Schnelle Blaubeerschnittchen

Auf die gute (alte) Art

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

eigentlich sollte an dieser Stelle – saisongemäß – ein Rezept für eine Spargelquiche stehen. Tatjana hat sich gestern bei der Zubereitung große Mühe gegeben und nach Anleitungen aus dem Internet gearbeitet. Geschmacklich war die Quiche in Ordnung, aber der Spargel hat gesaftet und dadurch die Sahne-Eier-Masse verwässert, d. h. sie muss die Zubereitung erst noch optimieren. Deshalb stelle ich Euch heute die Heidelbeerschnittchen vor, die ich kürzlich gebacken habe.

Nach dem Mittagessen trinken wir gewöhnlich eine Tasse Kaffee, meist ohne Kuchenbegleitung. Manchmal jedoch steht uns der Sinn nach etwas Gebackenem. Und da kommen die Blaubeerschnittchen ins Spiel. Heidelbeeren, und zwar die wilden, liebe ich seit meiner Kindheit. Ich verbinde mit ihrem Geschmack die Erinnerung an Sonntagsspaziergänge mit meinen Eltern und Geschwistern in den nahegelegenen Wald, wo wir immer nach Walderdbeeren und -heidelbeeren Ausschau hielten. Meist reichte unsere Ausbeute zwar nur für ein halbes Schälchen pro Kind (wir waren…

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Linseneintopf, italienisch inspiriert

Auf die gute (alte) Art

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

was war das für ein großartiger Sommer! Das Einzige, was hier über Monate wirklich gefehlt hat, war hin und wieder ein Regenguss. Das bedeutete für mich, fast jeden Tag 1 1/2 Stunden den Garten zu wässern. Wie gut, dass wir einen Brunnen haben! Salat war in dieser Zeit unsere Hauptnahrung, denn zum Kochen war es meist einfach zu heiß. Nun ist die Hitze vorbei und uns verlangt wieder nach Deftigem. Nach Eintopf zum Beispiel.

Linseneintopf kann man spontan zubereiten, weil Linsen im Gegensatz zu anderen Hülsenfrüchten nicht eingeweicht müssen. Für unseren Linseneintopf habe ich Berglinsen genommen; sie behalten etwas mehr Biss im Gegensatz zu Tellerlinsen und sind nicht so mehlig. Natürlich schmeckt er auch mit „normalen“ Tellerlinsen.

Für 4 Personen braucht Ihr:

2 Tassen Berg- oder Tellerlinsen

2 EL gutes Olivenöl (oder Rapsöl)

1 mittelgroße Zwiebel

1 Zehe Knoblauch

1-2 Möhren

1 Stange Porree

1 kleine Dose stückige…

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Salat aus Porreegrün

Auf die gute (alte) Art

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

so langsam lässt sich der Frühling nicht mehr aufhalten und wir warten schon sehnsüchtig auf das junge Freilandgemüse. Wer nachhaltig handeln und keinen Spargel aus Südamerika und Dergleichen kaufen möchte, muss sich noch hauptsächlich mit den verschiedenen Kohlsorten, Wurzelgemüse und Porree (auch Lauch genannt) begnügen. Die vielen Kohlsorten essen wir sehr gerne und wärmende Eintöpfe aus unterschiedlichen Gemüsesorten sorgen für Abwechslung auf dem Speiseplan. Die weißen und hellgrünen Teile des Porrees verwende ich ganzjährig für Soßen und Eintöpfe, pur dagegen eher selten. Die dunkelgrünen Abschnitte waren für mich immer Abfall und landeten auf dem Kompost. Ich weiß, dass viele von Euch die dunklen Teile als Suppenzutat nutzen, aber da es bei uns höchst selten Suppe gibt, hatte ich bisher keine Verwendung dafür.

Vor ein paar Tagen sah ich nun, wie Diana Burkel, eine Spitzenköchin aus Nürnberg, in einer Fernsehsendung Porree in drei verschiedenen Zubereitungsarten für ein Gericht verwendete:…

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Frikadellen, Fleischpflanzerl, Buletten – oder doch lieber falscher Hase?

Auf die gute (alte) Art

Manchmal muss es einfach Hausmannskost sein. Ein Klassiker ist Hackbraten. Auch Frikadellen werden immer gern gegessen, besonders, wie mir scheint, von Männern. Meine beiden – Ehemann und Sohn – bilden da keine Ausnahme. Je nachdem, wie viel Zeit mir zur Verfügung steht, gibt es entweder das eine oder das andere. Die Zubereitung des Fleischteigs ist dieselbe.
 
Für einen Hackbraten benötige ich etwa 800 g frisches Hackfleisch (ich verwende ausschließlich Rinderhackfleisch; doch man kann genauso gut gemischtes Hackfleisch nehmen).
 
Zunächst weiche ich ein Brötchen in eine Mischung aus halb Schlagsahne und halb Wasser ein, die ich vorher warm gemacht habe. (Es darf ruhig ein Brötchen vom Vortag oder sogar ein hartes Brötchen sein.)
 
Eine Zwiebel wird klein gewürfelt und in Rapsöl oder Butter glasig geschmort.
 
In der Zwischenzeit schneide ich Petersilie klein. Ich benötige etwa 2 gehäufte Esslöffel voll. Die gebe ich zu den glasigen Zwiebelwürfeln in…

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Martinsgans

Hallo, Ihr Lieben,

mit dem Martinstag beginnt traditionell die Gänse-Saison.

Viele schrecken ja vor diesem Festtagsbraten zurück, weil sie glauben, er sei sehr schwierig zuzubereiten. Ich habe jedoch in dem Buch “Auf der Suche nach dem verlorenen Geschmack” von Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer ein wirklich super-einfaches Rezept entdeckt, (das ich ein wenig modifiziert habe).

Da die Gans bei sehr niedrigen Temperaturen gegart wird, muss man einige Stunden Zeit einplanen (pro Kilogramm etwa eine Stunde). Man muss dabei aber nicht ständig am Herd stehen, sondern kann sich in der Zwischenzeit anderen Dingen widmen, z. B. den Beilagen.

Und so wird’s gemacht:

Zunächst im Wasserkocher 1 Liter Wasser zum Kochen bringen, und die Gans damit von allen Seiten begießen. (Sie liegt dabei im Spülbecken, so kann das heiße Wasser sofort abfließen.)

Nun einen Bräter (oder die Fettpfanne) in den Backofen schieben und etwa 1 cm hoch mit Wasser befüllen. Den Backofen auf 120°C vorheizen.

Dann wird die Gans innen und außen mit reichlich Salz und Pfeffer eingerieben.

Ich habe noch folgende Kräuter aus meinem Garten in die Bauchhöhle gelegt: je 1 Zweig Rosmarin, Thymian, Oregano und ein paar Blättchen Salbei.

Die gleichen Kräuter verteilte ich auch auf der Brust, nachdem ich sie schließlich in den Bräter gelegt hatte.

Sobald die Backofentür geschlossen ist, braucht man sich erst einmal nicht mehr darum zu kümmern. Nach 1 Stunde habe ich dann in Würfel geschnittenes Wurzelwerk (jeweils etwa eine Handvoll Möhren, Sellerie und Porree) drum herum gestreut. Ein Esslöffel granulierte Bio-Gemüsebrühe (ohne Hefeextrakt!) bringt noch mehr Geschmack in die Soße.

Nach weiteren gut 3 Stunden war unser “Vögelchen” appetitlich braun und gar, wurde nun aus dem Bräter auf eine Platte gelegt und durfte noch kurz bei starker Oberhitze eine krosse Kruste bekommen. (Wer mag, kann die Haut vorher mit Salzwasser bepinseln.)

In der Zwischenzeit  hatte sich das ausgebratene Fett im Bräter an der Oberfläche gesammelt und konnte abgegossen werden. Anschließend habe ich den Bratensaft durch ein Sieb in einen kleinen Topf geschüttet. Er musste nun auf dem Herd so lange einkochen, bis ich mit dem Geschmack zufrieden war. Ein Schuss Portwein rundete das Aroma ab.

Schließlich musste die Gans nur noch tranchiert und mit den Kartoffelklößen und dem Rotkohl serviert werden.

Bild

P.S. Da eine ausgewachsene Gans für 4 Personen doch ein wenig zu groß für eine Mahlzeit ist, gibt es heute noch einmal Gänsebraten und ich freue mich, dass ich nicht zu kochen brauche.

Dicke Bohnen auf rheinische Art

Auf die gute (alte) Art

Medaillon Mama
Es hat etliche Jahre gedauert, bis ich als Bayerin mich mit dicken Bohnen anfreunden konnte. Vor meiner Heirat ins Rheinland kannte ich sie nur als „Saubohnen“, und auch das nur dem Namen nach. Dicke Bohnen gehören wie Grünkohl zu den „rheinischen Nationalgerichten“, kommen jedoch in der bayerischen Küche nicht vor. Mein Mann aber liebt sie. Was blieb mir also anderes übrig, als mir von meiner Schwiegermutter zeigen zu lassen, wie man sie hier am Niederrhein zubereitet? Mittlerweile habe ich ihr Rezept ein wenig verändert, und es macht mich zugegebenermaßen schon ein wenig stolz, wenn der Liebste mir versichert, dass sie ihm so noch viel besser schmecken. Da man sie im Frühjahr nur eine kurze Zeit frisch in der Schote kaufen kann, habe ich meist einen Tiefkühlvorrat davon im Haus. Ganz am Anfang habe ich sie aus dem Glas verwendet, aber TK-Ware kommt den frischen Bohnen noch am nächsten.
Die Zutaten

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Beeren-Kokos-Kuchen mit Streuseln

Auf die gute (alte) Art

Medaillon Mama
Oft verbinden wir mit bestimmten Bildern, Gerüchen oder Geschmäckern ganz besondere Erinnerungen. So ergeht es mir, wenn ich jetzt über den Markt gehe und die vielen verschiedenen Beeren sehe: Meine Schulfreundin Martina und ich sehen uns sehr selten. Sie wohnt nämlich in München und ich am Niederrhein. Deshalb ist es immer etwas ganz Besonderes, wenn wir uns wieder einmal treffen. Bei meinem letzten Besuch bei ihr empfing mich der Duft von frisch gebackenem Kuchen, und er schmeckte einfach unvergleichlich aromatisch nach Beeren, wie er da noch warm auf meinem Teller lag: süß-säuerlich frisch, saftig und gleichzeitig knusprig. Natürlich musste sie mir das Rezept geben. Bei unserem Familientreffen vor ein paar Wochen hatte ich dann endlich die Gelegenheit, ihn selbst zu backen, denn es sind schon einige Esser nötig, ein ganzes Blech voll Kuchen zu schaffen. Frisch gebacken oder sogar noch leicht warm schmeckt er nämlich tatsächlich am besten.
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Im Originalrezept…

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Brigittes beliebte Kräuterbutter

Auf die gute (alte) Art

Ihr Lieben,
unser Holunderblütenspecial ist für dieses Jahr nun beendet. Aber in ein paar Wochen sind schon die Beeren reif, dann geht es hier mit einem Holunderbeeren-Special weiter.
In der Zwischenzeit haben wir aber noch ein paar schöne Rezepte für Euch. Zum Grillen zum Beispiel 🙂
Die Grillsaison ist in vollem Gang. Für manche beginnt sie ja am 1. Januar und endet am 31. Dezember. Doch die meisten von uns warten ab, bis man wieder gemütlich auf dem Balkon oder der Terrasse essen kann, und dann geht es los. Ich gestehe: ich gehöre nicht zu den Hardcore-Grillfans, die am liebsten mehrmals in der Woche ein Stück Fleisch auf den Rost werfen, wo es mehr geräuchert als gegrillt wird. Wir haben uns vor vielen Jahren einen Vertikalgrill angeschafft und lieben selbstmarinierte Hähnchenflügel, die neben der heißen Glut braun gebrutzelt wurden. Oder unser Grillgut im Kugelgrill indirekt zu garen. Auf beide Arten kann…

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Milder Avocado-Tzatziki

Warum eigentlich nur zu Ostern.? Dieser Brotaufstrich schmeckt immer!

Auf die gute (alte) Art

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

heute hatten wir Freunde zum Brunch bei uns. Von allen besonders gelobt wurde dabei eine Avocado-Crème, die dem allgemein bekannten griechischen Tzatziki nachempfunden war. Entdeckt hatte ich das Rezept auf dem Blog „herzelieb“ von Michaela Hoechst-Lühr. Sie nennt die Crème Avoziki. Und was soll ich sagen: eine tolle Idee, liebe Michaela!

Tzatziki

Hier nun meine Version:

Zutaten:

1 reife Avocado

1 Mini-Gurke

ca. 2 TL Zitronensaft

1/2 Becher milder griechischer Joghurt (= ca. 75 Gramm)

1 kleine Knoblauchzehe

1 EL fein gehackter Dill

Salz und Pfeffer

evtl. 1 Prise Zucker

Zubereitung:

Die Minigurke schälen und ganz fein reiben. Durch ein Küchentuch gut ausdrücken und beiseite stellen.

Die Avocado halbieren, den Kern entfernen. Das Fruchtfleisch mit einem Esslöffel herausheben und in einen Mixbecher geben. Sofort den Zitronensaft darübergießen. Joghurt hinzufügen. Die geschälte Knoblauchzehe dazupressen. Alles mit dem Pürierstab zu einer sämigen Masse verarbeiten.

Die geriebene Gurke und den Dill…

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Rucola- und andere Sprossen

Bald ist es wieder soweit, dass die Kräuter im Garten gedeihen. Doch bis dahin gibt es Frisches von der Fensterbank.

Auf die gute (alte) Art

Medaillon Mama
In unserer Familie wird gerne und oft Salat gegessen. Und ohne Kräuter ist ein Salat für mich einfach undenkbar. Kräuter sind ja bekanntermaßen gesund. Im Sommer wachsen sie reichlich in meinem Garten sowie in Töpfen und Kästen auf der Terrasse. Doch was tun, wenn sich Petersilie, Schnittlauch und Co. in den Boden zurückziehen? Da greife ich dann gezwungenermaßen auf Tiefkühlware zurück. Ein vollwertiger Ersatz sind TK-Kräuter aber leider nicht, weder geschmacklich noch von ihren Inhaltsstoffen her.
Keime
Dann kommen selbstgezogene Sprossen bei uns zum Einsatz, um den Salat „aufzupeppen“. In einem gut sortierten Gartencenter fand ich eine einfache Keimschale und Bio-Keimsaat. Meine Keimschale ist ein durchsichtiger Kunststoffbehälter mit einem feinmaschigen Sieb obendrauf. Sie eignet sich vor allem für die winzigen Samen von Kresse, Rucola und Senf usw. Die leicht scharfen Rucola-Sprossen mit dem typischen Aroma sind unser Favorit.
Ich fülle den Behälter mit Wasser, so dass auch das Sieb etwa einen…

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