die Pfanne geben. Alles zusammen unter Rühren kurz anbraten, mit Gemüsebrühe, Salz und Pfeffer würzen. Mit etwa 50 ml  Wasser ablöschen. Hitze auf kleinste Stufe zurückschalten. Deckel auflegen und, je nach Belieben, mehr oder weniger weich dünsten lassen. Wer mag, kann vor dem Servieren noch kleingeschnittene Petersilie hinzufügen.

Fr.pfanne

Dazu passt Reis, Quinoa, Bulgur, Couscous, Fisch, Schnitzel, Steak oder, oder …

Die Spargelzeit geht bald zu Ende, also sputet Euch!

Giabatta mit Tomaten und Basilikum

Medaillon Mama

Unser Nachbar hat sich einen neuen Grill gekauft. Einen richtig edlen Gasgrill. Zum Geburtstag bekam er dann noch ein Grillseminar geschenkt. Er ist also jetzt Spezialist und lud uns an Christi Himmelfahrt zum Grillnachmittag ein.

Es war natürlich klar, dass ich meine selbstgemachte Kräuterbutter mitbringe. Außerdem besitze ich seit kurzem zwei neue Brotbackbücher: „Kapps Brot“ von Peter Kapp und „Brot“ von Bernd Armbrust. Beide Verfasser sind gelernte Bäcker und Meister ihres Fachs. Die Einladung war die Gelegenheit, ein Rezept auszuprobieren und das Brot ebenfalls mitzubringen. Ich entschied mich für Giabatta. Das passt immer zu Gegrilltem.

In den beiden Büchern fand ich zwei unterschiedliche Varianten von Giabatta: ein klassisches Giabatta im einen, Tomaten-Basilikum-Giabatta im anderen. Warum also nicht beide backen? Da ich nicht ganz unerfahren im Backen mit Hefeteig bin, fiel es mir nicht schwer, beide Rezepte zu kombinieren.

Erstaunlicherweise backt Bernd Armbruster sein Giabatta mit Weizensauerteig, Peter Kapp seines ohne. Da mir Guido vom Blog „tischundgarten“ vor kurzem freundlicherweise Trockensauerteig sowohl aus Roggen wie auch aus Weizen zukommen ließ, hatte ich den geforderten Weizensauerteig im Haus. Ich entschied mich deshalb für die Variante mit Sauerteig. Es geht offensichtlich aber auch ohne.

Solltet Ihr Weizensauerteig verwenden, müssen die Zutaten dafür schon am Vortag gut miteinander vermischt werden und 15-20 Stunden bei Zimmertemperatur reifen.

Giabatta

Die Zutaten für den Weizensauerteig:

50 g Weizenmehl

5 g Weizensauerteig (gibt es auch als Trockenprodukt aus dem Reformhaus)

50 ml Wasser

Für den Brotteig benötigt man:

500 g Weizenmehl

10 g Salz

10 g Hefe (das ist 1/4 Würfel)

3 EL Olivenöl

etwa 275 ml Wasser

außerdem:

etwa 1 Handvoll getrocknete Tomaten in Öl

etwa 1 Handvoll Basilikumblätter

Zubereitung:

Die getrockneten Tomaten gut abtropfen lassen (das Öl auffangen) und klein schneiden. Basilikum waschen, trocken schütteln und die Blättchen fein schneiden.

Für den Brotteig die Hefe mit ein wenig von dem lauwarmen Wasser auflösen.

Mehl in eine Rührschüssel geben, Salz, evtl. den angesetzten Sauerteig vom Vortag, das Olivenöl und die aufgelöste Hefe dazugeben. Alles langsam mit den Knethaken vermischen und das Wasser hinzufügen. Sobald eine homogene Masse entstanden ist, das Rührgerät auf die höchste Knetstufe stellen und 5-6 Minuten kneten, bis sich der Teig von der Schüssel löst.

(Es ist besser, zunächst etwas weniger Wasser zu nehmen und, falls der Teig zu trocken ist, später noch ein wenig Wasser hinzuzufügen. Ein gekneteter Teig, der zu weich ist, schmeckt „mehlig“, wenn man weiteres Mehl unterknetet.)

Ich habe dann die Hälfte vom Teig abgenommen und die Tomaten sowie das Basilikum von Hand unter die Teighälfte geknetet.

Die beiden Teigstücke abgedeckt in einer Schüssel bei Zimmertemperatur 1 Stunde gehen lassen.

Den fertig gegangenen Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben. Jedes Teigstück (das mit den Tomaten zuerst) rundherum von allen Seiten in die Mitte drücken, damit die Gase herausgedrückt werden. Dann länglich formen, die Mitte nach unten. Noch einmal 30 Minuten ruhen lassen. Schließlich in die endgültige Form bringen (nicht zu sehr drücken: die größeren Löcher in der Krume sind typisch für Giabatta). Das Brot mit den Tomaten habe ich wie eine Spirale gedreht (ein Tipp von Bernd Armbrust). So sah es ein wenig rustikaler aus. Die Brote auf einem mit Backpapier belegten Blech noch einmal 30 Minuten ruhen lassen.

In der Zwischenzeit den Backofen auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine flache feuerfeste Form mit etwa 300 ml Wasser miterhitzen. Sobald die Hitze erreicht ist, die Form entfernen, die Brote (bzw. nur das Brot „ohne Drehung“) schräg einschneiden. Die Brote in den Ofen schieben, die Temperatur auf 220 °C herunterdrehen. In ca. 30 Minuten goldbraun backen. Wer mag, kann das Tomaten-Basilikum-Giabatta noch heiß mit dem aufgefangenen Tomatenöl bestreichen.

Giabatta1

Unser Nachbar hat uns nach allen Regeln der Kunst verwöhnt, Brot und Kräuterbutter haben geschmeckt, das Wetter hat mitgespielt. Kurzum, es war ein rundum gelungenes Grillfest.

Grüner Spargel aus der Pfanne mit Süßkartoffel

Medaillon Mama

Deutschland ist wieder im Spargelfieber. Gemeint ist der weiße Spargel, der jetzt bei Vielen mehrmals wöchentlich auf den Tisch kommt. Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich verständnisloses Kopfschütteln ernte, wenn ich hier bekenne: Der weiße Spargel gibt mir nichts. Da ich aus einem bekannten Spargelgebiet stamme,  weiß ich natürlich, wie viel Aufwand sein Anbau erfordert. Bei der Ernte muss jede einzelne Spargelstange von Hand gestochen werden. Und Spargel für eine 4-köpfige Familie zu schälen, ist ja nicht gerade mal eben getan. Weißer Spargel ist also durchaus immer noch ein sehr edles Gemüse, was sich auch an seinem Preis zeigt.

Dennoch bevorzuge ich den grünen, weil er aus meiner Sicht mehr Charakter, sprich Geschmack besitzt. So greife ich denn auch gerne zu, wenn ich frische Stangen sehe. Appetitlich grün müssen sie sein, fest und glatt, und nicht zuletzt müssen sie auch den Geruchstest bestehen. Sobald die feinen Köpfe anfangen zu verderben, beginnen sie nämlich richtiggehend zu stinken. Sollte der grüne Spargel meine Ansprüche erfüllen, schlage ich zu. Stehend wie ein Blumenstrauß in einem Glas bleibt er von einem Tag auf den anderen relativ frisch. Am liebsten aber schäle und blanchiere ich ihn gleich. In einem gut schließenden Gefäß hält er sich gut im Kühlschrank. Meine Spargelpfanne ist dann am nächsten Tag schnell fertiggestellt.

Die Zutaten für 2 Personen

für die Süßkartoffeln:

3-4 Süßkartoffeln

Rapsöl und 1 Stich Butter

1 Bund Frühlingszwiebeln

1 Schuß dunkler Balsamico-Essig

Salz, Pfeffer

für meine Spargelpfanne:

1 Bund grüner Spargel

4 Flaschentomaten

Rapsöl und 1 Stich Butter

1 Zweig Rosmarin

1 TL gekörnte Gemüsebrühe (wie immer natürlich ohne Geschmacksverstärker und sonstige künstliche Zusatzstoffe)

Salz, Pfeffer

Sumach (den bekommt man im türkischen Geschäft)

evtl. eine Prise Rauchsalz

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Zubereitung:

Ich beginne mit den Süßkartoffeln. Sie werden geschält und längs in Viertel geschnitten, die Frühlingszwiebeln in dünne Ringe.

In einem Topf erwärme ich ein wenig Öl und einen Stich Butter bei mittlerer Hitze. Darin werden die Zwiebelringe ganz kurz angeschwitzt, dann kommen die Süßkartoffelstücke dazu. Alles mit Salz und Pfeffer würzen und gut vermischen. Deckel auflegen und die Herdplatte auf kleinste Stufe zurückstellen.

Spargel:

Den holzigen Teil der Spargelstangen breche ich ganz einfach ab. Grüner Spargel hat eine „Sollbruchstelle“, d.h. er bricht automatisch genau oberhalb des holzigen Teils. Die unteren Drittel der Spargelstangen werden dann geschält. Den Spargel in etwas kochendem Salzwasser ein paar Minuten bissfest blanchieren und abgießen. Gut abtropfen lassen. (Das alles kann man auch schon am Vortag erledigen.)

Die Tomaten waschen und vierteln. Den grünen Blütenansatz entfernen. In einer Pfanne etwas Öl mit der Butter nicht zu heiß werden lassen. Rosmarinzweig und Spargel in die Pfanne geben und leicht braten. Die Tomaten dazugeben. Granulierte Gemüsebrühe hinzufügen, mit je einer Prise Pfeffer, Sumach und, wenn man den Rauchgeschmack mag, mit ganz wenig Rauchsalz würzen. Mit ca. 50 bis 100 ml Wasser ablöschen. Sobald der Spargel heiß ist, falls nötig mit Salz abschmecken. Die Fertigstellung dauert wirklich nur ein paar Minuten, und schon kann man den Spargel zusammen mit den Süßkartoffeln servieren.

Nichtvegetarier essen dazu ein Stück Fleisch oder Fisch.

Marmor-Quark-Kuchen

Medaillon Mama

Einer meiner Lieblingskuchen ist Käsekuchen. Das Einzige, was mir daran immer nicht so sehr gefallen hat, ist der Mürbeteig drumherum. Erstens verarbeite ich ihn nicht so gerne, und zweitens hat mein Magen wohl etwas gegen diese Verbindung von Butter, Zucker und Mehl. Deshalb habe ich schon lange nach einer Alternative für den herkömmlichen Mürbeteigboden gesucht – und bin kürzlich fündig geworden: Auf http://www.essen&trinken.de entdeckte ich nämlich einen Quark-Kuchen, der nicht nur außerordentlich lecker aussah, sondern mit einem Schoko-Rührteigboden gebacken war. Und weil Marmorkuchen ein Favorit unserer ganzen Familie ist, kam mir die Idee, ihn in einen Marmor-Rührteigboden abzuwandeln. Wegen meiner Laktoseintoleranz habe ich laktosefreien Quark genommen. Frischkäse und saure Sahne sind für mich kein Problem. Das Ergebnis? Unser neuer Familienlieblingskuchen.

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Die Zutaten

für die Quark-Füllung:

200 g Doppelrahmfrischkäse

250 g Magerquark

250 g saure Sahne

110 g Zucker

10 g Vanillezucker

25 g Speisestärke

2 Eier

für den Boden:

100 g weiche Butter

2 Eier

100 g Zucker

1 Prise Salz

160 g Mehl

1 TL Weinsteinbackpulver

1 gehäufter EL dunkles Kakaopulver

1 EL Rum

Zubereitung:

Eine Springform von 26 cm ø fetten.

Die Füllung ist schnell vorbereitet: Zunächst den Frischkäse in einer Schüssel mit dem Schneebesen glatt rühren, Quark, saure Sahne, Zucker, Speisestärke und die beiden Eier hinzufügen und solange rühren, bis der Zucker gelöst ist. Füllung beiseite stellen.

Für den Teig die Butter verrühren, Zucker und Salz hinzufügen und mit den Quirlen des Handrührgerätes schön schaumig schlagen. Jedes Ei einzeln dazugeben und unterrühren, bis eine homogene Masse entstanden ist. Das Mehl mit dem Backpulver darübersieben und zügig mit der Eimasse vermischen.

Die Hälfte des Teiges mit einem Esslöffel in die Springform füllen, ohne ihn zu verstreichen. Unter den restlichen Teig den Kakao und den Rum rühren, ebenfalls in die Springform geben und grob glätten. Die Quarkmasse darübergeben.

Im nicht vorgeheizten Backofen auf der untersten Schiene bei 175 °C Ober-/Unterhitze ca. 60 – 65 Minuten backen, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist. Auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen. Erst dann aus der Springform lösen.

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Meine Springform hat übrigens einen Glasboden, so dass ich immer kontrollieren kann, wie hell oder dunkel der Boden ist.

Ihr möchtet gerne unser Familienrezept für den Marmorkuchen? Lasst es uns einfach wissen.